Airbnb versucht seit mehr als zehn Jahren, sich von der reinen Unterkunfts-Plattform zu lösen. Neu im Fokus stehen Hotels, Experiences, Mietwagen, Flughafentransfers und weitere Reise-Services.
Der Plan ist alt, aber die Umsetzung bleibt zäh. Die Pandemie stoppte Teile der Strategie, jetzt zieht Airbnb wieder an.
Was Brian Chesky seit Jahren vorantreibt
Airbnb-Gründer und CEO Brian Chesky sagt laut Skift, dass Homes das Herz von Airbnb bleiben. Trotzdem reicht ihm das nicht. Seit den frühen Jahren der Firma treibt er den Schritt in ein breiteres Reisegeschäft voran.
Im Skift-Artikel beschreibt Chesky die Logik dahinter so: Airbnb soll nicht nur Betten vermitteln, sondern mehr Teile der Reise abdecken. Dazu zählen Hotels, Experiences, Car Rentals, Airport Transfers und Services. Der Satz ist klar. Die Richtung auch.
Die Timeline zeigt: Der Umbau lief nie geradeaus
Skift zeichnet die Entwicklung als Abfolge von Starts, Stops und Neustarts. Airbnb begann 2008 mit privaten Unterkünften. Später kamen neue Felder dazu, dann wieder Bremsspuren. Die Pandemie traf das Unternehmen mitten in der Phase, in der es breiter werden wollte.
Die großen Stationen
- Airbnb startete 2008 mit privaten Unterkünften.
- Die Firma testete später Hotels und Experiences.
- Die Pandemie bremste die Expansion aus.
- Jetzt rückt erneut ein Mix aus Services, Erlebnissen und Hotelangeboten nach vorn.
Genau das macht die Story spannend: Airbnb will nicht mehr nur ein Buchungsplatz für Ferienwohnungen sein. Das Unternehmen will ein Reise-Ökosystem bauen. Klingt ambitioniert? Ist es auch.
- Hotels im Airbnb-Umfeld werden wichtiger.
- Experiences sollen wieder stärker in die App.
- Services rund um die Reise bekommen mehr Gewicht.
- Neue Umsatzquellen stehen klar im Fokus.
Warum der Vorstoß für Hotels und Reiseanbieter wichtig ist
Für Hotels ist das Thema direkt relevant. Wenn Airbnb mehr Services, Transfers und Experiences bündelt, verschiebt sich der Wettbewerb nicht nur bei der Übernachtung. Dann konkurriert die Plattform auch bei der gesamten Reiseplanung.
Das trifft vor allem unabhängige Häuser und Boutique-Hotels. Sie bekommen einerseits Reichweite über einen großen Marktplatz. Andererseits geraten sie tiefer in ein Plattformmodell, das immer mehr vom Reisebudget einsammelt.
Was sich daraus ableiten lässt
- Hotels brauchen klare Buchungsgründe jenseits des Preises.
- Zusatzleistungen werden wichtiger.
- Eigene Direktbuchung bleibt ein strategischer Hebel.
Airbnb setzt dabei auf Wachstum über mehrere neue Produkte pro Jahr. Laut Skift verweist Chesky auf die Idee, jährlich zwei bis drei Angebote zu starten, die später jeweils Milliardenumsätze bringen könnten. Ob das klappt, bleibt offen. Der Anspruch ist jedenfalls riesig.
Die eigentliche Frage: Bleibt Airbnb noch Airbnb?
Die Firma wächst nicht mehr nur in eine Richtung. Sie öffnet sich von der Wohnung zur Reise, von der Reise zum Service, vom Aufenthalt zur ganzen Customer Journey. Das ist logisch. Und riskant.
Je breiter Airbnb wird, desto stärker stellt sich die Frage nach dem Kern. Homes bleiben das Fundament, sagt Chesky. Der Rest ist der Versuch, aus diesem Fundament ein größeres Geschäft zu bauen.
Grundlage dieses Artikels ist der Skift-Bericht zur Airbnb-Timeline. Zusätzliche Einordnung stützt sich auf die im Feed genannten Hinweise zu Airbnbs Strategie.

