Im April 2026 lagen Restaurant- und Hotelpreise in vielen südeuropäischen Ländern klar unter deutschem Niveau. Am stärksten fiel der Unterschied laut Destatis in Nordmazedonien (-52 %) und Bulgarien (-47 %) aus.
Für Reisende heißt das: Süden bleibt für viele Trips preislich attraktiv. In Kroatien und Italien wird es zwar teurer als in anderen Urlaubsländern, aber auch dort lagen die Preise noch unter Deutschland.
Wo der Preisabstand am größten ist
Destatis hat für April 2026 die Preise für Gaststättenbesuche und Hotelaufenthalte in Europa verglichen. Nordmazedonien lag mit -52 % unter Deutschland an der Spitze, dicht gefolgt von Bulgarien mit -47 %. Montenegro kam auf -39 %, Portugal auf -30 % und Spanien auf -22 %.
Auch Malta (-20 %), Zypern (-19 %) und Griechenland (-18 %) lagen deutlich unter dem deutschen Preisniveau. Das ist für den Städtetrip, den Sommerurlaub oder die Rundreise ziemlich relevant. Denn genau diese Kombination aus Essen gehen und Übernachten frisst unterwegs oft den größten Teil des Budgets.
Preisvergleich auf einen Blick
- Nordmazedonien
- -52 %
- Bulgarien
- -47 %
- Spanien
- -22 %
- Kroatien
- -9 %
Was das für Reisende bedeutet
Der Preisunterschied zeigt vor allem eins: Deutschland gehört bei Restaurant- und Hoteldienstleistungen nicht zu den billigsten Zielen. Wer im Süden Europas bucht, bekommt bei vielen Ländern mehr Luft im Budget. Das gilt laut Destatis besonders für Länder auf dem Balkan und in Teilen der iberischen Halbinsel.
Für diese Länder lohnt der Blick besonders
- Nordmazedonien und Bulgarien: die niedrigsten Werte im Vergleich.
- Montenegro, Portugal und Spanien: klar unter Deutschland, aber nicht am Extrem.
- Griechenland, Zypern und Malta: ebenfalls günstiger als hierzulande.
Die Werte beziehen sich auf Restaurant- und Hoteldienstleistungen im Vergleich zu Deutschland. Laut Destatis stand Deutschland dabei bei 100 Euro als Referenz. Spanien kam auf 78 Euro, wenn dieselbe Leistung dort 22 % günstiger ausfällt.
Warum die Zahlen überhaupt vergleichbar sind
Die Statistik beruht auf Kaufkraftparitäten, die Eurostat ermittelt. Destatis nutzt diese Basis für den internationalen Preisvergleich. So entsteht ein realistischerer Blick auf die Kosten als bei einer reinen Währungsumrechnung.
Für die Reiseplanung ist das nützlich. Denn ein Hotelzimmer in Athen, ein Abendessen in Lissabon oder ein Kaffee auf Mallorca wirken im Alltag anders auf dein Budget als ein Zimmer oder ein Essen in München, Berlin oder Hamburg.
Wo es trotz Süden nicht billig wird
Ganz unten im Preisranking der südeuropäischen Ziele landen Kroatien und Italien nicht. Trotzdem lagen die Preise dort noch 9 % beziehungsweise 2 % unter dem deutschen Niveau. Das ist knapp, aber eben immer noch günstiger. Für viele Gäste zählt am Ende genau dieser Unterschied.
Der Blick auf die Nachbarn
Spannend ist auch der Vergleich mit Deutschlands Nachbarstaaten. Tschechien lag 30 % unter Deutschland, Polen 12 % und Frankreich 4 %. Teurer wurde es in Österreich (+1 %), Belgien (+13 %) und den Niederlanden (+14 %). Am weitesten weg vom deutschen Niveau lagen die Schweiz (+49 %) und Dänemark (+29 %).

