Küchentechniken von A bis Z

Arrosieren, bardieren, tournieren — die Fachbegriffe der Küche, erklärt in der Sprache, in der sie in der Brigade tatsächlich benutzt werden.

18 Begriffe

Arrosieren

Uebergiessen eines Braten-oder-Schmorstueckes wahrend des Garens mit dem ausgetretenen Fond oder Bratfond. Aus dem Franzoesischen arroser (begiessen). Haelt die Oberflaeche saftig, verstaerkt die Aromen-Intensitaet der Kruste, foerdert gleichmaessiges Braeunen.

Praxis

Klassisch alle 15 bis 20 Minuten mit einem Loeffel oder einer Bratspritze. Bei grossen Stuecken (ganze Ente, Lammkeule, ganzer Fisch) drei bis vier Mal pro Stunde. In der Sternekueche oft ersetzt durch Sous-vide-Garen plus kurzes Anbraten am Ende — arrosieren bleibt klassisches Ritual im Braten-Segment.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Arrosieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Arrosieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Bain-Marie

Wasserbad — entweder als Kochtechnik (Schokolade schmelzen, Pudding stocken lassen) oder als Warmhaltevorrichtung für fertige Saucen und Eintopfgerichte. Die schonende Indirekt-Waerme verhindert das Anbrennen und erlaubt praezise Temperaturhaltung unter dem Siedepunkt.

Praxis

Warmhalte-Bain-Marie laeuft bei 75 bis 85 Grad (über HACCP-Mindesttemperatur), Gar-Bain-Marie bei 60 bis 70 Grad. Im Profikonzept häufig im Pass als eingebautes System, in der Event-Küche als mobile Gastronorm-Behaelter im Wasserbehaelter. Die Wasserzufuhr wird über einen Schwimmer oder manuell nachgefuellt — nie leerlaufen lassen (Geraeteschaden).

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Bain-Marie Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Bain-Marie als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

Bardieren

Umwickeln eines mageren Fleischstuecks (typisch Filet, Gefluegel) mit Speck oder Schweinebauch vor dem Garen. Der Fettgehalt des Specks schuetzt das Mager-Fleisch vor dem Austrocknen im Ofen oder Braeter und sorgt für Aromatik durch das Auslassen wahrend des Garens.

Praxis

Bardierspeck — duenn geschnittener Speck, oft in der Profi-Küche selbst zubereitet — wird mit Kuechengarn um das Fleischstueck fixiert. Nach dem Garen wird der Speck oft entfernt oder mitgegessen. Technik ueberlebt vor allem im klassischen Upscale-Segment (Rinderfilet Wellington) und in der Wildkueche. In der modernen Fleischqualitaet (Dry Aged, Wagyu) seltener noetig.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Bardieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Bardieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Blanchieren

Kurzes Aufkochen in sprudelndem Salzwasser, gefolgt von sofortigem Abschrecken in Eiswasser. Ziel: Gemuese bissfest garen, Farbe fixieren, Enzymaktivitaet stoppen. Standardmethode der professionellen Küche für Mise en Place und Vorkocharbeit — das blanchierte Gemuese wird im Service nur noch regeneriert, nicht neu gegart.

Praxis

Wasser-zu-Gemuese-Verhaeltnis mindestens 4 zu 1, Salzgehalt etwa 10 Gramm pro Liter. Garzeit je nach Produkt 30 Sekunden (Spinat) bis 4 Minuten (Blumenkohlroeschen). Das Eiswasser muss tief und grosszuegig dimensioniert sein, sonst bricht die Farbstabilisierung.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Blanchieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Blanchieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Bouillon

Klare, entfettete Fleisch-oder-Gemuesebruehe — Grundlage zahlreicher Suppen, Saucen und Risotti. Im Unterschied zum Fond ist die Bouillon die servierfertige Suppe: gewuerzt, abgeschmeckt, häufig mit Einlage. Der Fond ist die konzentrierte, ungewuerzte Küche-Basis.

