Der deutsche Dienstleistungssektor hat im Februar 2026 real 0,3 % mehr Umsatz erzielt als im Vormonat. Im Jahresvergleich steht ein Plus von 2,4 % real und 4,0 % nominal. Den stärksten Zuwachs verbuchten freiberufliche und technische Dienstleistungen mit +0,9 %.
Kleines Plus, stabiles Signal: Der Dienstleistungssektor in Deutschland hat im Februar 2026 preisbereinigt 0,3 % mehr umgesetzt als im Januar. Nominal – also ohne Preisbereinigung – lag das Wachstum bei 0,5 %. Das sind vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis), veröffentlicht am 7. Mai 2026.
Für die Branche relevant: Der Vorjahresvergleich fällt deutlich stärker aus. Gegenüber Februar 2025 stieg der Umsatz real um 2,4 % und nominal um 4,0 %. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten zeigt, dass die Preise im Sektor weiter anziehen – rund 1,6 Prozentpunkte der nominalen Steigerung entfallen auf Preissteigerungen, nicht auf echtes Mengenwachstum.
Wer zulegt – und wie stark
Nicht alle Branchen entwickeln sich gleich. Die Destatis-Daten schlüsseln die Zuwächse gegenüber Januar 2026 auf:
Was die Zahlen für Hotellerie und Gastronomie bedeuten
Destatis fasst den Dienstleistungssektor weit: Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sind explizit ausgenommen, Gastgewerbe und Tourismus dagegen im Gesamtbild enthalten – auch wenn sie in dieser Pressemitteilung nicht einzeln ausgewiesen werden. Das wachsende Segment Verkehr & Lagerei deutet auf höhere Mobilitätsnachfrage hin, was wiederum Buchungsvolumen im Beherbergungsgewerbe stützt.
Der nominale Anstieg von 4,0 % gegenüber Februar 2025 ist aus Betreiber-Perspektive zweischneidig: Höhere Umsätze klingen gut, doch ein Teil davon geht auf Preissteigerungen zurück – auf der Einkaufsseite genauso wie auf der Angebotsseite. Wer seine Durchschnittsrate 2025 nicht angepasst hat, hat real verloren.
Die zur Preisbereinigung genutzten Erzeugerpreisindizes erscheinen quartalsweise und werden rückwirkend revidiert. Am aktuellen Rand schätzt Destatis sie. Das kann dazu führen, dass reale Umsatzindizes bei Quartalsveröffentlichungen stärker revidiert werden als in anderen Berichtsmonaten. Die aktuellen Februar-Zahlen sind vorläufig.
Wie du die Daten selbst auswerten kannst
Destatis stellt die vollständigen Zeitreihen in der Datenbank GENESIS-Online unter Tabelle 47414 frei zur Verfügung. Dort lassen sich Segmente filtern, Zeiträume anpassen und Rohdaten für eigene Auswertungen exportieren – praktisch für alle, die Benchmark-Daten für Controlling oder Investoren-Präsentationen brauchen.

