Das Wichtigste in Kürze

Der Muttertag ist laut OpenTable der umsatzstärkste Restauranttag des Jahres in Deutschland. 43 Prozent der Deutschen planen 2026 einen Restaurantbesuch – in Berlin sind es sogar 51 Prozent. Gleichzeitig verändert sich das Feierverhalten: Solo-Dining und Ausflüge mit der „Mütter-Community“ gewinnen an Bedeutung.

Muttertag, zweiter Sonntag im Mai – und Deutschlands Restaurants bereiten sich auf ihren stärksten Tag des Jahres vor. Laut einer aktuellen OpenTable-Umfrage planen 43 Prozent der Deutschen, den Tag in einem Restaurant zu feiern. In Berlin steigt dieser Wert auf 51 Prozent, in Frankfurt geben sogar 67 Prozent an, dass ein Restaurantbesuch ein wichtiger Bestandteil des Anlasses ist.

Das ist kein Zufall: 2025 war der Muttertag der meistgebuchte Tag auf OpenTable in Deutschland überhaupt. Und die Zahlen deuten darauf hin, dass 2026 ähnlich aussehen wird.

Große Tische, mehrere Generationen

Wer am Muttertag auswärts isst, tut das selten allein – zumindest noch nicht. Durchschnittlich sechs Personen sitzen gemeinsam am Tisch, über ein Drittel der Feiernden (34 Prozent) bringt mehrere Generationen zusammen. Der Tag funktioniert also auch als Familien-Ankerpunkt, der Oma, Tochter und Enkelin an einen Tisch holt.

Restaurants, die das abbilden können – flexible Tischgrößen, teilbare Gerichte, lärmtolerante Räume – haben an diesem Tag einen klaren Vorteil. OpenTable nennt konkrete Beispiele aus ihrer eigenen Top-50-Brunch-Liste 2026:

  • Levante Mezze Bar & Restaurant (München) – Mezze-Platten zum Teilen, gut für Gruppen
  • Café Paris (Hamburg) – lebendige Atmosphäre, offen für große Tische
  • Hotel Restaurant Wurzelwerk, Werdenfelserei (Garmisch-Partenkirchen) – beliebt für Wochenendausflüge
  • Brasserie Flum (Hamburg) – weiteres Top-Ziel für Übernachtungs-Trips

Solo-Dining und die Mütter-Community: Was sich verändert

Hier wird's interessant für die Branche. 31 Prozent der Mütter und Mutterfiguren erwägen, den Muttertag alleine essen zu gehen. Bei Millennials springt dieser Wert auf 42 Prozent. Und 37 Prozent würden den Tag lieber mit ihrer „Mütter-Community“ verbringen als mit der Familie.

Das klingt zunächst überraschend – ist aber eine logische Konsequenz davon, wie sich das Verhältnis zum eigenen Freiraum verändert hat. Muttertag als Selfcare-Tag, nicht als Pflichttermin mit Schwiegermutter.

Für Restaurants bedeutet das: Wer nur auf Sechser-Tische und Familienmenüs setzt, lässt einen wachsenden Markt liegen. Solo-freundliche Bestuhlung und Zwei-Personen-Optionen sind am Muttertag kein Widerspruch mehr.

Als Beispiele für Solo-freundliche Locations nennt OpenTable das JÓMO Restaurant in Berlin und die Isabella Glutenfreie Pâtisserie in München.

Experiences boomen – +61 Prozent in einem Jahr

Neben dem klassischen Lunch oder Brunch wächst das Interesse an strukturierten Erlebnissen deutlich. Am Muttertag 2025 verzeichnete OpenTable bei sogenannten „Experiences“ – also gebuchten Abendformaten mit besonderem Programm – einen Anstieg von 61 Prozent bei den Buchungen. Restaurants reagierten darauf mit einem Zuwachs von 44 Prozent beim Angebot solcher Formate.

+61 % Buchungen bei Restaurant-Experiences am Muttertag 2025

Was zählt als Experience? Kochkurse, Verkostungsmenüs mit Winzer-Begleitung, Floristen-Workshops vor dem Dinner, Cocktail-Masterclasses – alles, was über das reine Essen hinausgeht. Für Restaurants ist das auch wirtschaftlich attraktiv: höherer Durchschnittsbetrag, bessere Planbarkeit durch Vorauszahlung, weniger No-Shows.

Ausflüge und Übernachtungen: Gen Z denkt größer

40 Prozent aller Deutschen würden zum Muttertag einen Ausflug oder eine Übernachtung in Betracht ziehen. Bei der Generation Z steigt dieser Wert auf 57 Prozent. Für Hotels und Resort-Restaurants mit starker F&B-Komponente ist das ein relevantes Signal: Der Muttertag funktioniert zunehmend als Mini-Reiseanlass, nicht nur als Sonntagsmittagessen.

