VisitBritain führt vom 17. bis 22. Mai 2026 die bislang größte britische Regierungsdelegation in die USA – nach Los Angeles. Die Mission: US-Reiseveranstalter, Airlines und Kulturpartner für Großbritannien als Reiseziel begeistern. Der US-Markt ist für die britische Tourismuswirtschaft der wertvollste überhaupt und bringt laut Prognose 7,5 Milliarden Pfund in diesem Jahr.
Größte Handelsdelegation, die Großbritannien je in die USA geschickt hat
Los Angeles, 17. bis 22. Mai 2026: Im Rahmen des GREAT Britain & Northern Ireland Campaign-Programms Greater Together Los Angeles (GTLA) reist eine Rekorddelegation britischer Wirtschaftsführer in die USA. Hunderte Unternehmensvertreter aus Tourismus, Kreativwirtschaft und anderen Branchen sind dabei – angeführt vom Secretary of State for Business and Trade, Peter Kyle.
VisitBritain-CEO Patricia Yates leitet den Tourismus-Arm der Delegation. Auf dem Programm stehen Roundtable-Diskussionen, Business-to-Business-Networking und ein zweitägiges Matchmaking-Event, bei dem britische Reiseziele auf führende US-Reisehandelsvertreter treffen.
Was die Delegation konkret macht
Der GTLA-Tourismus-Block läuft parallel zum offiziellen Regierungsprogramm. VisitBritain veranstaltet ein zweitägiges B2B-Networking-Event, bei dem Reiseziele aus England, Schottland und Wales ihre Produkte, Erlebnisse und Reiserouten direkt an US-Reisehändler pitchen. Themen der Roundtables:
- Regionales Storytelling – wie vermarktet man Manchester, Glasgow oder Cardiff neben London?
- Premium Travel – welche Angebote ziehen zahlungskräftige US-Gäste an?
- Airline-Konnektivität – Wachstum der Direktverbindungen in britische Regionalflughäfen
Unsere US-Besucher sind enorm wichtig für unsere Tourismusindustrie und unsere Wirtschaft, und Greater Together LA bietet eine starke Plattform, um unser Besucherangebot zu präsentieren, eine überzeugende Geschichte über Großbritannien zu erzählen und neues Geschäft zu generieren.
– Patricia Yates, CEO VisitBritain
Warum Regionalität das zentrale Thema ist
London bleibt für US-Besucher der Haupt-Anlaufpunkt – aber VisitBritain will das ändern. Direktverbindungen zwischen US-Hubs und britischen Regionalflughäfen wie Manchester (MAN) und Glasgow (GLA) sind dabei der Schlüssel. Wer nicht über London einreist, erkundet erfahrungsgemäß mehr vom Land – und gibt mehr aus.
- Californien schickt 15 % aller US-Besucher nach Großbritannien – LA als Veranstaltungsort ist kein Zufall.
- Direktrouten in britische Regionalflughäfen stehen laut VisitBritain ganz oben auf der Agenda, weil sie den wirtschaftlichen Nutzen des Tourismus breiter streuen.
- Zu den beteiligten Partnern gehören laut Webrecherche British Airways und American Airlines – beide als große Player auf der Transatlantik-Route zentral für die Konnektivitätsstrategie.
- Das Programm baut auf dem Erfolg eines State Visit von Their Majesties in die USA auf – politische Rückendeckung auf höchster Ebene.
Was das für die Branche bedeutet
Für Hoteliers und Touristiker in England, Schottland und Wales ist GTLA eine direkte Vertriebschance: US-Reiseveranstalter und Travel Agents, die nach LA reisen, suchen buchbare Produkte für ihre zahlungskräftige Kundschaft. Wer auf Premium-Nächte aus den USA schielt, sollte beobachten, welche Regionen und Betriebe aus der Mission mit neuen US-Partnerverträgen heimkehren.
Der breitere Kontext: Der US-Incoming-Markt wächst, und Großbritannien konkurriert hart mit Frankreich, Italien und Spanien um dieselben Reisebudgets. Eine Government-Delegation dieser Größe sendet ein klares Signal – auch an die eigene Branche.

