Deutschlands Beherbergungsbetriebe zählten im ersten Quartal 2026 insgesamt 86,7 Millionen Übernachtungen — 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Rekord aus dem Jahr 2024 bleibt mit 88,7 Millionen aber noch unerreicht. Sowohl Inlands- als auch Auslandsgäste legten zu.
Das Frühjahr 2026 läuft für die deutsche Hotellerie solide. Destatis hat die Zahlen für Januar bis März ausgewertet — und das Ergebnis ist ein klares Plus gegenüber dem Vorjahr, wenn auch kein Rekord.
86,7 Millionen Übernachtungen im Quartal
Zwischen Januar und März 2026 buchten Gäste in deutschen Beherbergungsbetrieben insgesamt 86,7 Millionen Übernachtungen. Das sind 2,5 Prozent mehr als im ersten Quartal 2025. Zum Vergleich: Der bisherige Rekordwert für diesen Zeitraum liegt bei 88,7 Millionen Übernachtungen aus dem Jahr 2024 — diesen Wert verfehlt das laufende Jahr um 2,3 Prozent.
Für den März allein weisen die vorläufigen Zahlen ein Plus von 1,1 Prozent bei den Übernachtungen und 0,8 Prozent bei den Gästeankünften gegenüber März 2025 aus. Die Ergebnisse für den März basieren auf einem Forecasting-Verfahren von Destatis und werden noch durch endgültige Meldedaten präzisiert.
Inlandsgäste treiben das Wachstum
Der Zuwachs kommt aus beiden Richtungen — Inland wie Ausland — fällt aber unterschiedlich stark aus.
- Inlandsgäste: 43,8 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
- Auslandsgäste: 9,4 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 1,5 Prozent
Inlandstourismus bleibt damit die klar dominierende Säule. Fast 80 Prozent aller Übernachtungen im ersten Quartal gehen auf Gäste aus Deutschland zurück — ein strukturelles Muster, das sich im Winterquartal regelmäßig zeigt, da internationale Urlaubsreisen stärker in die Sommer- und Herbstmonate fallen.
Die Ergebnisse für März 2026 stammen aus einem Forecasting-Verfahren von Destatis. Das Amt berechnet vorläufige Schätzwerte auf Basis von Vorjahresdaten und frühzeitig eingehenden Meldungen. Endgültige Zahlen folgen nach vollständigem Eingang der Betriebsmeldungen. Die Quartalsdaten für Januar und Februar gelten als belastbarer.
Einordnung: Solide Erholung, kein Boom
Das Plus von 2,5 Prozent ist ein gutes Signal — es zeigt, dass die Reisenachfrage in Deutschland stabil wächst. Gleichzeitig bleibt der Rückstand zum Rekordquartal 2024 real. Damals trieb eine Kombination aus Nachholeffekten post-Corona und günstigen Osterferienterminen die Zahlen nach oben.
Für Hotelbetriebe bedeutet das: Die Auslastung zieht an, aber Preisspielräume entstehen erst, wenn die Nachfrage das Angebot stärker unter Druck setzt. Ob das im weiteren Jahresverlauf gelingt, hängt stark vom Sommer- und Herbstgeschäft ab — und davon, wie sich die Buchungslage aus dem Ausland entwickelt, wo das Wachstum mit 1,5 Prozent noch verhaltener ausfällt.

