Der Skift Data + AI Summit findet am 3. Juni 2026 in New York City statt. Auf der Bühne stehen Vertreter von Hilton, Marriott, IHG, Booking.com, Expedia und Google Cloud – mit einer ungewöhnlichen Prämisse: Kein Konsens, keine Erfolgsgeschichten, sondern fünf echte Spannungsfelder, bei denen die Branche noch keine Antworten hat.
„Everyone in this room has a strategy for AI. Whether it's working is another issue.“ So eröffnet Skift-CEO Rafat Ali das Programm des diesjährigen Summits. Der Satz trifft einen wunden Punkt: Präsentationen mit KI-Strategien füllen inzwischen jeden Konferenzraum. Was fehlt, sind Entscheidungen unter Unsicherheit.
Genau dort setzt das Format des Summits an. Jede Session ist nicht um ein Thema herum gebaut, sondern um eine konkrete Entscheidung. Die Moderatoren benennen die Spannung, die das Publikum gerade selbst erlebt – und holen aus den Speakern heraus, was diese darüber wirklich denken.
Drei Akte, ein roter Faden
Das Programm gliedert sich in drei Blöcke, die aufeinander aufbauen:
- Act I – Build the Stack: Was braucht KI wirklich in Produktion – und hält die bestehende Infrastruktur das aus?
- Act II – Run the Business: Was bricht, wenn ein Pilot auf eine echte Organisation trifft – und wer trägt die Verantwortung?
- Act III – Drive the P&L: Wo zeigt sich KI tatsächlich in Umsatz und Kosten – und kannst du den Unterschied messen?
Durch alle drei Akte ziehen sich dieselben Grundfragen: Pilot vs. Produktion, Tempo vs. Vertrauen, Bauen vs. Kaufen. Dass diese Fragen von Unternehmen mit unterschiedlichen Reifegrade unterschiedlich beantwortet werden, ist laut Skift kein Problem – sondern das eigentliche Lernformat.
- Hilton – Session: „The Stack You Have Won't Scale What You're Building“ (9:30 Uhr)
- Marriott + Google Cloud – „How Are Leaders Using AI to Solve Real-World Problems?“ (10:10 Uhr)
- Expedia – „What to Scale, What to Stop, and Who Decides?“ (12:15 Uhr)
- IHG + Evolve – „The Scaling Decision Nobody Warned You About“ (1:45 Uhr)
- Booking.com – AMA: „Running AI Like Infrastructure“ (3:40 Uhr)
- Amex GBT + TUI – „The AI Ownership Problem Nobody Has Solved Yet“ (2:50 Uhr)
Die fünf Spannungsfelder im Überblick
Skift hat vorab fünf konkrete Spannungsfelder benannt, die den Tag strukturieren. Alle fünf haben eines gemeinsam: keine einfache Antwort.
1. KI-Strategie vs. KI-Realität
Die meisten Unternehmen sind auf den Folien weiter als in der Produktion. Die Lücke zwischen Slide Deck und tatsächlichem Deployment ist groß – und genau dort liegen die echten Entscheidungen. Das ist nicht neu, aber die Bereitschaft, es offen zuzugeben, ist es.
2. Tempo vs. Vertrauen
Wer schnell deployt, riskiert Fehler, die Vertrauen kosten – bei Gästen, bei Mitarbeitern, bei Partnern. Wer wartet, verliert Boden gegenüber denen, die schon in Produktion sind. Diese Abwägung beschäftigt Hotellerie und Reisebranche derzeit mehr als jede andere.
3. Pilotprojekte vs. skalierbare Systeme
Piloten laufen gut. Sie sind klein, kontrolliert, gut dokumentiert. Was passiert, wenn derselbe Use Case auf 500 Hotels ausgerollt werden soll? Wer entscheidet, was weiterlebt und was gestoppt wird? IHG und Evolve adressieren genau das in ihrem gemeinsamen Panel.
4. Sichtbarkeit in einer KI-zuerst-Welt
Wenn Reisende zunehmend über KI-Agenten buchen statt über klassische Suchanfragen, verlieren Hotels die Kontrolle über ihre eigene Darstellung. Curacity diskutiert in einem Brand Talk, wie Hotels in dieser Welt überhaupt noch sichtbar bleiben.
5. Eigentümerschaft von KI-Entscheidungen
„The AI Ownership Problem Nobody Has Solved Yet“ – Amex Global Business Travel und TUI teilen sich diesen Slot. Die Frage dahinter: Wer haftet, wenn ein KI-System eine falsche Entscheidung trifft? Wer darf das System überhaupt verändern? Und wie verteilt sich das in großen, internationalen Organisationen?
Was das Format anders macht
Branchenevents für KI-Themen gibt es derzeit zu viele. Was den Skift Summit von den meisten abhebt: Kein Panel soll zu einem Konsens kommen. Reibung ist beabsichtigt. Wer nach New York fährt und erwartet, mit klaren Antworten nach Hause zu gehen, ist falsch. Wer nach besseren Fragen sucht, ist richtig.
Das passt zur aktuellen Lage in der Hotellerie: KI-Entscheidungen werden gerade unter echter Unsicherheit getroffen – bei Kosten, bei Datenschutz, bei Mitarbeiter-Akzeptanz. Wer dort auf Gewissheit wartet, trifft gar keine Entscheidung mehr.
Wer sollte hingehen?
- Revenue-Manager und Digital-Leads, die KI-Projekte verantworten oder pitchen müssen
- IT-Entscheider in Hotels und Ketten, die zwischen Build und Buy abwägen
- Marketingverantwortliche, die verstehen wollen, wie Sichtbarkeit in KI-Suchoberflächen funktioniert
- Strategen bei Reiseveranstaltern und OTAs, die Distributions-Risiken einschätzen wollen
- Führungskräfte, die intern für KI-Budget argumentieren müssen – und echte Zahlen brauchen
Der Summit findet am 3. Juni 2026 in New York City statt. Tickets und das vollständige Programm gibt es direkt über skift.com.


