Die Repeat-Rate (auch Wiederkehr-Quote) misst den Anteil der Gäste, die innerhalb eines Zeitraums mehr als einmal im Hotel übernachtet haben. Sie ist die wichtigste Kennzahl für die Loyalty- und Beziehungs-Qualität — ein Indikator dafür, wie stark sich der Gast ans Haus bindet. Zusammen mit dem CLV ist die Repeat-Rate die Steuergröße jeder ernsthaften Loyalty- und CRM-Strategie.

Formel und Berechnung

Repeat-Rate in Prozent = (Anzahl Gäste mit 2+ Aufenthalten / Gesamt-Gast-Anzahl) × 100

Berechnungs-Zeitraum typisch 12 oder 24 Monate. Definition Gast: über Mailadresse oder Loyalty-ID identifiziert. Bei OTA-vermittelten Gästen muss die ID-Auflösung sorgfältig erfolgen — ohne saubere Profil-Konsolidierung im CRM landen wiederkehrende Gäste oft als zwei getrennte Profile in der Auswertung.

Beispiel-Rechnung

Ein Boutique-Hotel hatte im Jahr 2025 insgesamt 4.200 individuelle Gäste, davon 1.260 mit 2 oder mehr Aufenthalten. Repeat-Rate = (1.260 / 4.200) × 100 = 30 %. Das ist ein guter Wert für DACH-Boutique-Hotellerie.

Benchmark-Werte 2026

Stadthotellerie Mid-Scale: Repeat-Rate 15-30 Prozent (Geschäfts-Reisen-Schwerpunkt erhöht den Wert). Resort und Wellness: 25-50 Prozent (starke Bindung über Wellness-Erlebnis). Boutique mit klarer Marken-Identität: 30-55 Prozent. Konzern-Loyalty-Member: 50-70 Prozent unter Member, deutlich niedriger bei Non-Member. Werte unter 15 Prozent sind ein Indikator für schwaches Beziehungs-Management oder fehlende CRM-Aktivität.

Hotel-Praxis und Steuerungs-Hebel

Die Repeat-Rate wird operativ über drei Kanäle gehoben: Service-Qualität beim ersten Aufenthalt (Reputation und Bewertungs-Score korrelieren stark mit Wiederkehr), Pre-Stay- und Post-Stay-Kommunikation über das CRM (personalisierte Mailings, Geburtstags-Trigger, Anlass-Reminder), Loyalty-Programme mit sichtbaren Benefits (Status-Tiers, Member-Preise, exklusive Events).

Voraussetzung für CRM-getriebene Repeat-Rate-Steigerung: saubere Profil-Konsolidierung. Wer Mailadressen unzuverlässig erfasst oder OTA-Gäste nicht zu Direct-Member-Profilen wandelt, verliert die Repeat-Aussteuerungs-Chance.

Verwandte KPIs

CLV (CLV steigt linear mit Repeat-Rate), Direct-Booking-Quote (Repeat-Gäste buchen häufiger direkt), Average Review Score (gute Bewertungen korrelieren mit Wiederkehr). Übersicht im Hotel-KPI-Hub.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie wird die Repeat-Rate berechnet?

Die Repeat-Rate wird berechnet, indem man die Anzahl der Gäste mit 2 oder mehr Aufenthalten durch die Gesamtzahl der Gäste dividiert und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Der typische Berechnungszeitraum beträgt 12 bis 24 Monate, und Gäste werden über Mailadresse oder Loyalty-ID identifiziert.

Welche Repeat-Rate ist ein guter Wert?

Die Benchmark-Werte variieren je nach Hoteltyp: Stadthotellerie erreicht typisch 15-30 Prozent, Wellness-Resorts 25-50 Prozent und spezialisierte Boutique-Hotels 30-55 Prozent. Werte unter 15 Prozent deuten auf schwaches Beziehungsmanagement hin.

Wie lässt sich die Repeat-Rate praktisch erhöhen?

Die Repeat-Rate wird durch drei Hebel gesteigert: hohe Service-Qualität beim ersten Aufenthalt, personalisierte Pre- und Post-Stay-Kommunikation via CRM sowie attraktive Loyalty-Programme mit sichtbaren Benefits wie Status-Tiers und Spezialpreisen.

Warum ist eine saubere Profil-Konsolidierung wichtig?

Ohne zuverlässige Datenerfassung und Konsolidierung von OTA-Gästen in Direct-Profilen werden wiederkehrende Gäste als separate Profile erfasst, was zu fehlerhaften Auswertungen und verpassten CRM-Steuerungschancen führt.

Welche KPIs sind mit der Repeat-Rate verbunden?

Die Repeat-Rate korreliert direkt mit dem CLV (Customer Lifetime Value), der Direct-Booking-Quote und dem durchschnittlichen Bewertungs-Score. Gute Bewertungen und wiederholte Buchungen verstärken sich gegenseitig.
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