Das Wichtigste in Kürze

Vietnam und die Philippinen haben ein Tourismusabkommen für 2026 bis 2029 unterschrieben. Geplant sind gemeinsame Marketingaktionen, Paketreisen und mehr Flüge zwischen Manila, Cebu, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt.

Für Vietnam kommt das zur richtigen Zeit: Laut Skift kamen 2025 rund 21,2 Millionen internationale Gäste ins Land. Das macht Vietnam gerade zu einem der dynamischsten Reiseziele in Südostasien.

Warum der neue Pakt zählt

Der Deal ist mehr als ein Handschlag. Vietnam und die Philippinen wollen ihre Reisenachfrage gemeinsam anschieben. Im Fokus stehen gemeinsame Kampagnen, gebündelte Angebote und mehr Kapazität auf der Strecke zwischen beiden Ländern.

Die Regierung in Manila verweist darauf, dass fast eine halbe Million Filipinos 2025 nach Vietnam gereist sind. Umgekehrt zählte die Philippinen-Seite nur 33.599 Besucher aus Vietnam. Genau diese Schieflage wollen beide Länder drehen.

Tourismuspakt 2026–2029

Was drinsteht: gemeinsame Vermarktung, Paketangebote, mehr Flugfrequenzen.
Route im Fokus: Manila, Cebu, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt.
Politischer Rahmen: Unterzeichnung während des Staatsbesuchs von Tô Lâm in Manila.

Was Vietnam gerade so stark macht

Die Zahlen sprechen für sich. Vietnam meldete 2025 laut Skift 21,2 Millionen internationale Ankünfte. Dazu kommt ein Wachstum im zweistelligen Bereich auch im laufenden Jahr 2026. Das ist kein kurzer Hype, das ist ein klarer Lauf.

Die Treiber hinter dem Wachstum

  • Mehr Direkt- und Umsteigeverbindungen in die großen Städte.
  • Gezielte Promotions für Fern- und Regionalmärkte.
  • Investitionen in digitale Angebote und Tourismusinfrastruktur.

Genau hier setzt die Regierung an. Sie modernisiert Buchungs- und Informationskanäle, baut die Luftfahrt-Infrastruktur aus und schiebt neue Kampagnen in den Markt. Das hilft vor allem dort, wo der Gast zuerst online entscheidet und erst danach bucht.

Spannend ist der Mix: Vietnam setzt nicht nur auf mehr Gäste, sondern auf mehr Zugang. Das ist der sauberere Hebel.

Warum Flugverbindungen jetzt so wichtig sind

Ohne Kapazität kein Wachstum. Der neue Pakt zwischen Vietnam und den Philippinen zielt deshalb direkt auf Flugfrequenzen. Mehr Verbindungen bedeuten weniger Reibung, kürzere Reisezeiten und bessere Chancen für Kurztrips, Rundreisen und Kombi-Programme.

Die neue direkte Verbindung von VietJet zwischen Manila und Ho-Chi-Minh-Stadt dürfte den Druck in diese Richtung zusätzlich erhöhen. Für die Branche heißt das: Wer Pakete baut, braucht Flugpläne im Blick, nicht nur Hotelraten.

Was Reiseveranstalter daraus lesen können

  • Kombireisen zwischen zwei ASEAN-Märkten werden einfacher zu verkaufen.
  • City-Stays mit Stopover-Funktion bekommen mehr Gewicht.
  • Regionale Partnerschaften werden zum Vertriebshebel, nicht nur zur PR-Meldung.

Was du an diesem Beispiel ablesen kannst

Vietnam zeigt, wie Destination Growth heute funktioniert: nicht nur über Bilder und Strandklischees, sondern über Flugzugang, digitale Buchbarkeit und politische Absprachen mit Nachbarstaaten. Das ist nüchtern, aber wirksam.

Für andere Märkte ist das ein klares Signal. Wer Besucherzahlen hochziehen will, muss die Anreise einfacher machen und Partner im Ausland aktiv mitziehen. Sonst bleibt Wachstum Stückwerk.


Einordnung für die Branche

Der neue Vietnam-Philippinen-Pakt ist kein großes Symbolfoto. Er zielt auf konkrete Buchungsströme. Genau deshalb ist er interessant: Er verbindet Marketing, Airline-Themen und Nachfrageaufbau in einem einzigen Schritt.

Für Hotellerie, Incoming-Agenturen und DMCs in der Region bleibt vor allem eine Frage offen: Wer baut aus der neuen Verbindung schnell genug marktfähige Pakete? Wer das schafft, holt zuerst die Buchungen ab.

HÄUFIGE FRAGEN

Worum geht es bei dem neuen Tourismuspakt?

Vietnam und die Philippinen haben ein Programm für 2026 bis 2029 unterschrieben. Es setzt auf gemeinsame Marketingkampagnen, Paketreisen und mehr Flüge.

Wie viele internationale Gäste hatte Vietnam 2025?

Laut Skift kamen 2025 rund 21,2 Millionen internationale Gäste nach Vietnam.

Welche Strecken stehen im Mittelpunkt?

Genannt werden Verbindungen zwischen Manila und Cebu auf der einen Seite sowie Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt auf der anderen.

Warum ist der Deal für die Branche wichtig?

Mehr Flugfrequenzen und gemeinsame Vermarktung machen es leichter, Reisen zwischen beiden Ländern zu verkaufen. Das hilft Airlines, Veranstaltern und Hotels.
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