Das Wichtigste in Kürze

Die Motel One Group hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt – ein Plus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA lag bei 279 Millionen Euro, die EBITDA-Marge bei 26 Prozent. Zum Jahresende 2025 betrieb das Unternehmen 104 Hotels mit rund 29.300 Zimmern in 13 Ländern.

Eine Milliarde Euro Umsatz – das ist kein runder Wert, auf den viele Hotelgruppen hinsteuern. Für Motel One ist er es. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Münchner Gruppe die Schwelle erstmals überquert, und das in einem konjunkturell schwierigen Umfeld, das viele Wettbewerber spürbar unter Druck gesetzt hat.

Die Zahlen im Detail

Das Umsatzwachstum von rund 8 Prozent ist solide – zumal der Vorjahreswert bereits ein Rekord war: 2024 lag der Umsatz bei knapp 980 Millionen Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber 2023. Das Wachstumstempo verlangsamt sich also etwas, bleibt aber klar im Plus. Die EBITDA-Marge von 26 Prozent zeigt, dass das Modell auch bei höherem Skalierungsgrad effizient bleibt.

KENNZAHLEN Motel One auf einen Blick
2 Mio.+
beOne-Mitglieder
Das Loyalitätsprogramm wächst und wird für die Direktbuchungsstrategie zunehmend wichtiger.
9 / 10
Gästebewertung
Konsistent hohe Scores – trotz Budget-Positionierung kein Qualitätsverlust im Wachstum.
134
Hotels in der Pipeline
Vertraglich gesichertes Portfolio inkl. ~38.000 Zimmern – Wachstum ist also weiter vorgezeichnet.
+5 vs. Vorjahr (in Betrieb)
7
The Cloud One Hotels
Die Upscale-Linie wächst – Startpunkt war New York City, inzwischen sieben Standorte weltweit.
Quelle: Pressemitteilung Motel One GmbH, 30.04.2026

Das Konzept: Budget ohne Kompromisse

Motel One gilt als Begründer der Budget-Design-Kategorie – ein Begriff, der lange nach dem Unternehmen selbst klingt, sich aber als eigenes Hotelsegment etabliert hat. Das Modell ist simpel: zentrale Lage, durchdachtes Design, faire Preise. Was klingt wie ein Werbeslogan, hat sich über 25 Jahre als tragfähige Strategie erwiesen.

Der 100. Standort wurde 2025 in München eröffnet – symbolisch passend für ein Unternehmen, das dort auch seinen Ursprung hat. Neue Häuser entstanden außerdem direkt am Hauptbahnhof in München und Frankfurt, in Paris an der Expo sowie in Wien an der Donauinsel. Standortwahl ist bei Motel One kein Zufall, sondern Kernstrategie.

Das Modell zeigt: Budget-Hotellerie muss nicht billig wirken. Wer konsequent auf Lage und Design setzt statt auf Zimmer-Quadratmeter, kann auch im oberen Preissegment der Budget-Klasse komfortabel wachsen.

Internationalisierung als Wachstumsmotor

Das Unternehmen ist heute in 13 Ländern aktiv. Und der Expansionskurs geht weiter – allerdings selektiv. 2026 stehen bereits acht Eröffnungen an, darunter der Markteintritt in Portugal mit einem Standort in Lissabon sowie weitere Häuser in Wien, Hannover und München.

Neue Märkte 2026 (bislang bestätigt)
  • Portugal/Lissabon – Erstes Haus im Land, Markteintritt 2026
  • Wien – weiterer Standort nach der Donauinsel-Eröffnung 2025
  • Hannover – Ausbau im deutschen Heimatmarkt
  • München – weiterer Standort in der Heimatstadt

Die vertraglich gesicherte Pipeline umfasst 134 Häuser mit rund 38.000 Zimmern – Raum für mehrere Jahre weiteres Wachstum.

Die internationale Expansion folgt dabei dem gleichen Muster wie die Expansionen in Deutschland: erst Hauptstädte und starke Sekundärstädte, dann selektive Verdichtung. Keine Abkürzungen, kein Franchise-Wildwuchs.

The Cloud One Hotels: die zweite Marke gewinnt an Kontur

Parallel zur Kernmarke entwickelt Motel One die Upscale-Linie The Cloud One Hotels weiter. Gestartet in New York City, zählt die Marke inzwischen sieben Standorte. Das Konzept zielt auf ein Segment oberhalb von Motel One – designaffine Stadtreisende, die mehr erwarten als Standardkomfort, aber keine klassischen Luxuspreise zahlen wollen.

Ob The Cloud One das nächste große Kapitel für die Gruppe wird, bleibt abzuwarten. Sieben Häuser reichen noch nicht, um eine Marke wirklich zu etablieren. Aber die Richtung stimmt.

Auszeichnungen und Gästefeedback

Neben den Finanzzahlen sammelt die Gruppe weiter externe Bestätigungen. 2025 gab es zwei Red Dot Awards, dazu Nachhaltigkeits- und Value-Auszeichnungen von DIE WELT, Handelsblatt und YouGov. Die Gästebewertungen halten sich konstant bei 9 von 10 Punkten – ein Wert, den viele Vier-Sterne-Häuser nicht erreichen.

Das Loyalitätsprogramm beOne überschreitet die Zwei-Millionen-Mitglieder-Marke. Für ein Budget-Konzept ist das kein Selbstläufer – Gäste, die loyal werden, müssen einen echten Grund dafür haben.

Was bedeutet das für die Branche?

Motel One ist kein Newcomer mehr, der sich beweisen muss. Das Unternehmen ist inzwischen ein Maßstab dafür, was fokussiertes, konzeptgetreues Wachstum in der Stadthotellerie leisten kann. Wer in der Budget-Design-Kategorie konkurriert – ob Premier Inn, citizenM oder regionale Konzepte – misst sich zwangsläufig an dem, was Motel One in 25 Jahren aufgebaut hat.

Die Milliarde ist kein Endpunkt. Mit 134 vertraglich gesicherten Häusern in der Pipeline und einer zweiten Marke im Aufbau ist klar: Motel One baut weiter. Wer in der Hotellerie arbeitet oder plant, hat dieses Modell verdient genauer auf dem Radar.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie viel Umsatz hat Motel One 2025 gemacht?

Motel One hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt – ein Plus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wie viele Hotels betreibt Motel One aktuell?

Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 betrieb Motel One 104 Hotels mit rund 29.300 Zimmern in 13 Ländern. Die vertraglich gesicherte Pipeline umfasst bereits 134 Häuser.

Was ist The Cloud One Hotels?

The Cloud One Hotels ist die Upscale-Zweitmarke von Motel One. Sie startete in New York City und umfasst inzwischen sieben Standorte weltweit.

Was ist das beOne-Loyalitätsprogramm?

beOne ist das Treueprogramm von Motel One. Es zählt inzwischen mehr als zwei Millionen Mitglieder und gewinnt im Rahmen der Direktbuchungsstrategie zunehmend an Bedeutung.

In welche neuen Märkte expandiert Motel One 2026?

2026 eröffnet Motel One unter anderem ein erstes Hotel in Portugal (Lissabon) sowie weitere Häuser in Wien, Hannover und München – insgesamt acht Eröffnungen sind für das Jahr geplant.
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