Das Radisson Blu Zaffron auf Santorin ist für 28 Millionen Euro an ausländische Investoren verkauft worden. Betreiber bleibt die griechische Hotelgruppe Mitsis, die das Haus im Management-Modell führt. Parallel dazu wurde ein weiteres Hotel auf Kreta veräußert – ein Zeichen dafür, dass griechische Hotelimmobilien für internationale Käufer attraktiv bleiben.
28 Millionen Euro für ein Hotel auf einer der meistfotografierten Inseln der Welt: Das Radisson Blu Zaffron auf Santorin hat den Besitzer gewechselt. Käufer sind ausländische Investoren, die das Objekt als Kapitalanlage sehen – den Betrieb übernehmen sie nicht selbst. Das Haus läuft weiterhin unter der Flagge von Radisson Blu, geführt von der griechischen Hotelgruppe Mitsis Hotels im Management-Vertrag.
Management-Modell als Standard im griechischen Luxussegment
Das Konstrukt ist in der griechischen Hotellerie weit verbreitet: Eigentümer und Betreiber sind getrennte Parteien. Mitsis, eine der größten Hotelgruppen des Landes mit Häusern auf Rhodos, Kos, Kreta und Santorin, tritt dabei als Operator auf – trägt das operative Risiko und die Markenverantwortung, während Investoren das Immobilienkapital bereitstellen.
Für ausländische Käufer hat dieses Modell klare Vorteile: kein eigenes Hospitality-Know-how nötig, etablierter Betreiber an Bord, internationale Markenbindung durch Radisson Blu. Das senkt das Einstiegsrisiko – erhöht aber die Abhängigkeit vom Betreiber.
- Kaufpreis: 28 Millionen Euro
- Käufer: Ausländische Investoren (Namen nicht öffentlich)
- Betreiber: Mitsis Hotels (Management-Vertrag)
- Marke: Radisson Blu (bleibt bestehen)
- Standort: Santorin, Griechenland
- Weiterer Deal: Paralleler Hotelverkauf auf Kreta
Griechenland bleibt Investoren-Hotspot
Der Verkauf auf Santorin ist kein Einzelfall. Griechische Hotelimmobilien ziehen seit Jahren ausländisches Kapital an – aus dem Mittleren Osten, aus Asien und aus Westeuropa. Die Kombination aus starken Tourismusmarken (Santorin, Mykonos, Kreta), wachsenden Gästezahlen und vergleichsweise niedrigen Einstiegspreisen gegenüber anderen Mittelmeer-Destinationen macht den Markt attraktiv.
Gleichzeitig steht Santorin selbst vor Herausforderungen: Erdbebenserien in der Region haben zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt. Berichte deuten darauf hin, dass einige Hotels auf der Insel in geologisch sensiblen Zonen liegen – ein Risikofaktor, den Investoren bei der Due Diligence einkalkulieren müssen.
Was der Deal für die Branche bedeutet
Zwei Hotel-Transaktionen auf griechischen Inseln in kurzer Folge – Santorin und Kreta – zeigen, dass der Markt liquide ist. Verkäufer erzielen solide Preise, Käufer sichern sich Rendite-Assets in einem Tourismus-Segment, das europaweit zu den stärksten gehört. Griechenlands Tourismussaison 2025 läuft nach ersten Berichten robust, auch wenn einzelne Märkte – darunter deutsche Gäste in der Athener Küstenregion – schwächeln.
Für Fachkräfte in der Hotellerie heißt das: Das Eigentümer-Betreiber-Modell wird in Griechenland weiter zunehmen. Wer bei Gruppen wie Mitsis arbeitet oder plant einzusteigen, bewegt sich in einem Umfeld, das von internationalen Kapitalgebern mitgestaltet wird – mit allem, was das für Investitionsentscheidungen, Renovierungsbudgets und strategische Ausrichtung bedeutet.

