SuitePad hat einen kostenlosen „Room Service Menu Analyzer“ veröffentlicht, der Hotelkarten in zehn Kategorien bewertet – ohne Registrierung, Ergebnis in zwei Minuten per E-Mail. Die Datenbasis: 200.000 Bestellungen aus über 500 Hotels zwischen Anfang 2024 und Anfang 2026. Top-Hotels verdienen 257 Euro pro Zimmer und Jahr aus dem Room Service, der Median liegt bei 99 Euro.
Wer wissen will, warum der Room Service im eigenen Haus kaum läuft, braucht künftig keinen externen Berater mehr. SuitePad, Berliner Anbieter für digitale Gästekommunikation, hat ein kostenloses Online-Tool veröffentlicht, das Speisekarten automatisch analysiert und in zehn Kategorien bewertet. Der Prozess dauert laut Unternehmensangaben zwei Minuten – hochladen, E-Mail-Adresse eingeben, Ergebnis abwarten.
Was das Tool bewertet
Der „Room Service Menu Analyzer“ prüft eine hochgeladene Speisekarte auf zehn Dimensionen. Darunter fallen Menütiefe, Umsatzstruktur, Preisgestaltung und Upselling-Potenzial. Eine Registrierung ist nicht nötig – die Ergebnisse kommen per Mail.
- Menütiefe: Wie breit und tief ist das Angebot aufgestellt?
- Umsatzstruktur: Welche Kategorien tragen wie viel bei?
- Preisgestaltung: Sind die Preispunkte realistisch und margenoptimiert?
- Upselling: Gibt es Extras, Beilagen, Add-ons?
- Fotos und Darstellung: Werden Hauptgerichte visuell unterstützt?
Grundlage: SuitePad Room Service Benchmark Report 2026, 200.000 Bestellungen, 500+ Hotels, Zeitraum Anfang 2024 bis Anfang 2026.
Das steckt hinter den Daten
Basis des Analyzers ist der „SuitePad Room Service Benchmark Report 2026“, den das Unternehmen ebenfalls kostenlos zum Download anbietet. Die Auswertung zeigt ein deutliches Leistungsgefälle: Die besten 25 Prozent der untersuchten Hotels erzielen 257 Euro Room-Service-Umsatz pro Zimmer und Jahr, der Median liegt bei 99 Euro – also weniger als die Hälfte.
SuitePad kommt zu dem Schluss, dass Standort, Marke oder Sternekategorie diesen Unterschied nicht erklären. Entscheidend sind laut Report operative Entscheidungen: Menüaufbau, Preispunkte, Prozesse.
Drei Befunde, die aufhorchen lassen
Der Report liefert konkrete Zahlen, die zeigen, wo die meisten Hotels Umsatz liegen lassen:
- Fotos auf der Karte: Hotels, die Hauptgerichte mit Fotos zeigen, verzeichnen 27 Prozent mehr Bestellungen.
- Beilagen und Extras: Die Einbindung von Add-ons erhöht den durchschnittlichen Bestellwert um 29 Prozent – die Mehrheit der Hotels nutzt diese Option nicht.
- Der Burger-Effekt: 91 Prozent der Hotels, die einen Burger anbieten, bekommen auch Bestellungen. Trotzdem haben 29 Prozent kein Burger-Angebot auf der Karte.
Was Moritz von Petersdorff-Campen dazu sagt
Die meisten Hotels wissen schlicht nicht, wo ihr Room-Service-Betrieb wirklich steht. Wir haben dieses Tool entwickelt, weil die Daten vorhanden sind, die Schwachstellen behebbar sind – und Hotels dafür keinen Berater brauchen sollten.
– Moritz von Petersdorff-Campen, CEO von SuitePad
Für wen lohnt sich der Check?
Das Tool ist besonders für F&B-Verantwortliche und Hoteldirektoren interessant, die Room Service betreiben, aber keine klare Datenbasis über die eigene Performance haben. Wer seinen Analyzer-Report mit den Benchmark-Zahlen aus dem Report abgleicht, bekommt eine schnelle Einschätzung, wo das eigene Haus im Vergleich zu den 500 analysierten Betrieben steht.
- Ihr habt Room Service, aber kaum Datenbasis zur Performance?
- Die Bestellzahlen stagnieren, obwohl das Angebot solide ist?
- Eure Karte hat keine Fotos oder kaum Extras/Add-ons?
- Ihr wollt euren Wareneinsatz besser auf umsatzstarke Positionen konzentrieren?
- Ein externer Berater für F&B-Optimierung wäre zu teuer?
Wenn du drei oder mehr Punkte mit Ja beantwortest: Analyzer starten, Report herunterladen, intern auswerten.
Der Room Service gilt in vielen Häusern als notwendiges Übel – teuer im Betrieb, selten ein Umsatztreiber. Die SuitePad-Daten zeigen, dass das vor allem eine Frage der Kartengestaltung ist. Ein kostenloser Tool-Check ist ein sinnvoller erster Schritt – vorausgesetzt, die Ergebnisse werden auch intern besprochen und nicht in der Inbox vergessen.