ZAHLEN & FAKTEN Muttertag 2026 – OpenTable-Umfrage Deutschland
43 %
planen Restaurantbesuch
In Berlin sogar 51 %, in Frankfurt geben 67 % an, Essen gehen sei wichtiger Bestandteil.
Trend steigend
31 %
Mütter erwägen Solo-Dining
Bei Millennials steigt der Wert auf 42 % – Muttertag als Selfcare-Tag gewinnt an Boden.
+61 %
Experiences gebucht (2025)
Buchungen für strukturierte Restaurant-Erlebnisse am Muttertag 2025 vs. Vorjahr laut OpenTable.
Starkes Wachstum
6 Pers.
Durchschn. Tischgröße
34 % feiern multigenerational – Oma bis Enkelin am selben Tisch.
Quelle: OpenTable-Umfrage, Mai 2026 / OpenTable-Plattformdaten 2025

Was das für Restaurants bedeutet

Der Muttertag bleibt der wichtigste Einzeltag im deutschen Restaurantjahr – aber er wird komplexer. Drei verschiedene Gästetypen sitzen jetzt gleichzeitig im Markt:

  • Die Großfamilie mit sechs bis acht Personen, die Jahrzehnte-Tradition pflegt
  • Die Mutter, die mit zwei Freundinnen bruncht und dabei explizit keine Familie dabei haben will
  • Die Millennials-Mutter, die allein reserviert – weil das für sie Entspannung bedeutet

Wer alle drei bedienen will, braucht kein Einheitsformat, sondern kluge Segmentierung: ein Familien-Paket mit Kinderprogramm, ein Zwei-Personen-Brunch-Set und idealerweise eine buchbare Experience für Paare oder Freundinnen-Gruppen.

Der Muttertag war im vergangenen Jahr der wichtigste Tag für Restaurantbesuche in Deutschland – ein Beweis dafür, dass ein Restaurantbesuch im Mittelpunkt der Art zu Feiern steht. Die Dining-Trends für diesen Tag sind jedoch deutlich vielfältiger geworden, von großen Familientischen über Solo-Dining bis hin zu außergewöhnlichen Restaurant-Erlebnissen.

– Lea Stadler, Senior Director of Restaurant Sales and Services, OpenTable Deutschland
Checkliste: So bereitest du dein Restaurant auf den Muttertag vor
  • Frühzeitig Tischgrößen kommunizieren – auch Zwei-Personen-Optionen prominent anbieten
  • Mindestens ein buchbares Experience-Format anbieten (Kochkurs, Tasting, Workshop)
  • Solo-Dining aktiv willkommen heißen – Tische an der Bar oder Fensterplätze kommunizieren
  • Vorauszahlung oder Anzahlung bei Gruppen ab vier Personen einfordern (No-Show-Schutz)
  • Außenkarte oder Sondermenü früh auf der Website und bei OpenTable publizieren
  • Nachfass-Mail oder Gutschein für Wiederbesuch innerhalb von 30 Tagen vorbereiten

Muttertag-Gäste kommen oft nur einmal im Jahr – aber Stadler bringt es treffend auf den Punkt: Wer an diesem Tag überzeugt, hat die Chance, aus Einmal-Gästen Stammgäste zu machen. Das gelingt nicht über das Menü allein, sondern über den Gesamteindruck: Atmosphäre, Service, das Gefühl, dass der Tag wirklich besonders war.

HÄUFIGE FRAGEN

Wann ist Muttertag 2026 in Deutschland?

Muttertag wird in Deutschland am zweiten Sonntag im Mai gefeiert – 2026 fällt er auf den 10. Mai.

Wie viele Deutsche gehen zum Muttertag ins Restaurant?

Laut einer OpenTable-Umfrage planen 43 Prozent der Deutschen 2026 einen Restaurantbesuch zum Muttertag. In Berlin sind es sogar 51 Prozent, in Frankfurt geben 67 Prozent an, dass Essen gehen ein wichtiger Bestandteil des Tages ist.

Warum ist Solo-Dining am Muttertag ein wachsender Trend?

31 Prozent der Mütter und Mutterfiguren erwägen, am Muttertag alleine essen zu gehen – bei Millennials sogar 42 Prozent. Der Hintergrund: Viele Mütter nutzen den Tag bewusst als Selfcare-Moment ohne familiäre Verpflichtungen.

Was sind Restaurant-Experiences und warum boomen sie am Muttertag?

Experiences sind buchbare Formate über das reine Essen hinaus – etwa Kochkurse, Tastings oder Workshop-Dinners. Am Muttertag 2025 stiegen die Buchungen solcher Formate laut OpenTable um 61 Prozent, das Angebot der Restaurants wuchs um 44 Prozent.

Wie groß sind die Gruppen, die am Muttertag ins Restaurant gehen?

Durchschnittlich feiern sechs Personen gemeinsam am Tisch. Über ein Drittel (34 Prozent) bringt dabei mehrere Generationen zusammen – von der Großmutter bis zur Enkelin.
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