Herstellung

Ansatz aus Fleisch, Knochen und Wurzelgemuese, mit kaltem Wasser aufgesetzt, langsam erhitzt, mehrere Stunden ziehen gelassen (Rind 4 bis 6 Stunden, Huhn 2 bis 3 Stunden, Gemuese 45 bis 60 Minuten). Entscheidend: nicht kochen, sondern ziehen — sonst wird die Bruehe truebe. Entfetten erfolgt über Nacht im Kuehlschrank, das erstarrte Fett wird abgenommen.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Bouillon Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Bouillon als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Bridieren

Binden von Gefluegel mit Kuechengarn, damit die Brust kompakt und die Beine am Koerper angelegt bleiben. Aus dem Franzoesischen brider (zuegeln, binden). Ziel: gleichmaessige Form, schnellere und gleichmaessigere Garung im Ofen oder Braeter, saubere Anrichtung am Teller.

Praxis

Klassische Technik mit vier bis sechs Schlaufen: Brust fixieren, Fluegel an den Koerper ziehen, Beine ans Brustende binden. In der modernen Profi-Küche durch Vakuum-Sous-vide-Techniken oder aufwendigere Anrichte-Stile teilweise ueberholt, im Luxus-Restaurant und bei ganzer Ente oder Truthahn weiterhin Standard.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Bridieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Bridieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Filetieren

Herausloesen des Filets aus Gräten (Fisch), Knochen (Fleisch) oder der Schale (Zitrusfruchte). Grundtechnik der Profi-Küche, die in der Ausbildung zum Koch intensiv trainiert wird. Bei Fisch werden mit einem Filetiermesser (dünne, flexible Klinge) die Filets vom Rueckgrat getrennt; bei Fleisch mit dem Ausbeinmesser.

Praxis

Fisch-Filetieren am Gueridon ist Teil des klassischen franzoesischen Services im Upscale-Restaurant: der ganze Fisch wird am Tisch gezeigt, dann vom Maitre oder Chef de rang in Filets geloest. Die Technik unterscheidet sich nach Fischart (Plattfisch versus Rundfisch). Gute Filetierpraxis verliert nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des Fleisches am Skelett.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Filetieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Filetieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Flambieren

Ueberglagen eines heissen Gerichts mit hochprozentiger Spirituose und Anzuenden der Alkoholdaempfe. Zwei Ziele: aromatische Verdampfung (Alkohol verschwindet, Aromastoffe bleiben) und visueller Effekt am Tisch. Klassische Flambier-Gerichte: Crepes Suzette, Steak au Poivre, Bananas Foster, Kirschen Jubilee.

Praxis

Am Gueridon flambieren ist ein Service-Ritual des Upscale-Segments. Sicherheit: Abstand zu Vorhaengen und Gast, keine Kleidung mit offenen Aermeln, Feuerdecke in Reichweite. Spirituose über 40 Volumenprozent (Cognac, Rum, Calvados), Flasche nach dem Eingiessen weit vom Feuer halten. Die Flamme muss vollstaendig abbrennen, bevor serviert wird.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Flambieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Flambieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Garnieren

Ausschmuecken einer Speise oder eines Getraenks mit zusaetzlichen Elementen — oft essbar, visuell wirkungsvoll. Aus dem Franzoesischen garnir (ausruesten). Im Dessertbereich Beerensorten und Minzblaetter, in der Küche Kraeuter, Mikrogreens, essbare Blueten, in der Bar Zitronen-Zeste, Obst-Scheiben, Cocktailkirschen.

Praxis

Die Kunst des Garnierens folgt Balance-Prinzipien: Farbkontrast, Hoehe, Textur-Abwechslung. Die Garnierung darf das Hauptprodukt nicht ueberfrachten oder verstecken. Moderne Fine-Dining-Küche arbeitet mit pinzettengenauer Platzierung, traditionelle Hotel-Küche mit grosszuegigeren Akzenten. In der Bar sind IBA-Standard-Garnierungen für klassische Cocktails vorgeschrieben.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Garnieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Garnieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Gratinieren

Ueberbacken eines Gerichts mit Oberhitze, um eine braune, knusprige Kruste zu erzeugen. Typisch mit geriebenem Käse (Gruyere, Parmesan), Semmelbroeseln, Bechamel oder einer Sabayon-Haube. Aus dem Franzoesischen gratin (Ueberkrustung). Klassische Anwendung in Gratins (Kartoffelgratin, Lasagne), an Fisch und Gemuese.

