Das Wichtigste in Kürze

Bei Skift Data + AI Summit 2026 drehte sich der Beitrag von Expedia Group um eine simple, aber harte Frage: Wann baust du KI selbst, wann kaufst du sie ein, wann holst du dir einen Partner dazu? Laut Skift geht es dabei vor allem um Kundendaten und Vertrauen.

Im Zentrum stand Shilpa Ranganathan, Chief Product Officer bei Expedia Group. Sie führt bei Expedia Produkt und Design global und ordnet KI entlang einer Grenze ein, die in vielen Travel-Teams gern weichgezeichnet wird: Berührt die Lösung sensible Kundendaten oder nicht?

Worum es bei der Session ging

Skift beschreibt die Session mit Expedia Group als Teil des Skift Data + AI Summit 2026. Der Fokus lag auf dem Entscheidungsrahmen für KI-Projekte in Travel, also auf der Frage, ob ein Unternehmen eine Funktion intern entwickelt, einkauft oder über einen Partner abbildet.

Das ist kein akademisches Thema. Es entscheidet über Tempo, Kosten und Kontrolle. Und im Travel-Bereich eben auch darüber, wer an welche Daten kommt.

Warum Kundendaten den Ausschlag geben

Der von Skift zitierte Rahmen von Ranganathan setzt dort an, wo viele Produktteams nervös werden: bei Vertrauen. Wenn eine KI-Funktion direkt auf personenbezogene Daten, Buchungshistorien oder Präferenzen zugreift, steigt die Messlatte. Dann zählt nicht nur, ob das Tool gut funktioniert, sondern auch, ob du es sauber absichern kannst.

Darauf solltest du bei Build, Buy oder Partner achten

1. Greift die Lösung auf Kundendaten zu?
2. Entscheidet sie direkt über Preise, Inhalte oder Service?
3. Kannst du Transparenz, Freigaben und Kontrolle im eigenen Haus halten?
4. Gibt es einen klaren Business-Case für Eigenentwicklung statt Zukauf?

Was das für Hotels, OTAs und Reiseanbieter heißt

Die Logik aus dem Expedia-Umfeld lässt sich leicht auf andere Teile der Branche übertragen. Wer ein CRM, ein PMS oder ein Gästekommunikations-Tool auswählt, stellt sich dieselbe Frage: Liegt der Kernwert in der Software selbst oder in den Daten, die dadurch bewegt werden?

  • Bei standardisierten Aufgaben spricht oft viel für Zukauf.
  • Bei Funktionen mit direktem Kundenzugriff wird Eigenkontrolle wichtiger.
  • Bei komplexen Setups kann ein Partner den schnelleren Weg liefern.

Genau deshalb wirkt der Rahmen so brauchbar. Er zwingt Teams dazu, nicht nach Bauchgefühl zu entscheiden, sondern nach Risiko und Nutzen.

Wo Expedia inhaltlich ansetzt

Die Zusatzinfos zum Summit nennen Expedia Group als eines der prägenden Unternehmen im Programm. Dazu kommen weitere Namen aus dem Travel-Ökosystem wie American Express Global Business Travel, Mews und TUI Group. Das zeigt: Die Debatte läuft nicht nur zwischen Tech-Leuten, sondern quer durch Vertrieb, Betrieb und Finanzierung.

Auch der Kontext des Events passt dazu. Skift positioniert die Konferenz als Treffpunkt für Daten- und KI-Verantwortliche, die an Verbraucherverhalten, operativer Effizienz und Personalisierung arbeiten. Genau dort prallen derzeit die spannendsten Fragen auf.

Der Satz „Build versus buy“ klingt harmlos. In der Praxis geht es oft um die Kontrolle über den direkten Draht zum Gast.

Was du aus der Debatte mitnehmen kannst

Wenn du gerade eine KI-Roadmap planst, dann fang nicht mit dem Tool an. Fang mit der Frage an, ob die Funktion sensibel ist. Erst danach kommt die Wahl zwischen intern bauen, einkaufen oder zusammenarbeiten.

Das spart Zeit. Und es verhindert, dass du eine glänzende Lösung einführst, die bei Datenschutz, Vertrauen oder Governance sofort aus dem Takt gerät.


Kernfrage: Wer kontrolliert die Kundendaten, wenn die KI entscheidet?

HÄUFIGE FRAGEN

Worum ging es bei der Expedia-Session auf dem Skift Summit?

Um die Frage, wann Travel-Unternehmen KI selbst bauen, wann sie kaufen und wann sie Partner einbinden sollten.

Warum spielt Kundendatenvertrauen dabei so eine große Rolle?

Weil KI im Travel-Bereich oft direkt auf sensible Gästedaten, Buchungen und Präferenzen zugreift. Dann zählt nicht nur die Funktion, sondern auch Kontrolle und Absicherung.

Für wen ist dieser Entscheidungsrahmen relevant?

Für Hotels, OTAs, Reiseanbieter und Tech-Teams, die über CRM, PMS, Personalisierung oder Gästekommunikation entscheiden.

Was ist der wichtigste erste Schritt bei einer KI-Roadmap?

Nicht mit dem Tool starten, sondern prüfen, ob die geplante Funktion sensible Kundendaten berührt.
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