Die VisitEngland Awards for Excellence haben am 3. Juni im Aerospace Bristol ihre Gewinner 2026 gekürt. Gold, Silber und Bronze gingen in 17 Kategorien an Betriebe und Projekte aus Englands Tourismusbranche.
Im Rennen waren 21 regionale Awards. Besonders im Blick: Barrierefreiheit, neue Tourismusunternehmen und Angebote, die Gäste nicht nur abfertigen, sondern gut betreuen.
Was bei den Awards 2026 passiert ist
Die Gewinner wurden bei der jährlichen Gala in Bristol bekannt gegeben. Durch den Abend führte Journalist und Broadcaster Sean Fletcher. Die Auszeichnungen decken Hotels, Self-Catering-Unterkünfte, B&Bs, Glamping, Attraktionen, Restaurants, Pubs und Museen ab.
VisitEngland vergibt die Preise seit mehr als 35 Jahren. Das ist kein PR-Kleinkram, sondern ein ziemlich klares Signal an den Markt: Wer hier gewinnt, steht in England sichtbar für guten Betrieb, saubere Abläufe und eine starke Gästeerfahrung. Laut VisitEngland sollen die Awards auch Medienpräsenz, Geschäftsentwicklung und neue Kontakte bringen.
3. Juni 2026: Preisverleihung im Aerospace Bristol
17 Kategorien: Gold, Silber und Bronze
21 lokale Awards: daraus wurden die National-Gewinner ausgewählt
35+ Jahre: Laufzeit der Awards
Warum diese Auszeichnung für die Branche zählt
Die Veranstaltung spricht genau die Themen an, die im Alltag den Unterschied machen: Service, Zugänglichkeit, neue Formate und saubere Positionierung. In der offiziellen Beschreibung nennt VisitEngland ausdrücklich Qualität, Innovation, Best Practice und außergewöhnlichen Kundenservice. Den Begriff "Innovation" kann man hier mal stehen lassen, weil es im Kern um konkrete Betriebsmodelle geht, nicht um Buzzwords.
Tourismusministerin Stephanie Peacock verband die Ehrung mit der geplanten Visitor Economy Growth Strategy. Die Linie ist klar: Der Staat will Investitionen anziehen und Destinationen stärker sichtbar machen. VisitEngland Director Andrew Stokes hob in seiner Einordnung Angebote vom traditionellen Schmiedeerlebnis bis zu Schloss-Hotel und Spa hervor. Das zeigt, wie breit die Branche denkt.
Wer besonders im Rampenlicht stand
Zu den Sonderpreisen gehörten der Outstanding Contribution to Tourism Award, der an Butlin’s ging, der Tourism Superstar Award für Mick Hurst und der Travel Content Award für Rhiannon Batten vom Guardian. Butlin’s wurde damit für 90 Jahre Familienurlaub ausgezeichnet. Das ist ein langer Atem. Und genau der zählt in dieser Branche oft mehr als ein lauter Auftritt.
Was Betriebe aus den Awards mitnehmen können
- Barrierefreiheit nicht als Zusatz, sondern als Teil des Produkts denken.
- Service messbar machen: Antworten, Reaktionszeiten, Standard im Haus.
- Neue Angebote klein testen, dann skalieren.
- Lokale Awards aktiv für PR, Sales und Recruiting nutzen.
- Prüfe, ob dein Angebot für unterschiedliche Gästetypen wirklich zugänglich ist.
- Schau, welche Leistung dein Haus klar von anderen unterscheidet.
- Nutze Auszeichnungen nicht nur als Schild an der Rezeption, sondern im Vertrieb.
Was der Blick nach England für dich bedeutet
Auch wenn das Thema aus England kommt, ist die Richtung international relevant. Barrierefreie Angebote, klare Gästeansprache und gute Storys rund um Erlebnis und Herkunft sind längst keine Nische mehr. Häuser, die das gut spielen, haben im Verkauf oft einen Vorteil.
Die aktuelle Ausgabe zeigt auch: Preise funktionieren dann, wenn sie nicht nach Selbstbeweihräucherung riechen. Hier stehen echte Betriebe, echte Leistungen und konkrete Kategorien im Mittelpunkt. Genau das macht die Sache brauchbar.
Einordnung für Hotellerie und Destinationen
Wenn du ein Hotel, einen Spa-Betrieb oder eine Attraktion führst, lohnt der Blick auf die Kategorien der Awards: Accessible and Inclusive Tourism, New Tourism Business, Self-Catering Accommodation, Regenerative Tourism. Daraus lässt sich ein einfacher Check ableiten: Wo bist du sauber aufgestellt, wo fehlt ein klares Profil, und wo ist dein Angebot für Gäste sofort erkennbar?
Die zentrale Botschaft ist simpel. Gute Betriebe brauchen nicht nur saubere Zahlen, sondern auch Geschichten, die sich verkaufen lassen. Genau dafür sind solche Awards gemacht.

