Die US-amerikanische Hotellerie hat im März 2026 ein RevPAR-Wachstum von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. San Francisco dominiert das Ranking mit einem Plus von 38,8 % – getrieben durch große Konferenzen. Die Daten stammen von CoStar/STR und setzen den positiven Trend aus dem Februar fort.
Solides Wachstum trotz Gegenwind
Inflation, anhaltende Konflikte im Nahen Osten, längere Sicherheitsschlangen an Flughäfen – und trotzdem buchen Amerikaner weiter Hotels. Der März 2026 bringt laut CoStar STR-Daten eines der stärksten Quartalsergebnisse seit 2024: RevPAR wächst um 5,9 % year-over-year, getragen von steigenden ADR-Werten, besserer Auslastung und anhaltend hoher Reisenachfrage.
In der Woche vom 8. bis 14. März lag die Auslastung bei 65,7 % – ein Plus von 2,3 Prozentpunkten gegenüber der Vergleichswoche 2025. Das deutet darauf hin, dass der Aufschwung nicht nur über höhere Preise läuft, sondern auch über echte Nachfragesteigerung.
San Francisco: Konferenzeffekt in Reinform
Keine andere US-Stadt zeigt im März 2026 so ein dramatisches Plus wie San Francisco: +38,8 % RevPAR. Der Treiber ist bekannt – die Stadt an der Bay ist im Frühjahr ein Magnet für große Technologie- und Branchenkonferenzen. Wenn Salesforce, Google oder ähnliche Tech-Giganten ihre Events in den Moscone Center verlagern, füllen sich die umliegenden Hotels innerhalb weniger Tage komplett.
Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie stark Events den lokalen Hotelmarkt hebeln können. Für Revenue Manager in konferenzstarken Städten ist das ein Signal: Demand-Forecasting auf Basis des lokalen Veranstaltungskalenders zahlt sich direkt in den KPIs aus.
- Luxury-Segment: Verzeichnet laut CoStar-Daten die stärksten RevPAR-Zuwächse – Gäste im Hochpreissegment sind preisunelastischer.
- Economy & Midscale: Auch hier zieht die Auslastung an – das Segment profitiert von Budgetreisenden, die trotz Inflation unterwegs bleiben.
- Konferenzstädte: San Francisco führt, andere Meetingdestinationen folgen dem gleichen Muster.
- Gesamtmarkt: Dritter positiver Monat in Folge – der Trend aus dem Februar setzt sich fort.
Luxus führt, Economy holt auf
Das Wachstum verteilt sich breiter als in vielen Boom-Phasen zuvor. Luxury-Hotels erzielen die größten RevPAR-Gewinne – das war zu erwarten. Überraschender ist, dass Economy- und Midscale-Hotels ebenfalls Auslastungsverbesserungen melden. Das spricht für eine robuste Breite der Nachfrage: Nicht nur Business Traveler und Premiumbuchungen treiben die Zahlen, sondern auch Freizeitreisende im Budget-Segment.
Für Hoteliers bedeutet das: Yield-Management-Strategien, die nur auf Hochpreissegmente zielen, lassen Potenzial liegen. Wer seine Preisstruktur breit aufstellt und auch im Mid-Tier sauber segmentiert, nimmt an diesem Aufschwung auf mehreren Ebenen teil.
Was das für die Branche bedeutet
Die März-Zahlen bestätigen einen Trend, der sich seit Jahresbeginn abzeichnet: Der US-Hotelmarkt 2026 läuft stabiler als viele Ökonomen nach dem schwachen Konsumjahr 2025 erwartet hatten. Drei aufeinanderfolgende Monate mit positiven Year-over-Year-Vergleichen – und das trotz strukturellem Gegenwind – senden ein klares Signal.
- RevPAR +5,9 % YoY im März 2026 (gesamter US-Markt)
- Auslastung in der Woche 8.–14. März bei 65,7 % (+2,3 %)
- San Francisco mit +38,8 % RevPAR – stärkste Einzelperformance
- Luxury-Segment mit den größten RevPAR-Gewinnen
- Economy und Midscale zeigen ebenfalls Auslastungsverbesserung
- Positiver Trend setzt sich aus Februar 2026 fort
Für europäische Hoteliers und Revenue Manager lohnt ein Blick auf diese Zahlen trotzdem: Was in den USA funktioniert – konsequente Konferenz-Demand-Nutzung, breite Segmentierung, Pricing-Disziplin im Luxury-Bereich – sind keine US-Phänomene. Märkte wie Frankfurt, Amsterdam oder Wien zeigen ähnliche Muster, wenn die Nachfrage anzieht.
