Bewusste Annahme von mehr Buchungen als Zimmer verfügbar, kalkuliert auf Basis der No-Show-Quote. Standard-Instrument des Revenue Managements in Haeusern mit hoher Nachfrage — ohne Overbooking laesst man Auslastung liegen. Riskant, weil jedes Overbook über die Ausgleichsquote zum Walk fuehrt.
Praxis
Typische Overbooking-Quote in Stadthotels mit hoher OTA-Abhaengigkeit: 2 bis 8 Prozent, je nach Wochentag und Segment. Bei Geschaeftsreise-Tagen tendenziell niedriger (verbindlichere Buchungen), bei Messe-und-Kongress-Spitzen hoeher (hoehere Stornoquote kurzfristig). Pflicht: Walk-Policy mit definierter Kompensation, Pre-Arrival-Check des Arrival-List am Vortag.
Praxis
Im Hotelbetrieb ist Overbooking Teil der operativen oder strategischen Steuerung, je nach Kontext. Upscale-Häuser führen den Begriff in internen SOPs, Brand-Standards und im Reporting an Eigentuemer oder Zentrale. Kleinere Häuser nutzen ihn pragmatischer, aber der Industrie-Konsens stammt aus der internationalen Ketten-Hotellerie und den Fachverbaenden.
Weiterfuehrend: STR Global