RYDZ USA baut elektrische Niedriggeschwindigkeitsfahrzeuge (Low Speed Vehicles) speziell für Resorts, Events und VIP-Gästeservices. Der Clou: Ein eingebauter Tisch mit Platz für Essen und Getränke macht aus einem simplen Transfer ein buchbares Erlebnis – und damit eine echte Einnahmequelle. Campingplätze, Strandresorts und Kreuzfahrt-Ausflugsbetreiber setzen das Konzept bereits ein.
Ein Shuttle fährt Gäste von A nach B. Das war's. Für die meisten Hotels ist Transport eine Kostenstelle – nötig, aber kaum monetarisierbar. RYDZ denkt das anders. Das US-amerikanische Unternehmen baut Elektrofahrzeuge, die bis zu acht Personen fassen und einen fest eingebauten Tisch mitbringen – für Drinks, Snacks und Gruppen-Erlebnisse auf Rädern.
Das klingt nach einem Golfplatz-Buggy mit besserer Ausstattung. Ist es aber nicht. Die Idee dahinter ist eine andere: Gästetransport als buchbares Produkt, nicht als Betriebskosten-Posten.
Was das Fahrzeug konkret kann
Die RYDZ Low Speed Vehicles sind für den Einsatz in sogenannten „High Utilization Environments“ konzipiert – also Orte, an denen viel Gästeverkehr stattfindet und jede Minute des Fahrzeugs Ertrag bringen kann. Konkret nennt das Unternehmen folgende Segmente:
- Beachfront Resorts und Boutique-Hotels
- Privatinseln und Destination Venues
- Campingplätze und RV-Resorts
- Kreuzfahrt-Shore-Excursions
- Events und VIP-Gästeservices
Der eingebaute Tisch ist das Herzstück des Konzepts. Er ermöglicht F&B-Add-ons direkt während der Fahrt – Operators können damit Getränke, Snacks oder kleine Speisen verkaufen, die Gäste während der Rundfahrt konsumieren. Das ist kein Gimmick: Es schafft eine neue Umsatzebene, die bisher nicht existierte.
- Hersteller: RYDZ USA LLC, ansässig in den USA
- Fahrzeugtyp: Low Speed Vehicle (LSV), elektrisch
- Kapazität: bis zu 8 Personen
- Besonderheit: eingebauter Tisch für F&B und Gruppenfahrten
- Einsatzbereiche: Resorts, Events, Kreuzfahrt-Ausflüge, Campingplätze
- Vertrieb: Direktvertrieb über RYDZ USA, Präsenz auf Hospitality-Messen
Drei Wege, wie Betreiber damit Geld verdienen
RYDZ beschreibt auf Branchenmessen – zuletzt auf der Hospitality Convention and Expo in Orlando – vier konkrete Einnahmemodelle. Drei davon lassen sich direkt auf Hotels und Resorts übertragen:
1. Vermietung als buchbares Produkt
Statt den Shuttle gratis anzubieten, wird er zum kostenpflichtigen Erlebnis. Gäste buchen eine Runde über das Resort-Gelände – mit Guide, mit Drinks, mit Story. Was früher ein Gefälligkeitsservice war, trägt jetzt zur GOP-Marge bei.
2. F&B-Integration während der Fahrt
Der Tisch schafft den Rahmen: Begrüßungscocktail bei der Ankunft, Champagner zur Sunset-Runde, Snacks beim Geländerundgang. F&B-Umsatz, der sonst an der Bar oder im Restaurant stattfindet – jetzt mobil und erlebnisgebunden.
3. Premium Upgrades im Buchungssystem
Wer im PMS oder über die Gäste-App buchbar gemacht wird, landet in der gleichen Kategorie wie check-out" class="glossary-link" title="Late Check-out – Glossar">Late Check-out oder Spa-Zugang: als upsellbares Extra mit klarem Mehrwert. Für Revenue-Manager ist das ein unkomplizierter Zusatzanker.
Warum das Kreuzfahrt-Segment besonders interessant ist
Shore Excursions gelten in der Kreuzfahrtbranche als eine der margenstärksten Einnahmearten überhaupt. RYDZ positioniert seine Fahrzeuge explizit für dieses Segment: Transport, der nicht als Logistik wahrgenommen wird, sondern als eigenständiges buchbares Erlebnis.
Der Unterschied liegt im Framing. Ein Shuttle zum Hafen kostet Geld und nervt. Eine „Sunset Tour im elektrischen Gruppenfahrzeug mit lokalen Snacks“ ist ein Ausflug – und den bezahlen Kreuzfahrtgäste gern.
- Buchbar über bestehende Ausflugssysteme der Kreuzfahrtlinie
- Geringe Personalintensität durch LSV-Betrieb
- Elektrisch – keine Abgase im Hafen oder auf dem Gelände
- Gruppenformat erhöht den Umsatz pro Fahrt
Was das für Hoteliers konkret bedeutet
Die Idee ist nicht neu – Golfcarts, Tuktuks und Shuttlebusse gibt es in Resorts seit Jahrzehnten. Neu ist der systematische Ansatz: Fahrzeug, Tisch-Layout und Buchungslogik als Paket, das auf Umsatz optimiert ist, nicht auf Betrieb.
Für Hoteliers, die über zusätzliche Einnahmeströme abseits von Zimmer und Spa nachdenken, ist das ein praxisnaher Ansatz. Die Investition in ein LSV-Fahrzeug ist überschaubar im Vergleich zu einer Spa-Erweiterung oder einem F&B-Konzept – und die Amortisation hängt direkt daran, wie aktiv das Fahrzeug vermarktet wird.
- Das Resort hat ausreichend Gelände oder eine Route, die Gäste interessiert
- Es gibt eine klare Zielgruppe für Gruppenfahrten (Familien, Corporate, Events)
- Das PMS oder Booking-System erlaubt Add-on-Buchungen
- F&B-Team kann mobile Bestellungen abwickeln
- Elektrische Ladeinfrastruktur ist vorhanden oder nachrüstbar
Weitere Informationen zum Fahrzeug und den Einsatzmöglichkeiten gibt es direkt bei RYDZ USA. Das Unternehmen ist regelmäßig auf US-amerikanischen Hospitality-Messen vertreten und vertreibt die Fahrzeuge direkt.

