Bedecken oder Ueberziehen von Speisen mit einer Sauce, einem Fond oder einer Glaze. Aus dem Franzoesischen napper (ueberziehen). Typisch: gebratenes Fischfilet mit Beurre-blanc nappieren, Entenbrust mit Bratensauce, Dessert mit heisser Schokoladensauce. Eine der Grundtechniken der klassischen Saucenkunst.

Praxis

Nappieren kontrolliert die Sauce in Menge, Temperatur und Auftragetechnik: der Loeffel zieht einen gleichmaessigen Streifen oder umrandet den Teller in dosierter Dicke. Die Sauce muss die richtige Konsistenz haben — zu duenn laeuft sie weg, zu dick deckt sie das Gargut matschig zu. Praktischer Test: Sauce am Loeffel zieht einen Faden, aber tropft langsam ab.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Nappieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Nappieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

Weiterfuehrend: Doemens Akademie