Accor hat 32 Hotels in Australien in das LGBTIQ+-Inclusion-Programm von Welcome With Pride aufgenommen. Bis Ende 2026 sollen 50 Häuser mitmachen. Das Programm setzt auf Training und Akkreditierung, nicht auf warme Worte.
Accor treibt das Thema LGBTIQ+-Inklusion in Australien weiter voran. Der Konzern hat 32 Hotels in Australien in das Trainingsprogramm von Welcome With Pride aufgenommen. Bis Ende 2026 soll die Zahl auf 50 steigen.
- 32 Hotels nehmen bereits teil.
- 50 Hotels sollen es bis Ende 2026 werden.
- Das Programm arbeitet mit Training und Akkreditierung.
- Die Meldung verweist auf Forschung, nach der viele LGBTIQ+-Reisende ihr Verhalten unterwegs anpassen.
Was Accor konkret macht
Die Initiative läuft über Welcome With Pride. Im Zentrum steht ein evidenzbasiertes Trainingsprogramm für Mitarbeitende. Es geht also nicht nur um ein internes Memo oder ein neues Logo in der Lobby.
Die Hotels sollen Teams fit machen für den Umgang mit LGBTIQ+-Gästen im Alltag. Die Rückmeldung aus dem Programm: Mitarbeitende berichten von zweistelligen Zuwächsen bei Selbstvertrauen und Engagement. Genau das zählt am Front Desk, im Service und bei der Anreise.
- Schulung für Hotelteams
- Akkreditierung der teilnehmenden Häuser
- Ausbau über das ganze Netzwerk
- Fokus auf Alltagssituationen statt Imagekampagne
Warum das für die Branche zählt
Die Meldung verweist auf Forschung, nach der viele LGBTIQ+-Reisende ihr Verhalten unterwegs verändern, also etwa Kleidung, Sprache oder Auftreten anpassen, um Diskriminierung zu vermeiden. Das ist kein Randthema. Das betrifft Ankunft, Check-in, Bar, Spa und Housekeeping.
Für Hotels heißt das: Sicherheit entsteht im Detail. Wie spricht das Team Gäste an? Wie reagiert es bei Unsicherheit? Wie konsequent greift ein Haus durch, wenn sich jemand nicht respektvoll verhält? Genau dort entscheidet sich, ob ein Gast wiederkommt.
Australien als Testfeld
Accor erweitert das Programm zuerst im australischen Hotelnetz. Das ist smart gewählt, weil der Markt groß genug ist, um Prozesse sauber auszurollen, und klein genug, um messbar zu bleiben. 32 Hotels sind schon drin. 18 weitere fehlen noch bis zum Ziel.
Was Hoteliers daraus mitnehmen können
- Ein Trainingsprogramm wirkt nur, wenn Führungskräfte mitziehen.
- Akkreditierung schafft Verbindlichkeit, wenn sie an klare Standards gekoppelt ist.
- Ohne regelmäßige Schulung verpufft der Effekt schnell.
Accor nennt das eine Einladung an Gäste, Heartists und Community-Mitglieder, sich willkommen und unterstützt zu fühlen. Der Satz ist breit angelegt. Die Wirkung entsteht erst dann, wenn das im Betrieb auch so ankommt.
Einordnung für Hotellerie und HR
Der Schritt passt in eine Phase, in der große Hotelgruppen ihre Recruiting- und Kulturthemen stärker sichtbar machen. In Australien läuft bei Accor auch eine Disability Employment Initiative, dazu kommen weitere Programme zu inklusiver Rekrutierung. Wer Personal halten will, muss mehr liefern als Benefits im Stelleninserat.
Für die Branche ist das ein praktischer Hinweis: Inklusion funktioniert nicht als Kampagne, sondern als Prozess. Schulung, Feedback, Konsequenz. Klingt trocken? Ist aber genau der Punkt.

