Das Wichtigste in Kürze

Das Zion White Bison Resort im US-Bundesstaat Utah hat seine Glamping-Einheiten und mehr als 150 RV-Stellplätze auf eine einzige Plattform migriert: Mews. Statt zwei separater Systeme läuft jetzt alles über ein Dashboard. Was das in der Praxis bedeutet – und warum das Modell auch für europäische Outdoor-Hospitality relevant ist.

Wer Glamping und klassische RV-Stellplätze unter einem Dach betreibt, kennt das Problem: zwei Buchungssysteme, zwei Datenwelten, doppelter Aufwand. Das Zion White Bison Resort in Utah hat diesen Split beendet und beide Betriebstypen in Mews zusammengeführt.

Zwei Betriebstypen, ein System

Das Resort kombiniert Luxus-Glamping mit klassischen RV-Stellplätzen – mehr als 150 davon. Beides sind unterschiedliche Gäste-Segmente mit unterschiedlichen Erwartungen: Die Glamping-Gäste wollen Concierge-Feeling, die RV-Community will schnellen Check-in und unkomplizierten Aufenthalt. Beide über ein System zu managen klingt simpel, ist operativ aber eine echte Herausforderung.

Vorher lief jeder Betriebszweig über ein eigenes Tool. Das bedeutete: doppelte Datenpflege, getrennte Buchungs-Pipelines, kein gemeinsames Gästeprofil. Mit der Migration zu Mews landen beide Segmente in einem Dashboard – Reservierungen, Zahlungen, Gästeprofile.

Was Mews für Mixed-Use-Resorts mitbringt
  • Unified Dashboard für verschiedene Unterkunftstypen (Zimmer, Glamping, Stellplätze)
  • Zentrale Gästeprofile über alle Segmente hinweg
  • Integrierte Zahlungsabwicklung (Mews Payments)
  • API-first-Architektur für externe Buchungskanäle und Channel Manager
  • Cloud-basiert – kein lokaler Server, kein IT-Team vor Ort nötig

Warum Outdoor Hospitality ein PMS-Problem hat

Glamping und Campingresorts sind in den vergangenen Jahren vom Nischen-Angebot zum eigenständigen Hospitality-Segment geworden. Laut Phocuswire wächst der globale Glamping-Markt seit 2020 zweistellig – getrieben von Post-Pandemic-Reisetrends und steigendem Interesse an Nature-Retreats.

Das Problem: Die meisten Camp- und Glamping-Betriebe sind historisch mit spezialisierten Campground-Management-Systemen groß geworden – Software, die für Stellplatz-Reservierungen gebaut ist, aber keine Hotel-Logik kennt. Wenn ein Betrieb dann Glamping-Einheiten ergänzt und anfängt, Housekeeping, F&B oder Spa-Services zu managen, stößt das alte System schnell an seine Grenzen.

Wo klassische Campground-Software nicht reicht

  • Keine oder schlechte Housekeeping-Workflows
  • Fehlende Gästeprofil-Logik (kein CRM, keine Wiedererkennung)
  • Keine Upselling-Mechanismen für Zusatzleistungen
  • Schwache OTA-Anbindung für Glamping-Portale
  • Getrennte Systeme für unterschiedliche Unterkunftstypen

Mews als PMS für Hybrid-Resorts

Mews hat sich in den letzten Jahren als Cloud-PMS für unkonventionelle Unterkunftskonzepte positioniert – neben klassischen Hotels auch für Hostels, Aparthotels und zunehmend Glamping- und Resort-Betriebe. Die Plattform arbeitet mit einem Space-Konzept statt des klassischen Zimmer-Modells: Jede buchbare Einheit – ob Hotelzimmer, Glamping-Zelt oder RV-Stellplatz – wird als „Space“ abgebildet.

Das macht die Software flexibel für Mixed-Use-Konzepte. Ob ein Betrieb 10 Glamping-Domes und 200 Stellplätze hat oder ein Boutique-Hotel mit Camping-Annexe: Das System skaliert mit.

Für europäische Outdoor-Resorts lohnt sich ein Blick auf Mews, Apaleo oder auch spezialisierte Anbieter wie Campsite – je nach Betriebsgröße und Tech-Affinität des Teams.

Was das für die Branche bedeutet

Das Beispiel Zion White Bison zeigt einen Trend, der in Europa noch am Anfang steht: die Professionalisierung von Glamping- und Outdoor-Resorts mit Hotel-Grade-Technologie. Wer heute ein Glamping-Konzept baut, sollte von Beginn an mit einem PMS planen, das Gästeprofile, Channel Management und Reporting beherrscht – nicht erst, wenn das erste Campground-Tool an seine Grenzen kommt.

Die Konsolidierung auf ein System spart nicht nur Lizenzkosten. Sie schafft vor allem eine gemeinsame Datenbasis: Welche Gäste kommen wieder? Welche Zusatzleistungen werden gebucht? Welche Einheiten laufen gut, welche nicht? Antworten auf diese Fragen braucht man, um ein Resort strategisch weiterzuentwickeln – egal ob in Utah oder im Allgäu.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist Mews und wofür wird es eingesetzt?

Mews ist ein Cloud-basiertes Property-Management-System (PMS), das ursprünglich für Hotels entwickelt wurde, aber auch für Hostels, Aparthotels, Glamping-Resorts und Campingbetriebe genutzt wird. Es verwaltet Buchungen, Gästeprofile, Zahlungen und Housekeeping über eine zentrale Plattform.

Kann ein PMS wie Mews sowohl Glamping-Einheiten als auch RV-Stellplätze verwalten?

Ja. Mews arbeitet mit einem flexiblen Space-Konzept, das verschiedene buchbare Einheiten – ob Hotelzimmer, Glamping-Zelt oder RV-Stellplatz – in einem System abbildet. Das Zion White Bison Resort in Utah nutzt genau dieses Setup für über 150 Stellplätze und Luxus-Glamping-Einheiten.

Warum reichen klassische Campground-Systeme für moderne Glamping-Resorts oft nicht aus?

Campground-Software ist auf Stellplatz-Reservierungen optimiert, kennt aber keine Hotel-Logik wie Housekeeping-Workflows, CRM, Upselling oder starke OTA-Anbindung. Wer Glamping-Einheiten mit Servicecharakter anbietet, braucht ein PMS, das diese Anforderungen erfüllt.

Welche Alternativen zu Mews gibt es für Glamping- und Outdoor-Resorts?

Für europäische Betriebe sind neben Mews auch Apaleo (sehr API-orientiert, gut für Tech-affine Teams) und spezialisierte Anbieter wie Campsite relevant. Die Wahl hängt von Betriebsgröße, Budget und gewünschtem Funktionsumfang ab.

Was kostet Mews für kleinere Resorts?

Mews berechnet in der Regel einen Preis pro Zimmer bzw. Space und Monat – Einstiegspreise liegen laut Herstellerangaben bei etwa 6 Euro pro Unit. Für größere Resorts oder Enterprise-Kunden gibt es individuelle Konditionen.
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