Pierre Chidiac übernimmt die Leitung von Capella Nanjing, das Anfang 2027 eröffnet. Der Franzose bringt über 15 Jahre Erfahrung in der chinesischen Hotellerie mit – zuletzt als General Manager beim MGallery Hotel Collection in Nanjing. Das Haus mit 185 Zimmern und 30 Heritage Suites entsteht nach Plänen von David Chipperfield Architects Shanghai.
Pierre Chidiac kennt Nanjing. Als er zuletzt das MGallery-Haus in der Stadt führte, lag Capella Nanjing noch auf dem Reißbrett. Jetzt wechselt er die Seiten – und verantwortet die Eröffnung eines der am meisten erwarteten Luxushotels Chinas in den nächsten zwei Jahren.
Capella Hotel Group hat Chidiac als General Manager für das neue Haus bestätigt. Der Vatel-Absolvent (Jahrgang 2008) spricht fließend Mandarin und arbeitete zuvor in Führungspositionen bei Sofitel und Raffles in China.
Ein Haus zwischen Geschichte und Garten
Capella Nanjing entsteht in Meiyuan Village, einem Viertel mit mehr als 1.800 Jahren Geschichte. Direkt an der Changjiang Road gelegen, erreichen Gäste den Präsidentenpalast zu Fuß. Das Projekt verbindet Denkmalschutz mit zeitgenössischer Architektur: David Chipperfield Architects Shanghai hat den Entwurf verantwortet.
Chidiac: Lokal verwurzelt, international ausgebildet
Was Chidiac für diese Rolle qualifiziert, ist nicht nur seine Karriereliste. Er hat über 15 Jahre in China gearbeitet, spricht fließend Mandarin und kennt den Nanjinger Markt aus dem Betrieb des MGallery-Hauses in der Stadt. Davor: Sofitel und Raffles, beide in China.
- Ausbildung am Institut Vatel, Abschluss 2008
- Führungsrollen bei Sofitel und Raffles in China
- General Manager, MGallery Hotel Collection Nanjing (zuletzt)
- General Manager, Capella Nanjing (ab sofort, Eröffnung Anfang 2027)
Capella setzt bei der Personalwahl auf jemanden, der den chinesischen Gast versteht – kein unwichtiger Punkt für ein Haus, das im Luxussegment konkurriert. Nanjing ist keine touristische Durchreisestation, sondern eine Stadt mit starker Binnennachfrage und wachsendem Outbound-Geschäft.
Capellas dritter Akt in China
Mit Nanjing schreibt Capella sein China-Kapitel weiter. Das erste Haus war Capella Shanghai, es folgte Capella Tufu Bay. Nanjing ist Nummer drei – und das konzeptionell anspruchsvollste Projekt der drei.
Das Architektur-Konzept von David Chipperfield ist kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern eine Einwebung in die historische Substanz von Meiyuan Village. Die 30 Heritage Suites entstehen in bestehenden Gebäuden, der 360 Jahre alte Ginkgo-Baum bleibt erhalten und wird zum räumlichen Mittelpunkt der Gartenanlage. Das „Living Room“-Konzept – Capellas hauseigene Bezeichnung für den zentralen Gesellschaftsraum jedes Hauses – soll Gäste und Viertel zusammenbringen.
Was das für die Branche bedeutet
Personalentscheidungen wie diese lassen sich als Stimmungsbarometer lesen. Wer als Gruppe einen erfahrenen Marktkenner mit Nanjing-Spezifika für ein noch nicht eröffnetes Haus verpflichtet, signalisiert: Der Zeitplan steht, der Betrieb wird ernst genommen, und man will nicht erst nach der Eröffnung ins operative Tun kommen.
Für Fachkräfte in der Luxushotellerie Chinas ist Capella Nanjing ein Haus, das man im Blick behalten sollte. Stellenausschreibungen dürften in den nächsten Monaten folgen, wenn der operative Aufbau beginnt.