Praxis

Gratinieren erfolgt im Salamander oder unter der Oberhitze des Kombidaempfers — nicht im normalen Backofen (zu langsam und unpraezise). Die Oberflaeche muss trocken genug sein, damit die Kruste sich ausbildet; zu feuchte Produkte werden vorher abgetupft. Temperatur: 220 bis 280 Grad Oberhitze, Gar-und-Braeune-Dauer 60 bis 180 Sekunden.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Gratinieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Gratinieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Kannelieren

Gemuese, Obst oder Teig mit einem Kannelliermesser oder Zestenreisser in gleichmaessige Rillen einschneiden, für visuelle Struktur und bessere Anrichtung. Aus dem Franzoesischen canneler (rillen). Klassische Anwendung: Zitronenschale, Gurke, Zucchini, Karotten zum Garnieren.

Praxis

Das Kannelliermesser hat eine V-foermige oder U-foermige Klinge, die einen Streifen aus dem Gemuese herauszieht. Die resultierende Kannelung (Rille) wird in gleichmaessigen Abstaenden rund um das Objekt gesetzt — beim Anschnitt entstehen dann sternfoermige oder bluetenartige Konturen. Klassische Profi-Küche, in der modernen Küche durch Mikropraesentation-Techniken häufig abgeloest.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Kannelieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Kannelieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Lardieren

Ein-Spicken kleiner Speckstreifen quer durch das Innere eines Fleischstueckes. Aus dem Franzoesischen larder (Speck einziehen). Ziel: Saftigkeit und Aromatik durch inneres Fett, auch nach laengerer Garzeit. Typisch bei magerem Fleisch (Rinderbraten, Wild).

Praxis

Spezielles Lardiernadel-Werkzeug mit laenglichem Kanal zieht die Speckstreifen durch das Fleisch. Alternativ mit einem langen, schmalen Messer ein Vorschnitt, dann per Hand einfuegen. Bei fachgerechter Lardierung sitzt der Speck gleichmaessig verteilt und gibt kontrolliert Fett ab. In modernen Küchen seltener, oft durch Sous-vide-Garen oder bessere Fleischauswahl obsolet.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Lardieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Lardieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Nappieren

Bedecken oder Ueberziehen von Speisen mit einer Sauce, einem Fond oder einer Glaze. Aus dem Franzoesischen napper (ueberziehen). Typisch: gebratenes Fischfilet mit Beurre-blanc nappieren, Entenbrust mit Bratensauce, Dessert mit heisser Schokoladensauce. Eine der Grundtechniken der klassischen Saucenkunst.

Praxis

Nappieren kontrolliert die Sauce in Menge, Temperatur und Auftragetechnik: der Loeffel zieht einen gleichmaessigen Streifen oder umrandet den Teller in dosierter Dicke. Die Sauce muss die richtige Konsistenz haben — zu duenn laeuft sie weg, zu dick deckt sie das Gargut matschig zu. Praktischer Test: Sauce am Loeffel zieht einen Faden, aber tropft langsam ab.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Nappieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Nappieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

Weiterfuehrend: Doemens Akademie

Petits Fours

Kleine Patisserie-Gebaecke, typisch in ein bis zwei Happen genossen. Als Abschluss eines Menus oder beim Kaffee serviert. Klassische Varianten: kleine Eclairs, Macarons, Canneles, Financiers, Pralinen, Fruit Jellies, Mignardises. Oft als Petit-Four-Variete mit 5 bis 9 verschiedenen Sorten auf einem Teller praesentiert.

Praxis

Herstellung erfolgt in der Patisserie, meist am Vormittag des Service-Tages für den Abend. Haltbarkeit 24 bis 48 Stunden je nach Produkt. In Luxushaeusern oft mit Hausmarke-Signatur (Schokoladen-Aufdruck des Hotels oder der Küche). Ein Petits-Four-Teller ist auch ein beliebter Beruehrungspunkt für das Housekeeping beim Turndown (dann als Gute-Nacht-Suesses).

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Petits Fours Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Petits Fours als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Pâtisserie

Die Feinbaeckerei-und-Dessertabteilung einer professionellen Küche — und zugleich die Disziplin der Herstellung feiner Suessspeisen. Patisserie produziert Torten, Pralinen, Desserts, Petits Fours, Broete und Konfiserie-Produkte. Eigene Raeumlichkeiten, eigene Maschinen (Tempergeraete, Backoefen mit exakter Feuchte-Regelung), eigene Personalstruktur.

