Nina und Matthias Kienzle übernehmen das Sunneschlössli im Tannheimer Tal in Tirol. Das Boutique-Apartmenthaus führen sie als Familienbetrieb weiter. Ihr Hintergrund: Beide kommen vom Gut Steinbach, einem bekannten Landhotel in Bayern.
Ein Wechsel, der aufhorchen lässt: Nina und Matthias Kienzle verlassen das Gut Steinbach und starten im Tannheimer Tal neu. Ihr Ziel ist das Sunneschlössli – ein Boutique-Apartmenthaus, das sie als Familienbetrieb in die Zukunft führen wollen.
Vom bayerischen Landgut ins Tiroler Hochtal
Das Tannheimer Tal liegt auf rund 1.100 Metern Höhe in Tirol, direkt an der Grenze zu Bayern – und gilt als eine der bekanntesten Wanderregionen Österreichs. Das Wandermagazin kürte das Tal 2019 zur schönsten Wanderregion Österreichs. Wer hier ein Boutique-Haus übernimmt, setzt auf ein Publikum, das Naturerlebnis und persönliche Atmosphäre über Kettenhotellerie stellt.
Genau das ist das Versprechen, das Kienzles mit dem Sunneschlössli einlösen wollen. Statt anonymer Hotelstruktur: Familienbetrieb, direkter Kontakt, eigene Handschrift. Ein Konzept, das im alpinen Tourismus gerade wieder an Fahrt gewinnt – nicht zuletzt weil Gäste nach der Pandemie zunehmend auf überschaubare Häuser mit echter Persönlichkeit setzen.
- Lage: Tannheimer Tal, Tirol (Österreich), ca. 1.100 m Höhe
- Typ: Boutique-Apartmenthaus
- Neue Betreiber: Nina und Matthias Kienzle (zuvor Gut Steinbach, Bayern)
- Betriebsform: Familienbetrieb
- Region: 2019 vom Wandermagazin zur schönsten Wanderregion Österreichs gewählt
Was Familienbetriebe in dieser Region besonders macht
Das Tannheimer Tal zieht vor allem Gäste an, die Ruhe, Bergluft und direkte Gastfreundschaft suchen. Die Infrastruktur ist überschaubar, die Konkurrenz durch große Hotelketten gering. Für Familienbetriebe wie das Sunneschlössli ist das ein echter Vorteil.
Boutique-Apartmenthäuser in alpinen Lagen funktionieren anders als klassische Hotels: Gäste buchen längere Aufenthalte, kochen teilweise selbst, wollen aber trotzdem den persönlichen Kontakt zu den Gastgebern. Das stellt neue Betreiber vor eine spezifische Herausforderung – gleichzeitig ist es genau das, was treue Stammgäste bindet.
- Boutique-Konzept: wenig Zimmer, hohe Aufmerksamkeit pro Gast
- Appartement-Struktur: längere Aufenthalte, höhere Auslastung in Schulferienzeiten
- Familienbetrieb: keine externe Managementebene, direktes Gespräch mit den Eigentümern
- Lage im Tannheimer Tal: starke Sommer- und Wintersaison durch Wandern und Skifahren
Warum Hotelübernahmen gerade ein Thema sind
In der alpinen Hotellerie stehen in den nächsten Jahren viele Übergaben an. Viele Eigentümer-Familien finden keinen Nachfolger aus den eigenen Reihen – und suchen externe Übernehmer mit Gastro- oder Hotellerie-Erfahrung. Kienzles bringen diese Erfahrung vom Gut Steinbach mit. Das ist kein schlechter Start.
Der Trend geht klar weg von anonymen Appartement-Komplexen hin zu inhabergeführten Häusern mit Konzept und Gesicht. Gäste wollen wissen, wer hinter dem Haus steckt – und warum dieser Mensch dieses Haus betreibt. Eine Geschichte wie die von Kienzles – Wechsel vom etablierten Betrieb in ein neues Projekt – ist genau das, was Gäste heute interessiert und was sich in Bewertungen und Weiterempfehlungen niederschlägt.
Das Tannheimer Tal als Standort
Das Tal liegt rund 15 Kilometer von der Bundesstraße B 310 entfernt, erreichbar über die Autobahn A7 Ausfahrt Oy-Mittelberg. Die Lage ist bewusst abseits: keine Durchgangsstraße, keine Massentouristik. Wer kommt, kommt gezielt. Das Einzugsgebiet reicht bis München und Stuttgart – ein kurzer Wochenend-Trip ist möglich, der Charakter aber eher auf Urlaubswochen ausgelegt.
Neben Wandern und Skifahren bietet das Tal Klettern, Mountainbiken, Paragliding und im Winter Langlauf. Für ein Boutique-Apartmenthaus ist das ein guter Rahmen: Gäste sind tagsüber aktiv und brauchen abends vor allem Ruhe, ein gutes Bett und einen gastfreundlichen Empfang.

