Klook testet einen KI-Shopping-Agenten, der zerstreute Buchungswege für Aktivitäten, Transfers, Mietwagen, Versicherungen, Events und Hotel-Bundles in eine Chat-Oberfläche ziehen soll. Die Idee: weniger Klicks, mehr Treffer – und mehr Umsatz rund um die Reise.
Parallel baut Klook die KI-Nutzung mit Google Cloud aus. Laut den gelieferten Quellen hat generative KI dort die Produktionszeit für Reiseinhalte um mehr als 80 % gedrückt.
Was Klook gerade baut
Klook betatstet einen KI-gestützten Shopping-Agenten, der Nutzeranfragen versteht, passende Angebote zeigt, Buchungen abschließt und auch den Service nach dem Kauf übernimmt. Laut Skift will Klook damit die vielen getrennten Oberflächen für unterschiedliche Produkte ersetzen.
Das passt zur Richtung des Unternehmens. Klook verkauft längst nicht nur Touren und Attraktionen. Dazu kommen Transport, Airport-Transfers, Mietwagen, Versicherungen, Live-Events und Hotel-Pakete.
- Beta-Test eines AI-Shopping-Agenten mit Conversational Layer
- Google-Cloud-Partnerschaft für generative KI und Lokalisierung
- Produktionszeit für Inhalte laut Quelle um mehr als 80 % gesunken
- Klook Nearby gewann 2026 in Singapur in der Kategorie AI - Travel Services
Warum Klook sich nicht als OTA sieht
Eric Gnock Fah, Mitgründer und Präsident von Klook, beschreibt das Geschäft eher als Plattform für Erlebnisse als als klassische Online Travel Agency. Der Punkt ist klar: Flüge und Hotels laufen oft über standardisierte Buchungsstrecken. Erlebnisse nicht.
Genau da liegt das Problem. Aktivitäten sind oft lokal, spontan und schlecht digitalisiert. Viele Angebote tauchen erst spät im Entscheidungsprozess auf. Genau dort will Klook früher rein.
Das ist der Knackpunkt
- Erlebnisse sitzen oft neben dem Kerntrip, nicht davor.
- Die Suche läuft fragmentiert über viele Masken und Anbieter.
- Die Buchung hängt stärker von Ort, Zeit und Kontext ab als bei Hotels.
Was die KI lösen soll
Der Agent soll nicht nur suchen, sondern verstehen, was ein Reisender gerade will. Ein Nutzer in der Stadt, ein Familien-Trip am Wochenende oder ein spontaner Abend in Tokio brauchen andere Vorschläge. Klook Nearby setzt genau dort an und nutzt Echtzeit-Standort, Vorlieben und Timing.
Nach den gelieferten Informationen bekam Klook für diese Funktion 2026 den Preis in der Kategorie AI - Travel Services bei den Singapore Business Review Technology Excellence Awards. Das ist kein Beweis für Marktmacht, aber ein klares Signal: Die Branche schaut genau hin.
Warum das für die Branche wichtig ist
Wenn AI bei Erlebnissen funktioniert, verschiebt sich mehr Umsatz weg von der reinen Suche hin zur direkten Empfehlung. Das betrifft nicht nur Plattformen wie Klook, sondern auch Hotels, Destinationen und Betreiber vor Ort. Wer sichtbar werden will, muss seine Produkte so aufbereiten, dass ein System sie sauber versteht.
Dazu braucht es saubere Daten, gute Lokalisierung und echte Verfügbarkeit. Klook hat laut Quelle mit generativer KI schon Inhalte automatisiert und lokalisiert. Das ist trocken, aber wirksam. Ohne gute Inhalte verkauft auch der beste Agent nichts.
Worauf du jetzt achten solltest
- Produktdaten sauber pflegen
- Verfügbarkeiten aktuell halten
- Beschreibungen klar und lokal verständlich schreiben
- Buchungswege kurz halten
Für Hotels und Erlebnisanbieter ist das die eigentliche Nachricht: Nicht der Chatbot zählt. Die Daten dahinter zählen. Wer dort schludert, fällt raus.
Was Klook als Nächstes vorhat
Klook will laut den Quellen weiter in angrenzende Reiseausgaben hineinwachsen. Dazu zählen neben Aktivitäten auch Transfers, Mietwagen, Versicherungen und Events. Das Unternehmen setzt außerdem auf Creator Commerce und TikTok-Partnerschaften, um Buchungen anzuschieben.
Das Ziel wirkt weniger nach lauter Expansion als nach mehr Tiefe im selben Trip. Erst suchen, dann buchen, dann mehr mitnehmen. Klingt simpel. Ist es nicht.

