Das Wichtigste in Kürze

Visit California holt Julie Coker als neue President und CEO. Sie beginnt am 1. Oktober und kommt von NYC Tourism + Conventions.

Der Job ist kein Spaziergang: Der Anteil der internationalen Besucher, die Kalifornien im Vorjahr als ersten US-Stopp nannten, fiel laut Bundesdaten um 5,6 Prozent. Gleichzeitig soll das Land mit der Fußball-WM und den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles Nachfrage holen.

Warum dieser Wechsel gerade jetzt kommt

Visit California setzt auf eine Managerin, die Destination Marketing aus mehreren großen US-Märkten kennt. Coker arbeitete zuvor in Philadelphia und San Diego, zuletzt leitete sie NYC Tourism + Conventions. Jetzt übernimmt sie eine Organisation, die gegen schwache internationale Einreisen ankämpft.

Laut Skift fiel die Zahl der Besucher, die Kalifornien als ersten Zielort in den USA nannten, im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent. Gleichzeitig erreichte der Tourismus im Bundesstaat einen Rekord bei den Ausgaben: 158,9 Milliarden US-Dollar. Rund 1,2 Millionen Jobs hängen daran.

Kalifornien in vier Zahlen

Start im Amt
1. Oktober
Rückgang First-Stop-Intent
5,6 %
Tourismussausgaben
158,9 Mrd. US-Dollar
Jobs im Tourismus
1,2 Mio.

Was Coker jetzt leisten muss

Sie muss zwei Dinge parallel schaffen: das Image der Destination stabilisieren und internationale Nachfrage zurückholen. Die Waldbrände rund um Los Angeles haben das Thema noch schwieriger gemacht. Dazu kommt der Zeitdruck vor 2028. Wer heute Marketing plant, denkt längst in Messezyklen, Flugkapazitäten und Buchungsfenstern.

Das ist kein klassischer Rebrand-Job. Coker muss mit Airlines, Städten, Hotels und Event-Veranstaltern arbeiten. Und sie braucht schnelle, sichtbare Signale für Fernmärkte wie Europa, Lateinamerika und Asien.

Worauf es bis 2028 ankommt

1. Internationale Flugverbindungen sichern.
2. Los Angeles als Mehrfachziel verkaufen, nicht nur als Olympic City.
3. Buchungen früh anstoßen, bevor andere US-Ziele die Nachfrage abziehen.
4. Die Botschaft nach den Bränden klar drehen: Anreise, Sicherheit, Verfügbarkeit.

Olympia und WM als Marketing-Hebel

Visit California kann zwei Großereignisse nutzen: die Fußball-WM und die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028. Solche Events ziehen nicht nur Sportfans an. Sie bringen Medien, Reiseveranstalter und Markenpartner in Bewegung. Genau dort liegt der Hebel für Destination Marketing.

Die Olympia-Website LA28 nennt die Spiele offiziell für den Zeitraum vom 14. bis 30. Juli 2028. Für die Region heißt das: mehr Sichtbarkeit, mehr Bedarf an Zimmern, mehr Druck auf Verkehr und Personal. Laut einer Deloitte-Warnung könnte die Nachfrage nach Unterkünften die Hotelkapazität während der Spiele deutlich übersteigen.

Olympische Spiele als Tourismus-Booster oder Risiko?

Dafür spricht

  • Weltweite Aufmerksamkeit für Los Angeles und Kalifornien
  • Mehr Langstrecken- und Gruppenreisen
  • Starker Effekt auf Messen, Hotels und Gastronomie

Dagegen spricht

  • Mehr Druck auf Verkehr, Sicherheit und Personal
  • Höhere Preise können Gäste abschrecken
  • Brände und politische Konflikte können das Bild trüben

Was Hotels und Destinationen daraus lesen sollten

Kalifornien zeigt gerade, wie eng Politik, Krisenkommunikation und Nachfrage zusammenhängen. Für Hotels heißt das: Wer 2028 profitieren will, muss früh an Deals, Kooperationen und Kontingente denken. Warten ist keine Strategie.

  • Internationale Märkte jetzt neu bewerten.
  • Pakete für Event-Reisende vorbereiten.
  • Mit DMCs, Airlines und Städten enger planen.
  • Preise, Verfügbarkeit und Personal früh absichern.
Spannend wird nicht nur, ob Coker Nachfrage zurückholt. Entscheidend ist, ob Kalifornien bis 2028 ein belastbares Reiseversprechen formuliert — trotz Krisenbild und Kostendruck.

Der politische Teil bleibt mit im Bild

Laut Skift übernimmt Coker zusätzlich eine Rolle als strategische Beraterin für das Governor’s Office of Business & Economic Development, also GO-Biz. Das macht den Posten größer als reines Marketing. Hier geht es auch um Standortpolitik, Förderlogik und Abstimmung mit der Wirtschaft.

Für Los Angeles und den Rest des Bundesstaats ist das relevant. Wer die Spiele 2028 als Schaufenster nutzen will, muss gleichzeitig Verkehrsplanung, Hotelkapazitäten und die internationale Außenwirkung steuern. Das ist die eigentliche Aufgabe. Und die wird teurer, je näher der Sommer 2028 rückt.


HÄUFIGE FRAGEN

Wer übernimmt Visit California?

Julie Coker wird neue President und CEO von Visit California. Sie startet am 1. Oktober und kommt von NYC Tourism + Conventions.

Warum ist der Wechsel gerade wichtig?

Kalifornien kämpft mit schwächerem internationalen Incoming. Laut Skift sank der Anteil der Besucher, die den Bundesstaat als ersten US-Stopp nannten, um 5,6 Prozent.

Welche Rolle spielen die Olympischen Spiele 2028?

Die Spiele in Los Angeles sollen mehr internationale Nachfrage bringen und Kalifornien als Reiseziel stärker sichtbar machen.

Wie stark hängt der Tourismus an der Branche?

Laut dem Skift-Text erreichten die Tourismussausgaben in Kalifornien 158,9 Milliarden US-Dollar. Rund 1,2 Millionen Jobs hängen daran.

Was heißt das für Hotels in Kalifornien?

Hotels müssen früher planen, Preise und Kontingente sauber steuern und sich auf mehr Druck durch Großevents einstellen.
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