Marriott International hat 2025 einen neuen Rekord aufgestellt: 8,4 Millionen US-Dollar flossen an das Children's Miracle Network (CMN) – mehr als je zuvor in einem Jahr. Seit Beginn der Partnerschaft 1983 hat der Konzern damit insgesamt 178 Millionen Dollar für lokale Kinderkliniken gesammelt. In Kanada wurde erstmals die Marke von einer Million kanadischer Dollar geknackt.
Seit 43 Jahren schickt Marriott International Geld an Children's Miracle Network Hospitals – und 2025 war das bisher stärkste Jahr dieser Partnerschaft. 8,4 Millionen US-Dollar kamen zusammen, verteilt auf mehr als 170 gemeinnützige Kinderkliniken in Nordamerika. Das Besondere: Das Geld bleibt lokal. Jede Spende geht an das CMN-Mitgliedskrankenhaus in der Region des jeweiligen Hotels.
Längste Corporate-Partnerschaft in der CMN-Geschichte
Marriott ist der älteste und am längsten aktive Unternehmenspartner von Children's Miracle Network – eine Rolle, die der Konzern seit 1983 ohne Unterbrechung innehat. Was als kleineres Engagement begann, hat sich zu einer der größten Fundraising-Strukturen in der Hotelbranche entwickelt.
Die 178 Millionen Dollar, die in über vier Jahrzehnten zusammengekommen sind, fließen direkt in die operative Arbeit der Kliniken – nicht in Overhead oder überregionale Strukturen. CMN Hospitals gibt an, jährlich rund 400 Millionen Dollar für seine 170 Mitgliedskrankenhäuser zu sammeln. Marriott ist damit einer der bedeutendsten Einzelpartner im gesamten Netzwerk.
Wie das Fundraising funktioniert
Marriott setzt bei der Spendensammlung auf mehrere Kanäle gleichzeitig. Mitarbeitende in den Hotels sind zentral eingebunden – durch interne Aktionen, Veranstaltungen und direkte Spendenaufrufe. Gäste können an der Rezeption oder beim Check-out beitragen. Und auch Marriott Vacations Worldwide, der börsennotierte Ferienwohnungs-Ableger des Konzerns, ist Teil der Struktur: Marriott Vacations Worldwide hat über seine eigene CMN-Partnerschaft inzwischen 20 Millionen Dollar gesammelt.
- Jedes teilnehmende Hotel wählt das lokale CMN-Mitgliedskrankenhaus als Spendenempfänger
- Gäste können direkt beim Check-out oder über spezielle Kampagnen spenden
- Mitarbeitende organisieren interne Events, Auktionen und Spendenaktionen
- Das gesammelte Geld bleibt in der Region – kein Geld fließt in überregionale CMN-Strukturen
- CMN Hospitals verwendet die Gelder nach eigenem Ermessen dort, wo der Bedarf am größten ist
Was das für die Hotelbranche bedeutet
Corporate Social Responsibility mit messbarer Wirkung
Für Hotelkonzerne wird gesellschaftliches Engagement immer mehr zum strategischen Thema – nicht nur wegen ESG-Berichtspflichten, sondern weil Mitarbeitende und Gäste genauer hinschauen, wofür ein Unternehmen steht. Marriotts 43-jährige CMN-Partnerschaft ist ein Beispiel dafür, wie langfristiges Engagement glaubwürdiger wirkt als kurzfristige Spendenkampagnen.
Lokaler Ansatz schlägt globale Symbolik
Der entscheidende Unterschied zum typischen Unternehmens-Sponsoring: Das Geld landet nicht in einem zentralen Fonds, sondern direkt bei der Kinderklinik vor Ort. Ein Marriott-Hotel in Hamburg spendet an das lokale Kinderkrankenhaus, eines in Vancouver an die Klinik dort. Das macht die Wirkung für Mitarbeitende greifbarer – und erhöht die Bereitschaft, sich zu engagieren.
Kanada als nächste Wachstumsfront
Die erstmalige Million in kanadischen Dollar zeigt, dass das Modell auch außerhalb des US-Kernmarkts skaliert. Für Marriott ist das kein Zufall – der Konzern betreibt in Kanada eine substanzielle Anzahl von Hotels unter Marken wie Westin, Delta Hotels und Courtyard. Dass der Meilenstein 2025 geknackt wurde, deutet auf eine gezielte Ausweitung der internen Fundraising-Strukturen auf den kanadischen Markt hin.
Einordnung: Maßstab für andere Ketten?
178 Millionen Dollar über 43 Jahre – das ist keine Summe, die andere Hotelkonzerne mal eben replizieren können. Aber das Modell selbst ist übertragbar: lokale Partnerklinik, Mitarbeitende als Fundraiser, Gäste niedrigschwellig einbinden. Was Marriott hier über Jahrzehnte aufgebaut hat, zeigt, was passiert, wenn CSR-Engagement nicht nach Kampagnenlauflzeit beendet, sondern als fester Bestandteil der Unternehmenskultur verankert wird. Für junge Fachkräfte, die entscheiden, wo sie arbeiten wollen, ist das kein unwichtiger Faktor.
