Newport Hospitality Group hat vom 13. bis 16. April 2026 im Ellie Resort in Myrtle Beach, South Carolina, ihr jährliches Leadership Retreat abgehalten. Thema: "Living Hospitality" – also die Frage, wie Gastfreundschaft im Alltag tatsächlich gelebt wird, nicht nur als Leitbild auf Papier. Hotelleiter, Eigentümer, Partner und Teammitglieder kamen zusammen.
Mehr als ein Retreat-Motto
"Living Hospitality" klingt zunächst nach einem dieser Slogans, die auf Flipcharts gut aussehen und danach verschwinden. Bei Newport Hospitality Group war das Konzept diesmal ausdrücklich als Handlungsrahmen gemeint – für den Alltag auf der Etage, an der Rezeption, im Management-Gespräch.
Die Gruppe beschreibt es selbst so: Es geht darum, wie Menschen auftreten, führen, zuhören, feiern und gemeinsam Erfahrungen schaffen. Das klingt nach weichem Stoff – trifft aber einen echten Nerv in einer Branche, die mit Fachkräftemangel, hoher Fluktuation und der Frage kämpft, warum junge Talente bleiben sollen.
- Datum: 13.–16. April 2026
- Ort: Ellie Resort, Myrtle Beach, South Carolina
- Veranstalter: Newport Hospitality Group
- Teilnehmer: Hotelleiter, Eigentümer, Branchenpartner, Teammitglieder
- Thema: "Living Hospitality" – Empathie, authentischer Service, Anerkennung
Was vier Tage Myrtle Beach bringen sollen
Das Format ist nicht neu – Newport hält das Retreat jährlich ab. Neu war diesmal die konsequente Ausrichtung auf drei Schwerpunkte: Unternehmenskultur, operative Exzellenz und persönliches Wachstum. Das ist eine Kombination, die viele Hotelgruppen predigen, aber selten strukturiert in einem Format zusammenbringen.
Vier Tage sind dabei kein Luxus, sondern eher das Minimum, wenn man wirklich Austausch jenseits von PowerPoint-Präsentationen will. Workshops, Gespräche zwischen Führungskräften und Eigentümern, Networking – und laut Unternehmensangaben auch explizite Momente der Reflexion und Anerkennung von Top-Performern im Portfolio.
Warum solche Retreats für Hotelgruppen relevant sind
In den USA – wie in Deutschland – ist das Thema Mitarbeiterbindung in der Hotellerie eines der drängendsten. Wer als Gruppe über mehrere Standorte verteilt ist, steht vor dem Problem: Wie schafft man Identifikation, wenn die Rezeptionistin in Charleston nichts mit der Rezeptionistin in Myrtle Beach verbindet außer dem Firmenlogo?
Retreats wie das von Newport sind ein Ansatz: Führungskräfte physisch zusammenbringen, gemeinsame Werte erlebbar machen, Gesichter hinter E-Mail-Adressen zeigen. Das hat nichts mit Motivationsseminaren zu tun – es geht um Grundlagen der Organisationskultur.
- Führungskräfte aus verschiedenen Standorten direkt zusammenbringen
- Gemeinsame Werte konkret diskutieren, nicht nur kommunizieren
- Top-Performer öffentlich anerkennen – innerhalb der eigenen Gruppe
- Eigentümer und operative Leiter an einen Tisch bringen
- Persönliche Entwicklung gleichwertig neben operativen Zielen platzieren
Das Signal dahinter
Dass Newport das Retreat-Thema "Living Hospitality" nennt und nicht "Operational Excellence 2026" oder "Revenue Growth Strategies", ist eine bewusste Entscheidung. Die Botschaft: Kultur ist kein Zusatz zum Geschäft, sondern sein Fundament.
Ob das Konzept tatsächlich in den Alltag der einzelnen Häuser diffundiert, lässt sich von außen nicht beurteilen. Aber der Ansatz – einen gemeinsamen Rahmen schaffen, der über Zahlen hinausgeht – ist einer, den sich viele Hotelgruppen in Europa noch vornehmen könnten.

