Svea Marie Kropp aus dem Hamburger Hotel The Fontenay gewinnt den Rudolf Achenbach Preis 2026 — den wichtigsten Nachwuchskochwettbewerb Deutschlands. Das Finale fand am 20. und 21. Mai in der Frankfurter Naxoshalle statt. Erstmals seit 2025 dürfen auch Azubis im zweiten Lehrjahr antreten.
Sechs Finalplätze, zwei Tage, ein Siegermenü: Im Finale des Rudolf Achenbach Preises 2026 hat sich Svea Marie Kropp vom Hotel The Fontenay in Hamburg den ersten Platz gesichert. Die 24-Jährige befindet sich im dritten Lehrjahr und überzeugte die Jury mit handwerklichem Können, Kreativität und Nervenstärke unter Zeitdruck.
So lief das Finale ab
Gastgeber war erneut die Naxoshalle in Frankfurt — eine ehemalige Industriehalle, die dem Wettbewerb eine eigene Atmosphäre gibt. Die sechs Finalplätze hatten sich die Teilnehmenden in drei Halbfinals in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück erkämpft, jeweils mit einem Drei-Gang-Menü.
Das Finale lief über zwei Tage. Am ersten Tag stand theoretisches Wissen auf dem Programm: Fachfragen und Warenerkennung. Tag zwei gehörte der Praxis — sechs Stunden Zeit, ein Foodtruck als Küche, ein Drei-Gang-Menü plus Fingerfood. Der entscheidende Kniff: Der Warenkorb wurde erst kurz vor dem Kochen bekanntgegeben. Kein Vorbereiten, kein Einüben — nur Reaktion und Können.
- 1. Platz: Svea Marie Kropp | The Fontenay, Hamburg | 3. Lehrjahr
- 2. Platz: Leonie Maier | 1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant, Hayingen | 3. Lehrjahr
- 3. Platz: Shakhrizoda Bakhodirova | Landhotel Voshövel, Schermbeck | 2. Lehrjahr
- Dennis Weinert | Traube Tonbach, Baiersbronn | 3. Lehrjahr
- Isabelle Hatesuer | Gasthaus Müller, Barsinghausen/Göxe | 3. Lehrjahr
- Maike Hohndorf | Dorint Hotel Frankfurt/Oberursel | 3. Lehrjahr
Wettbewerb öffnet sich für jüngere Azubis
Seit 2025 dürfen auch Auszubildende im zweiten Lehrjahr teilnehmen. Das verändert das Teilnehmerfeld spürbar: Rund ein Drittel der Halbfinal-Kandidierenden 2026 befand sich im zweiten Ausbildungsjahr. Mit Shakhrizoda Bakhodirova vom Landhotel Voshövel schaffte es eine Zweitjährliche sogar bis auf den dritten Finalplatz.
Mut, Talent und Neugier hängen nicht vom Ausbildungsjahr ab. Entscheidend sind Motivation, Ehrgeiz und der Wille, etwas zu gestalten.
– Katrin Achenbach, Enkelin des Firmengründers Rudolf Achenbach, bei der Siegerehrung
Katrin Achenbach hob bei der Siegerehrung auch den Wandel des Wettbewerbs insgesamt hervor: moderner, digitaler, jünger — und deutlich weiblicher. Das spiegelt das Finale 2026 gut wider: Vier der sechs Finalplätze gingen an Frauen, die Top drei ausschließlich.
Wer steckt hinter dem Preis?
Der Rudolf Achenbach Preis wird gemeinsam von Transgourmet und dem Verband der Köche Deutschlands (VKD) ausgerichtet. VKD-Präsidiumsmitglieder Joachim Elflein und Thorben Grübnau betonten bei der Veranstaltung die Bedeutung des Wettbewerbs als Karrieresprungbrett: Viele ehemalige Teilnehmende hätten seither beachtliche berufliche Wege eingeschlagen.
Die Jury 2026
Die Bewertung übernahm eine Fachjury mit Branchenerfahrung. Dabei waren unter anderem Anne Brandes vom Restaurant Cornelia Poletto in Hamburg sowie Alexander Oos als Inhaber von Wein- und Tafelrunden. Die vollständige Juryliste wurde vom Veranstalter veröffentlicht.
- Theorieprüfung: Fachfragen und Warenerkennung am ersten Finaltag
- Praxisprüfung: Drei-Gang-Menü plus Fingerfood in sechs Stunden
- Überraschungsmoment: Warenkorb erst kurz vor dem Kochen bekanntgegeben
- Kochort: Foodtrucks innerhalb der Naxoshalle Frankfurt
- Qualifikation: Drei Halbfinals in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück


