Hyatts Wellnessmarke Miraval eröffnet auf der saudi-arabischen Insel Shura Island ihr erstes Resort außerhalb der USA. Das Adults-only-All-inclusive-Haus bietet 180 Zimmer, Suiten und Villen sowie ein 3.000 m² großes Spa mit 39 Behandlungsräumen. Das Resort ist Teil des milliardenschweren Tourismusprojekts The Red Sea, das unter Saudi-Arabiens Vision-2030-Strategie entwickelt wird.
Mehr als 30 Jahre lang war Miraval ein rein amerikanisches Phänomen: Tucson, Austin, Lenox – das waren die Koordinaten der Wellnessmarke. Jetzt steht die erste Adresse außerhalb der USA am Roten Meer. Das Miraval The Red Sea auf Shura Island ist seit Anfang 2026 geöffnet und bringt Hyatts Luxus-Wellnesskonzept erstmals in die EAME-Region.
Ein Debüt mit Gewicht
Miraval gehört zu Hyatts Luxusportfolio und war bisher mit drei Resorts in Arizona, Texas und Massachusetts vertreten. Das Haus in Saudi-Arabien ist das vierte – und das erste, das nicht auf amerikanischem Boden steht. Für Hyatt ist das mehr als eine geografische Erweiterung: Die Gruppe baut ihr Luxus- und Wellnesssegment gezielt international aus, und Miraval spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Die Destination The Red Sea, entwickelt von Red Sea Global, umfasst mehr als 90 Inseln sowie Wüsten- und Berglandschaften auf rund 28.000 km² an der Westküste Saudi-Arabiens. Das Projekt ist eines der größten Tourismusvorhaben weltweit und zentraler Bestandteil der Vision 2030 des Königreichs, die den internationalen Luxustourismus strukturell stärken soll.
Das Spa als Herzstück
Kern des Konzepts ist das Life in Balance Spa – 3.000 m², 39 Behandlungsräume. Miraval positioniert das als größtes Spa auf Shura Island. Das Programm folgt dem markenbekannten Ansatz: Achtsamkeit, Bewegung, bewusste Ernährung. Gäste stellen individuelle Tagesprogramme zusammen, ergänzt durch Yoga, Meditation, Wellness-Coaching und Outdoor-Aktivitäten. Regional inspirierte Küche rundet das Angebot ab.
Das ist kein klassisches Resort mit Spa als Beiwerk. Bei Miraval ist das Wellbeing-Programm das eigentliche Produkt – die Architektur und das Setting unterstreichen das nur.
Architektur zwischen Korallenriff und Mangrove
Die 20 Beach-Villen und 160 Suiten stammen von Foster + Partners, die Innenräume von der Rockwell Group. Die Formensprache lehnt sich an Korallenriffe, Wüstenlandschaften und Mangrovenökosysteme an – sogenanntes biophiles Design, das Innen- und Außenbereiche über große Fensterfronten und weitläufige Terrassen miteinander verbindet. Private Pools gehören zu den Villen.
Shura Island liegt inmitten von Mangroven und Lagunen – das Resort ist von kristallklarem Wasser umgeben. Das schafft eine Kulisse, die für das Miraval-Konzept aus Achtsamkeit und Natur kaum besser passen könnte.
- Miraval Arizona – Tucson, AZ (Flaggschiff, Gründungsstandort)
- Miraval Austin – Texas
- Miraval Berkshires – Lenox, Massachusetts
- Miraval The Red Sea – Shura Island, Saudi-Arabien (erstes Resort außerhalb der USA)
Alle Häuser sind Adults-only und auf ganzheitliches Wellbeing ausgerichtet.
Vision 2030 als Treiber
Dass Hyatt gerade hier sein erstes internationales Miraval eröffnet, ist kein Zufall. Saudi-Arabien investiert Milliarden in den Aufbau eines internationalen Luxustourismus. The Red Sea Project ist das Vorzeigeprojekt dieser Strategie – und Red Sea Global sucht aktiv nach globalen Premiummarken, die das Angebot der Destination stärken.
Für Miraval ist das eine große Bühne: Die Marke kann zeigen, ob ihr Wellnesskonzept – bisher stark auf einen amerikanischen Gästekreis ausgerichtet – auch international trägt. Das Adults-only-All-inclusive-Format senkt dabei die Einstiegshürde: keine Buchungskomplexität, klare Positionierung.
Was das für die Branche bedeutet
Die Eröffnung markiert einen klaren Trend: Luxury-Wellness-Marken mit starker Positionierung expandieren gezielt in neue Märkte, statt nur weitere US- oder Europa-Standorte zu erschließen. Der Nahe Osten – allen voran Saudi-Arabien und die VAE – wird zur ernst zu nehmenden Bühne für internationale Wellnesskonzepte.
- Adults-only als klares Alleinstellungsmerkmal in einem Markt, der noch viele Familien-Resorts kennt
- All-inclusive als Differenzierung gegenüber klassischen Luxushäusern mit à-la-carte-Struktur
- Foster-+-Partners-Architektur als Qualitätssignal gegenüber anderen Neueröffnungen im Projekt
- Life-in-Balance-Spa als größtes Spa auf Shura Island – starkes Marketingargument
- Miravals 30-jährige Wellnessexpertise als Vertrauensanker für internationale Gäste

