Die USA haben im Mai 2026 laut Skift 6,5 Prozent weniger Overseas-Gäste gezählt als im Vorjahr. Insgesamt kamen 2,8 Millionen Reisende aus dem Ausland, also weiter weniger als vor der Pandemie.
Besonders West-Europa zieht sich zurück. Genau dort sitzt ein großer Teil der ausgabestarken Fernmärkte — und das trifft die USA mitten vor der Sommersaison.
Die Zahlen zeigen klar nach unten
Die US-Einreise ist im Mai um 6,5 Prozent auf 2,8 Millionen Overseas-Reisende gefallen. Laut den Bundesdaten, auf die Skift verweist, lag das Volumen damit noch unter 80 Prozent des Niveaus von Mai 2019. Seit Jahresbeginn liegt das Overseas-Volumen 4,8 Prozent im Minus.
Für die Branche ist das kein kleiner Ausschlag. Es fehlt nicht nur Masse, sondern vor allem kaufkräftige Nachfrage aus Europa, Afrika und Ozeanien. Nur der Nahe Osten und Südamerika legten im Mai zu.
USA-Inbound auf einen Blick
- Rückgang im Mai
- -6,5 %
- Overseas-Gäste
- 2,8 Mio.
- Stand zu 2019
- unter 80 %
- Jahresverlauf
- -4,8 %
West-Europa spielt die Hauptrolle
West-Europa macht mehr als 35 Prozent der ausgabestarken Overseas-Zielgruppe aus. Genau dort sieht die US-Seite jetzt den stärksten Rückgang. Das ist heikel, weil diese Märkte oft länger bleiben, mehr Vor-Ort-Ausgaben bringen und Städtedestinationen in New York, Florida oder Kalifornien stark stützen.
Auch euronews berichtet über fallende Flugankünfte aus Westeuropa. Im März sollen sie um 17 Prozent eingebrochen sein. Das passt zum Muster: weniger Buchungen, mehr Zurückhaltung, schwächerer Pick-up für den Sommer.
- West-Europa stellt mehr als 35 Prozent der ausgabestarken Overseas-Gäste.
- Im Mai gingen die Overseas-Ankünfte in die USA um 6,5 Prozent zurück.
- Seit Jahresbeginn liegt der Markt 4,8 Prozent unter dem Vorjahr.
Welche Märkte ziehen noch?
Im Skift-Bericht stehen nur zwei Regionen auf der Gewinnerseite: der Nahe Osten und Südamerika. Das reicht aber nicht, um die Verluste aus Europa, Afrika und Ozeanien auszugleichen. Für Airlines, Incoming-Agenturen und Städte mit starkem Fernmarkt-Anteil bleibt das ein Warnsignal.
- Buchungseingänge aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Märkten prüfen
- Preis- und Verfügbarkeitslücken im Sommer früh schließen
- Mit Airlines und DMCs auf längere Aufenthalte statt nur auf Ankünfte gehen
- Städte mit starker Leisure-Nachfrage enger mit Event- und Messekalendern koppeln
Warum der Sommer trotzdem nicht automatisch gut wird
Der Bericht verweist auch auf die World Cup-Story für 2026. Mehr Nachfrage klingt erstmal gut. Aber wenn die Buchungslage schon vorher schwächelt, fällt der Effekt oft kleiner aus als er in PR-Präsentationen aussieht. Klingt ernüchternd? Ist es auch.
Das Problem ist nicht nur die absolute Zahl. Es geht um Timing. Wenn die Fernmärkte vor dem Sommer nicht anziehen, verpufft ein Teil der möglichen Zusatznachfrage. Genau das macht Hoteliers, DMO-Teams und Airlines nervös.
Was das für den Markt bedeutet
Die USA bleiben ein starker Destination-Markt. Aber die Erholung läuft nicht gleichmäßig. Wer auf internationale Gäste setzt, braucht jetzt saubere Preissteuerung, flexible Stornomodelle und klare Zielmarkt-Ansprache statt allgemeiner Kampagnenfloskeln.
Europa schaut genauer hin
Für europäische Reisende spielt auch die Sicherheits- und Politiklage eine Rolle. In mehreren Berichten aus 2025 und 2026 tauchen deshalb dieselben Punkte auf: Unsicherheit, strengere Einreisewahrnehmung und vorsichtigere Fernreiseplanung. Das ist kein einzelner Auslöser. Es ist ein Mix.
Die Folgen sieht man zuerst in den Großstädten und an den Küstenregionen. Dort hängen viele Geschäftsmodelle direkt an internationalen Gästen. Wenn diese Gruppe ausbleibt, spürt das die ganze Kette — von Airlines über Hotels bis zu Attraktionen und Restaurants.

