Hilton startet stark ins Jahr 2026: Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 383 Millionen US-Dollar, der systemweite RevPAR kletterte um 3,6 Prozent. Dazu wächst die Entwicklungs-Pipeline auf 527.000 Zimmer – und mit „Select by Hilton“ launcht der Konzern eine neue Markenklasse.
Die Zahlen sind klar. Hilton hat das erste Quartal 2026 mit einem Nettogewinn von 383 Millionen US-Dollar abgeschlossen – das bereinigte EBITDA lag bei 901 Millionen US-Dollar. Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 9 Prozent auf 2,94 Milliarden US-Dollar. Für einen Konzern, der weltweit über 8.000 Hotels betreibt, ist das kein schlechter Jahresstart.
RevPAR zieht weiter an
Der systemweite vergleichbare RevPAR – die wichtigste Kennzahl für Hotelkonzerne, weil sie Auslastung und Zimmerpreis kombiniert – legte im Berichtszeitraum um 3,6 Prozent zu. Das bereingte Ergebnis je Aktie lag bei 2,01 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die mit 1,98 Dollar gerechnet hatten.
Pipeline: 527.000 Zimmer, Tendenz steigend
Parallel zum operativen Geschäft baut Hilton sein Portfolio konsequent aus. Im ersten Quartal hat der Konzern 26.200 neue Zimmer zur Entwicklung freigegeben. Zum 31. März 2026 umfasst die Pipeline damit insgesamt 527.000 Zimmer – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Eröffnet wurden im Quartal 131 Hotels mit insgesamt 16.300 Zimmern. Nach Abzug von Schließungen ergibt das netto 10.900 neue Zimmer. Auf Jahressicht wuchs das Portfolio damit um 6,3 Prozent. Zu den Eröffnungen zählen unter anderem das The Monarch San Antonio, Curio Collection by Hilton sowie das Motto by Hilton Recife Antigo – das erste Haus der Lifestyle-Marke Motto in Brasilien.
- 527.000 Zimmer in der globalen Entwicklungs-Pipeline (Stand: 31. März 2026)
- +5 % gegenüber Q1 2025
- 16.300 neu eröffnete Zimmer im Quartal (131 Hotels)
- +10.900 Zimmer netto nach Schließungen
- +6,3 % Portfoliowachstum auf Jahressicht
Neue Marke: Select by Hilton
Im März kündigte Hilton die neue Markenkategorie „Select by Hilton“ an. Das Konzept soll Standards und Loyalitätsprogramm des Konzerns mit dem Charakter unabhängiger Hotels kombinieren – also das Beste aus beiden Welten für Betreiber, die Markenpower wollen, aber ihren eigenen Stil behalten.
Erster Partner ist Yotel, eine Lifestyle-Marke, die für kompakte, technikaffine Stadthotels und Airport-Properties bekannt ist. Yotel läuft künftig unter dem Dach von „Select by Hilton“. Das ist ein klares Signal: Hilton will im Segment der unabhängigen Lifestyle-Hotels Fuß fassen, ohne selbst überall von null aufzubauen.
Jahresprognose bestätigt
Für das Gesamtjahr 2026 hält Hilton an seinen Prognosen fest – und hat sie nach dem starken Quartal sogar leicht angehoben. Die Erwartungen im Detail:
- RevPAR-Wachstum: +2 bis +3 Prozent gegenüber 2025 (währungsbereinigt, vergleichbare Basis)
- Jahresüberschuss: 1,91 bis 1,94 Milliarden US-Dollar
- Bereinigtes EBITDA: 4,02 bis 4,06 Milliarden US-Dollar
- Kapitalrückflüsse an Aktionäre: rund 3,5 Milliarden US-Dollar
Das sind solide Zahlen für ein makroökonomisch unsicheres Umfeld. Reisevolumen bleibt hoch, Preise halten sich – und Hilton ist gut positioniert, um davon zu profitieren. Ob der Konzern das Tempo im zweiten Quartal halten kann, wird sich zeigen. Der Start jedenfalls sitzt.
