Das Wichtigste in Kürze

Perk-CPO Nikita Miller sagt: Gute KI fällt nicht auf. Sie soll administrative Arbeit in Geschäftsreisen, Spesen und Events verschwinden lassen statt glänzen. Das Unternehmen setzt dafür auf eine gemeinsame Datenebene und automatisiert nach eigenen Angaben hunderte tausend Compliance-Checks pro Woche.

Die Idee dahinter ist simpel: Weniger Schattenarbeit, mehr Zeit für echte Entscheidungen. Für Travel-Teams, Finanzabteilungen und die Plattform-Anbieter selbst wird genau das zum härtesten Wettbewerbspunkt.

Worum Perk die Plattform baut

Perk, früher TravelPerk, positioniert sich laut eigener Website als Plattform für Travel, Spend und Events. Im Gespräch mit Skift beschreibt Nikita Miller den Kern sehr klar: Die Software soll die Arbeit übernehmen, die niemand sehen will. Nicht das Buchungsfenster zählt, sondern das, was danach anfällt.

Gemeint ist das berühmte shadow work: Freigaben, Abgleiche, Richtlinien-Checks, Ausnahmen, Belege. Genau dort verliert die Branche jeden Tag Zeit.

Perk in drei Punkten

Rolle: globale Plattform für Geschäftsreisen, Ausgaben und Events.
Ansatz: eine Datenebene statt vieler Einzellösungen.
Versprechen: weniger manuelle Arbeit, mehr automatische Entscheidungen.

Was Miller unter guter KI versteht

Miller macht keinen Hype daraus. Sie sagt sinngemäß: Die beste KI fällt nicht auf. Das ist ein brauchbarer Maßstab, gerade im Business Travel. Denn dort wollen Teams keine Show. Sie wollen Buchungen, die passen. Richtlinien, die greifen. Und Buchhaltung, die nicht nachhakt.

Warum das wichtig ist

Wenn KI nur sichtbar ist, produziert sie oft neue Klicks und neue Arbeit. Perk dreht das um. Die Software soll aus dem Hintergrund handeln, weil sie Unternehmen, Richtlinien und Muster kennt. Miller spricht in dem Interview von einer einzigen Datenbasis, die Travel, Spend und Events verbindet. Daraus sollen proaktive Vorschläge statt reaktiver Korrekturen entstehen.

  • weniger manuelle Prüfungen
  • weniger Tool-Silos
  • weniger Nacharbeit für Teams

Wie viel Zeit da wirklich drin steckt

Perk nennt eine harte Zahl: Rund sieben Stunden Schattenarbeit pro Woche und Mitarbeitendem. Diese Angabe stammt aus dem Interview mit Skift. Das ist kein kleiner Nebensatz. Das ist fast ein ganzer Arbeitstag.

Das Unternehmen sagt außerdem, es führe wöchentlich hunderte tausend KI-gestützte Compliance-Checks aus. Die Agenten laufen nach Unternehmensangaben tausendfach pro Woche und sollen Ausgabenprozesse berührungslos machen. Wer mit Corporate Travel arbeitet, weiß: Genau dort brennt Geld.

Die Zahlen aus dem Interview

Schattenarbeit
7 Stunden pro Woche
AI-Checks
Hunderttausende pro Woche
AI-Agenten
Tausende Aufrufe pro Woche

Was sich in der Reise-Tech-Welt gerade verschiebt

Millers Blick geht über Reise hinaus. Sie sieht Travel, Spend und Events als ein System. Das passt zum Markt: Firmen kaufen immer seltener Einzeltools, wenn die am Ende wieder neue Pflege brauchen. Sie suchen Plattformen, die sich in bestehende Abläufe einhängen lassen und nicht noch mehr Reibung erzeugen.

Der Druck auf Anbieter steigt

Für Anbieter wie SAP Concur, Expensify oder Navan ist das kein Randthema. Wer im Business-Travel-Markt bleibt, muss nicht nur buchen können. Die Plattform muss Richtlinien verstehen, Belege ziehen, Freigaben beschleunigen und Fehler ausbügeln. Sonst gewinnt das Tool, das am wenigsten nervt.

  • eine gemeinsame Datenbasis statt Inseln
  • automatische Richtlinienprüfung
  • Touchless Expenses statt Beleg-Jagd
  • weniger manuelle Übergaben zwischen Teams
Das Spannende an dieser Haltung: Gute KI verkauft sich hier nicht über Effekte, sondern über Dinge, die plötzlich fehlen. Genau das macht den Unterschied.

Warum das Thema auch für Hotels und Hospitality zählt

Auch wenn der Fall aus dem B2B-Travel kommt, betrifft er die Hospitality-Branche direkt. Hotels sehen dieselben Muster bei Firmenkunden: kürzere Freigabewege, weniger Fehler in Abrechnungen, bessere Sicht auf Nebenleistungen. Wer Tagungen, Long-Stay oder Corporate Raten verkauft, spürt sofort, wenn sich Beschaffungs- und Reiseprozesse beim Kunden vereinfachen.

Für Hotelteams heißt das: Die Schnittstelle zu Reiseplattformen, Ausgaben-Tools und Event-Buchungen wird wichtiger. Nicht die schönste Oberfläche entscheidet, sondern der sauberste Ablauf zwischen Buchung, Kostenstelle und Abrechnung.

Darauf solltest du achten

  1. Wie gut verbindet das Tool Reise, Spesen und Events?
  2. Wie viele Freigaben laufen noch manuell?
  3. Wie schnell findet dein Team Ausnahmen und Richtlinienverstöße?

Was du aus dem Perk-Ansatz mitnehmen kannst

Die Richtung ist klar: KI gewinnt in der Branche nicht mit großen Versprechen, sondern mit weniger Reibung. Das trifft Business Travel, aber auch Hotels, Restaurants und Spa-Betriebe. Überall dort, wo Mitarbeitende heute noch zwischen Formularen, Systemen und Rückfragen hängen, wird Automatisierung zum echten Produktvorteil.

Der nächste Wettbewerb läuft deshalb nicht nur über Features. Er läuft über Zeit. Wer seinen Teams sieben Stunden Schattenarbeit pro Woche zurückgibt, gewinnt mehr als nur ein schönes Dashboard.

HÄUFIGE FRAGEN

Worum geht es bei Perks KI-Ansatz?

Perk will Reise, Spesen und Events über eine gemeinsame Datenbasis zusammenführen. Die KI soll dabei vor allem administrative Schattenarbeit automatisieren.

Was meint Nikita Miller mit Schattenarbeit?

Gemeint sind nicht-kernige Aufgaben wie Freigaben, Abgleiche, Richtlinienprüfungen und Ausnahmen. Laut Interview kostet das pro Mitarbeitendem etwa sieben Stunden pro Woche.

Warum ist das für Hotels relevant?

Weil Firmenkunden ähnliche Prozesse auch bei Buchungen, Tagungen und Abrechnungen brauchen. Wer hier sauber integriert ist, reduziert Reibung im Corporate-Geschäft.

Welche Anbieter bewegen sich im selben Feld?

Im Artikel-Kontext sind unter anderem SAP Concur, Expensify und Navan relevant. Alle arbeiten an digitalem Travel- und Expense-Management.
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