Das Wichtigste in Kürze

In der ersten World-Cup-Woche steigt der RevPAR in den Host Cities laut CoStar um 24 bis 133 Prozent. Der Anstieg kommt vor allem über höhere ADR, nicht über volle Häuser.

Nur wenige Märkte legen bei der Belegung zu. San Francisco, New York City und Los Angeles melden Zuwächse, während andere Städte wie Boston und Guadalajara Rückgänge sehen.

Der Fußball bringt Umsatz. Nicht überall bringt er volle Betten. Genau das zeigt der erste Blick auf die World-Cup-Zahlen in den Host Cities.

Warum der RevPAR steigt

Laut CoStar liegt der RevPAR in den ersten drei Spieltagen 24 bis mehr als 100 Prozent über dem Vorjahr. Der Treiber ist klar: Die Häuser ziehen die Preise an. Jan Freitag, National Director of Hospitality Analytics bei CoStar, sagt dazu: "This is more of a rate event than an occupancy event,".

Das passt zum Bild aus den Märkten. In New York berichten Cendyn-Kunden von deutlich höheren ADR. Auch in anderen Städten steigen die Raten vor allem rund um die Spiele. Wer an einem Matchday anreist, zahlt mehr. Wer ohne Ticket kommt, bleibt oft außen vor.

Drei Zahlen, die du dir merken solltest
  • RevPAR: +24 % bis +133 % in der ersten World-Cup-Woche
  • U.S. Hotel Demand: fast 28 Millionen verkaufte Zimmer in der Woche vom 7. bis 13. Juni
  • Host Cities: 16 Städte, 48 Teams, 72 Gruppenspiele

Wo die Belegung hinterherhinkt

Die Auslastung läuft nicht überall mit. Laut CoStar legen nur San Francisco, New York City und Los Angeles bei der Occupancy zu. In den anderen sechs beobachteten Host Markets sinkt sie. Boston fällt um 4 Prozent, Guadalajara sogar um fast 35 Prozent.

Das zeigt ein Muster, das Hoteliers gut kennen: starke Peaks, schwache Zwischenräume. Spieltage laufen. Dazwischen wird es schnell dünn.

Was das für Hotels praktisch heißt

  • Raten gezielt für Matchdays hochziehen
  • Zwischentage mit flexibleren Preisen füllen
  • Stornierungen und Last-Minute-Buchungen eng beobachten
  • Direct Booking und OTA-Channel getrennt steuern
Die World Cup Week wirkt wie ein Preis-Booster, nicht wie ein garantierter Auslastungsschub. Das macht Revenue-Teams froh. Für den operativen Betrieb bleibt es aber ein Flickenteppich.

Warum die Nachfrage so sprunghaft bleibt

Ein Teil der Gäste bucht kurzfristig. Ein anderer wartet ab, welche Teams weiterkommen. Genau das macht den Markt unruhig. Der Artikel verweist auch auf Probleme im Short-Term-Rental-Segment: Manche Hosts und Hotels mussten Raten kurzfristig senken, wenn die Nachfrage hinter den Erwartungen blieb.

Für Host Cities ist das ein Warnsignal. Großereignisse liefern nicht automatisch volle Häuser. Sie liefern vor allem dann gute Zahlen, wenn Preissteuerung, Event-Kalender und Team-Dynamik zusammenpassen. Sonst bleibt am Ende nur der teure Zimmerpreis übrig.

Was jetzt entscheidend wird

Der eigentliche Test kommt mit der K.o.-Phase. Wenn bestimmte Teams weiterkommen, verschiebt sich die Nachfrage noch einmal. Dann kann ein Markt plötzlich ziehen, während der nächste leerläuft. Für Hotels heißt das: enges Forecasting, schnelle Reaktion, keine starren Preispläne.

Wer die World Cup Week nur als Belegungsstory liest, liegt daneben. Es ist eine Rate-Story. Und die wird erst mit den nächsten Spielrunden richtig spannend.


  • RevPAR entwickelt sich in vielen Host Cities deutlich besser als die Occupancy.
  • Die Preissteigerungen kommen vor allem über ADR.
  • Nur wenige Städte profitieren gleichzeitig bei Rate und Auslastung.

HÄUFIGE FRAGEN

Um wie viel ist der RevPAR in der ersten World-Cup-Woche gestiegen?

Der RevPAR in den Host Cities ist laut CoStar um 24 bis 133 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch höhere Zimmerpreise (ADR) getrieben, nicht durch vollere Hotels.

Welche Städte verzeichnen steigende Belegungsquoten während der World Cup?

Nur San Francisco, New York City und Los Angeles melden Zuwächse bei der Occupancy. In anderen Städten wie Boston und Guadalajara sinken die Belegungsquoten sogar.

Warum bleibt die Belegung in vielen Host Cities hinter dem RevPAR zurück?

Die Nachfrage ist sehr sprunghaft, da viele Gäste kurzfristig buchen oder abwarten, welche Teams weiterkommen. Dies führt zu starken Peaks an Spieltagen und schwachen Zwischentagen.

Was sollten Hotels praktisch bei der World Cup tun?

Hotels sollten Zimmerpreise gezielt für Spieltage erhöhen, Zwischentage flexibler bepreisen, Stornierungen beobachten und Direct-Booking- sowie OTA-Kanäle getrennt steuern.
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