Michael Toedt, Gründer und CEO von dailypoint, hat den Lifetime Achievement Award der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München erhalten. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Absolventengala im Leonardo Hotel München vor mehr als 300 Gästen überreicht. Es war erst die dritte Vergabe des Preises.
Warum diese Auszeichnung auffällt
Die Fakultät für Tourismus zeichnet damit keine Produktidee aus, sondern eine Laufbahn: Lehrtätigkeit, Branchenkontakt und Einfluss auf die Ausbildung. Genau das macht den Preis interessant. Er geht nicht an die lauteste Stimme der Szene, sondern an eine Person, die über Jahre an Hochschulräumen und in Hotelprojekten gearbeitet hat.
Die Eckdaten zum Award
- Preisträger
- Dr. Michael Toedt
- Funktion
- Gründer und CEO von dailypoint
- Ort
- Hochschule München
- Vergabe
- erst die dritte
Nach Angaben der Hochschule gehört die Ehrung zu den höchsten persönlichen Auszeichnungen der Fakultät. Vor Toedt erhielten nur der ehemalige Dekan Felix Kolbeck und posthum Theo Eberhard den Preis. Mehr Vergaben gab es bisher nicht. Das sagt viel über den Charakter der Auszeichnung.
Was die Fakultät an Toedt würdigt
Im Fokus stehen seine Lehrtätigkeit, sein langjähriges Engagement für die Hochschule und seine Rolle als Unternehmer in der Hospitality-Branche. Burkhard von Freyberg, Professor für Hospitality Management an der Fakultät, sprach in seiner Rede von Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis. Das ist kein leeres Wort. Genau daran scheitern viele Kooperationen zwischen Campus und Betrieb.
Die Hochschule München nennt drei Punkte, die für die Entscheidung wichtig waren: positive Bewertungen durch aktuelle und ehemalige Studierende, Toedts Beitrag zur Weiterentwicklung der Fakultät und seine Rolle als Unternehmer mit internationaler Reputation in der Hospitality-Branche.
Auch Toedts eigener Werdegang passt zum Bild. Er hat seinen Abschluss an der Hochschule München gemacht. Danach blieb er nicht nur als Name auf einer Alumni-Liste stehen, sondern kehrte als Lehrbeauftragter zurück. Genau solche Schleifen machen eine Branche stabiler. Nachwuchs sieht jemanden, der den Weg selbst gegangen ist.
Warum das für die Branche zählt
Hochschule und Betrieb reden oft aneinander vorbei
Der Preis zeigt, dass die Fakultät Personen sichtbar machen will, die beides verstehen: Betriebsalltag und akademische Ausbildung. Das ist in der Hotellerie selten genug. Viele Häuser suchen Fachkräfte, viele Hochschulen suchen Praxisnähe. Toedt steht hier als Schnittstelle.
- Studierende bekommen direkte Einblicke aus der Praxis.
- Die Fakultät hält den Draht zur Branche offen.
- Unternehmen sehen, dass Ausbildung nicht nur Theorie liefern soll.
Dailypoint als Beispiel für Branchentiefe
Auch sein Unternehmen passt in diesen Kontext. Dailypoint arbeitet als Customer Data Platform für CRM und Gästebindung und bündelt Daten aus mehr als 200 Quellsystemen. Die Software setzt laut Unternehmensangaben auf ein zentrales Gästeprofil und ist bei Hotels im Einsatz. Laut der Firmenwebsite nutzen mehr als 1.500 Hotels die Lösung. Das ist eine Hausnummer, keine Spielerei.
- Lehre mit Praxisbezug statt abstrakter Folien
- Rückkopplung von Studierendenfeedback in die Ausbildung
- Unternehmerischer Blick auf digitale Gästedaten
Was du aus dem Fall mitnehmen kannst
Wenn du in Hotellerie, Tourismus oder Hotel-Tech arbeitest, lohnt sich der Blick auf solche Auszeichnungen. Sie zeigen, welche Profile in der Branche zählen: Menschen, die Inhalte vermitteln, Teams entwickeln und Verantwortung übernehmen. Nicht nur reden, sondern machen.
Für Hochschulen ist das eine klare Ansage: Wer Praxispartner dauerhaft einbindet, baut stärker an den eigenen Nachwuchs. Für Unternehmen gilt dasselbe. Wer gute Leute entwickeln will, braucht Sichtkontakt zur Ausbildung. Der Rest ist Zufall.
Genau dieser Punkt zieht sich durch die Auszeichnung von Michael Toedt. Die Hochschule München setzt damit ein Signal an die Branche: Lehre bekommt Gewicht, wenn sie nah am Betrieb bleibt.

