Im März 2025 wurden 33,6 Millionen Übernachtungen in deutschen Beherbergungsbetrieben gezählt — 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum stammt fast ausschließlich von inländischen Gästen. Ausländische Übernachtungen gingen im selben Monat um 0,4 Prozent zurück. Den Rekord aus Q1 2024 hat der Markt erneut nicht erreicht.
Deutsche Gäste halten den Tourismusmarkt im Plus. Das Statistische Bundesamt meldete für März 2025 insgesamt 33,6 Millionen Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten — ein Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Wer hinter diesem Wachstum steckt, ist eindeutig: die Inländer.
Inländer legen zu, Ausländer schwächeln
Von den 33,6 Millionen Übernachtungen im März entfielen 28,3 Millionen auf Gäste aus Deutschland — ein Plus von 3,8 Prozent. Die restlichen 5,2 Millionen kamen von ausländischen Gästen, und hier lief es anders: Gegenüber dem Vorjahr sank diese Zahl um 0,4 Prozent.
Das Muster zieht sich durch das gesamte erste Quartal. Insgesamt 86,7 Millionen Übernachtungen bedeuten ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber Q1 2024 — aber auch hier zeigt sich die Zweiteilung deutlich.
Wo der Abstand sichtbar wird
Im Gesamtquartal wuchsen die Inländer-Übernachtungen um 2,9 Prozent. Die Ausländer-Übernachtungen legten dagegen nur um 0,8 Prozent zu — ein Faktor 3,6 Unterschied. Das ist kein Ausreißer mehr, sondern ein Trend.
- Gesamt-Übernachtungen März: 33,6 Mio. (+3,1 % vs. Vorjahr)
- Inländer März: 28,3 Mio. (+3,8 %)
- Ausländer März: 5,2 Mio. (−0,4 %)
- Gesamt Q1: 86,7 Mio. (+2,5 %)
- Inländer Q1: +2,9 %
- Ausländer Q1: +0,8 %
- Rekord Q1 2024: verfehlt
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), dpa, Mai 2025
Rekord bleibt außer Reichweite
Der Rekordwert aus dem ersten Quartal 2024 wurde erneut nicht erreicht. Das ist das zweite Mal in Folge — und ein Signal, das die Branche ernst nehmen sollte. Während die Inlandsnachfrage stabil wächst, fehlt dem Markt der internationale Schub, um alte Höchstwerte zu knacken.
Was das für die Branche bedeutet
Für Hotels mit starkem Inlandsgeschäft — Ferienregionen, Städtekurztrips, Tagungshotels — läuft es ordentlich. Der Druck liegt bei Betrieben, die auf internationale Gruppen, Geschäftsreisende aus dem Ausland oder Fernreisemärkte angewiesen sind. Gerade Stadthotels in Frankfurt, München oder Hamburg kennen dieses Ungleichgewicht.
- Inlandsfokussierte Häuser profitieren vom stabilen Wachstum
- Auslandsabhängige Betriebe spüren den Gegenwind
- Zweijähriger Trend: Rekordwerte aus 2024 bleiben unerreicht
- Internationales Marketing gewinnt wieder an Priorität
Die Zahlen sind kein Alarmsignal — aber ein klarer Hinweis: Das Fundament des deutschen Tourismusmarkts ist solide inländisch. Wer wachsen will, kommt an der Frage nicht vorbei, wie er ausländische Gäste wieder stärker anspricht.

