Mews und Uber planen eine direkte Integration in die Hotelsoftware. Hotels sollen Fahrten künftig im Betriebssystem buchen, live verfolgen und über Mews Payments abrechnen können.
Die Schnittstelle soll den Front-Desk-Workflow vereinfachen und Mobilität in den Aufenthalt ziehen. Laut Mews startet zuerst ein Pilot, weitere Details sollen vor dem Launch an Kunden und Partner gehen.
Was die Integration konkret kann
Die Partnerschaft wurde laut Top Hotel und der Mews-Mitteilung bei PR Newswire Ende Mai 2026 vorgestellt. Hotels sollen Uber-Fahrten direkt aus Mews anstoßen, den Status der Fahrt sehen und die Kosten auf die Gastrechnung setzen können.
Wichtig ist dabei der Ablauf im Alltag: Rezeption, Guest Relation oder der Gast selbst lösen die Fahrt aus. Danach läuft das Tracking in derselben Umgebung, in der das Hotel ohnehin Reservierungen und Zahlungen verwaltet.
Start: Ankündigung auf der Konferenz Mews Unfold in Amsterdam
Status: Integration in Entwicklung, Pilot soll dieses Jahr starten
Abrechnung: Über Mews Payments
Ziel: Fahrten als Teil des Aufenthalts statt als separate Transaktion
Warum das für Hotels spannend ist
Der Kern ist banal und genau deshalb interessant: Ein typischer Reibungspunkt verschwindet. Heute laufen Transfers oft über Telefon, Messenger, E-Mail oder spontane Absprachen an der Rezeption. Das kostet Zeit und sorgt für Medienbrüche.
Mews spricht in der Ankündigung von zusätzlichem Umsatz aus Nebenleistungen. Das passt zum Markt: Gäste organisieren Mobilität längst selbst über Apps. Wenn das Hotel den Prozess sauber einbindet, kann es einen Teil davon wieder einsammeln.
- weniger manuelle Abstimmung an der Rezeption
- eine Rechnung statt zwei Belege
- bessere Übersicht über Transfers und Fahrten
- mehr Daten zum Mobilitätsverhalten der Gäste
Was Uber davon hat
Uber ordnet die Kooperation in seine Strategie Go-Get 2026 ein. Das Unternehmen trennt sein Angebot dort in die Bereiche go, get und travel. Mit Mews bekommt der Travel-Teil einen direkten Kanal in die Hotellerie.
Für Uber ist das eine logische Erweiterung. Statt nur als App für einzelne Fahrten aufzutauchen, landet der Dienst im operativen Ablauf eines Hotels. Das ist näher an Umsatz als an Lifestyle.
So verändert sich der Ablauf im Hotel
Vor dem Check-in
Schon bei der Anreise können Hotels Fahrten anstoßen oder den Gast direkt zur Buchung weiterleiten. Das hilft vor allem bei Late Arrivals, Flughafentransfers und Häusern mit vielen internationalen Gästen.
Während des Aufenthalts
Auch für Restaurantbesuche, Termine oder Stadtfahrten kann die Integration nützlich sein. Das Hotel behält den Überblick, statt nur den nächsten Auftrag zu koordinieren.
Nach der Schicht
Mews nennt auch Heimfahrten für Mitarbeitende nach Spät- oder Nachtschichten als Einsatzfeld. Das ist kein großes Versprechen, aber ein praktischer Use Case für Betriebe mit engem Personalplan.
- Fahrt direkt in der Hotelsoftware buchen
- Status live verfolgen
- Kosten auf die Gästerechnung setzen
- Transferdaten für Serviceplanung nutzen
Wo das technisch hinführt
Die Ankündigung zeigt, wohin moderne Hotelsoftware gerade läuft: weg vom reinen PMS, hin zum operativen Betriebssystem. Mews packt den Transport direkt in die Plattform, Uber liefert die Mobilität, und die Zahlung hängt am selben Konto.
Das ist für Hotels vor allem dann interessant, wenn sie wenig Personal am Desk haben oder viele individuelle Anfragen jonglieren. Je weniger Übergaben, desto ruhiger der Ablauf. Klingt unspektakulär? Ist es auch. Genau deshalb funktioniert es.
Offen bleibt noch, wie breit der Rollout startet, welche Regionen zuerst dran sind und wie die Konditionen für Hotels aussehen. Mews sagt nur: Der Pilot startet dieses Jahr. Mehr Details sollen vor dem Launch folgen.


