Die MHP Hotel AG steigerte ihren Konzernumsatz 2025 um elf Prozent auf 178,1 Millionen Euro. Das Ebitda legte überproportional um 35 Prozent auf 14 Millionen Euro zu. Treiber: der erste vollständige Jahresbeitrag des Koenigshof München sowie der Anlauf des Conrad Hamburg.
Zweistelliges Umsatzwachstum, ein Ebitda-Sprung um ein Drittel, sinkende Corona-Altschulden – die MHP Hotel AG hat 2025 solide abgeliefert. Der Konzernumsatz kletterte von 161 auf 178,1 Millionen Euro, das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 10,4 auf 14 Millionen Euro.
Was die Zahlen antreibt
Zwei Häuser stehen hinter dem Sprung: das Koenigshof, a Luxury Collection Hotel, Munich und das Conrad Hamburg. Das Koenigshof hatte im Juni 2024 eröffnet – 2025 war damit erstmals ein volles Geschäftsjahr abrechenbar. Beitrag: 12,2 Millionen Euro. Das Conrad Hamburg startete im September 2025 in den Betrieb und steuerte in der kurzen Anlaufphase bereits drei Millionen Euro bei.
Das JW Marriott Hotel Frankfurt steigerte seinen Umsatz trotz laufender Umbauarbeiten um rund fünf Prozent. Drei Häuser, drei unterschiedliche Phasen – und trotzdem in Summe ein positiver Ergebnisbeitrag. COO Michael Wagner kommentiert das so:
Es freut mich, dass unsere drei Luxushotels in Hamburg, München und Frankfurt im Jahr 2025 trotz der planmäßigen Anlauf-, Eröffnungs- und Umbauphasen einen insgesamt positiven Ergebnisbeitrag geleistet haben. Damit haben wir operativ nahtlos an das starke Jahr 2024 angeknüpft.
– Michael Wagner, COO der MHP Hotel AG
RevPAR, Auslastung, Zimmerpreis
Bereinigt um den Anlaufeffekt des Conrad Hamburg stieg der RevPAR – Umsatz pro verfügbarem Zimmer – um sechs Prozent auf 179 Euro. Inklusive Hamburg lag er bei 174 Euro, die Belegungsquote planmäßig bei 75 Prozent. Zum Vergleich: Das bereinigte Portfolio kam auf 78 Prozent Auslastung.
Der durchschnittliche Zimmerpreis stieg auf 231 Euro – das sind 13 Euro mehr als 2024. MHP wertet das als Beleg, dass die Premiumstrategie steigende Nachfrage direkt in höhere Preise übersetzen lässt. Preisdurchsetzung statt Auslastungsmaximierung – das ist das Rezept im Luxussegment.
Ebitda-Prognose knapp verfehlt
Einen kleinen Dämpfer gab es: Die ursprüngliche Ebitda-Prognose von 15 Millionen Euro wurde leicht unterschritten. Grund ist das Conrad Hamburg – der Umfang der aktivierbaren Investitionen lag final unter den ursprünglichen Annahmen, was den Investitionszuschuss entsprechend schmälerte. Bereinigt um den Conrad-Beitrag erzielte MHP ein operatives Ebitda von rund acht Millionen Euro, ein Plus von 33 Prozent gegenüber sechs Millionen Euro im Vorjahr.
- Koenigshof, a Luxury Collection Hotel, Munich – eröffnet Juni 2024, erster vollständiger Jahresbeitrag 2025: 12,2 Mio. €
- Conrad Hamburg – Eröffnung September 2025, Anlaufumsatz 2025: 3 Mio. €
- JW Marriott Hotel Frankfurt – Umsatzsteigerung trotz Umbau: ca. +5 %
MHP Hotel AG ist im m:access der Börse München notiert (ISIN: DE000A3E5C24).
Corona-Schulden weiter abgebaut
Das operative Ergebnis floss nicht nur in die Bilanz, sondern direkt in den Schuldenabbau. MHP tilgte planmäßig zwei Millionen Euro aus dem KfW-Corona-Kredit und baute zusätzlich rund sechs Millionen Euro an Verbindlichkeiten gegenüber Verpächtern, Franchisepartnern und Lieferanten ab. Gesamtergebnis: Die Verbindlichkeiten sanken um acht Millionen Euro. Die Veränderung der Finanzmittel im Geschäftsjahr 2025 belief sich auf minus 3,7 Millionen Euro – ein erwartbarer Effekt bei gleichzeitigem Schuldenabbau und laufenden Investitionen.
Was 2026 bringt
MHP hat den Ausblick für 2026 bestätigt. Das Conrad Hamburg wird erstmals einen vollen Jahresbeitrag liefern, das JW Marriott Frankfurt dürfte nach Abschluss der Umbauarbeiten wieder uneingeschränkt laufen. Das Premiumsegment zeigt sich weiterhin robust – der Markt für Luxushotellerie in deutschen Großstädten profitiert von anhaltend hoher Nachfrage internationaler Gäste und einem knappen Angebot in der obersten Kategorie.