Hierarchie

Leitung durch den Chef Patissier (auch Patissier oder Pastry Chef). Darunter Sous-Chef Patissier, Demi-Chef Patissier und Commis Patissier. Die Abteilung arbeitet oft mit versetzter Schicht — frueh morgens (04:00 bis 05:00) für Fruehstueck und Tagesproduktion, nachmittags für Menu-Patisserie. Im Luxus-Segment mit eigener Chocolaterie und Bakery-Bereich.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Pâtisserie Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Pâtisserie als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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Salamander

Professionelles Küchengerät für kurze, intensive Oberhitze. Der Salamander erzeugt mit offenem Heizstab (elektrisch) oder Gasflamme Temperaturen über 400 °C direkt über dem Arbeitsplatz. Teller oder Gratingefäß werden darunter geschoben, die Oberfläche bräunt in Sekunden, der Rest der Speise bleibt weitgehend unberührt. Standard in jeder Profiküche der gehobenen Gastronomie und in Hotelküchen mit Bankett- oder À-la-carte-Betrieb — der Salamander sitzt typisch am Pass, nicht im Produktionsbereich.

Abgrenzung

Der Backofen gart umlaufend mit Ober- und Unterhitze, Temperaturen bleiben meist deutlich unter 250 °C. Der Grill arbeitet mit direkter Hitze von oben oder unten, aber in einer geschlossenen Grillzone mit längerer Gar-, nicht Bräunungsabsicht. Der Flambierbrenner (Gas-Bunsenbrenner) wird für Karamellisieren am Pass verwendet — klein, tragbar, aber ungeeignet für größere Flächen. Infrarotstrahler werden in Fastfood-Ketten eingesetzt; sie warmhalten statt zu bräunen.

In der Praxis

Typische Einsätze: Käse auf einer Zwiebelsuppe gratinieren, Crème brûlée karamellisieren (Alternative zum Flambierbrenner), Austern Rockefeller überbacken, Tellerränder erwärmen bevor ein warmer Saus darauf kommt, Haut eines Fischfilets kross ziehen nach dem Braten. Der Salamander wird von Chef de Partie und Sous Chef bedient, die Bedienung braucht Routine: zu lang unter dem Gerät und die Speise verbrennt in Sekunden, zu kurz und die Bräunung bleibt unvollständig. Wartung erfolgt über tägliche Reinigung der Fettauffangschale und wöchentliche Kontrolle der Heizelemente.

Herkunft

Namensgeber ist der mythologische Feuer-Salamander aus der Alchemie des Mittelalters, von dem geglaubt wurde, er könne im Feuer leben. Der Name taucht für Küchengeräte seit dem 19. Jahrhundert auf — zunächst für kleine glühende Eisen zum Gratinieren, die Köche ins Feuer hielten und dann über das Gericht.

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Tournieren

Formen von Gemuese (oft Kartoffeln, Karotten, Zucchini) in gleichmaessige, laengliche Stuecke — typisch mit 7 Kanten. Klassische franzoesische Zubereitungstechnik, die gleichmaessiges Garen und optische Einheitlichkeit garantiert. Aus dem Franzoesischen tourner (drehen).

Praxis

Tourniermesser mit kurzer, stark gebogener Klinge ist das Standardwerkzeug. Die 7 Kanten entstehen in 7 Schnitten — technisch ist jedes Stueck gleich geformt, oft in einer festen Zielgroesse (Pommes Chateaux 50 Gramm, Pommes Anna 20 Gramm). Die Technik wird in der Koch-Ausbildung gelehrt und im Luxus-Restaurant weiterhin praktiziert, in der modernen Bistro-Küche zugunsten spontaneren Schnitts oft verdraengt.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Tournieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Tournieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

Weiterfuehrend: Doemens Akademie

Tranchieren

Zerlegen eines gegarten Fleisch-oder-Fischstueckes vor dem Gast am Tisch oder am Gueridon. Aus dem Franzoesischen trancher (schneiden). Klassische Vertreter: Chateaubriand, ganzer Fisch (Wolfsbarsch, Steinbutt), Entenbrust, Lamm-Keule, Truthahn bei Festessen. Teil der franzoesischen Service-Tradition der Haute Cuisine.

Praxis

Tranchierbesteck besteht aus Tranchiermesser (lange, schmale Klinge), Tranchiergabel und oft Loeffel zum Umgiessen der Sauce. Der Chef de rang oder Maitre tranchiert mit sicheren, ruhigen Bewegungen; die Technik unterscheidet sich nach Produkt (mit oder gegen die Faser). Die Kunst: der Gast bekommt das Schauspiel, das Fleisch bleibt warm, alle Portionen sind gleich.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Tranchieren Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Tranchieren als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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