Arne Klehn wechselt vom JW Marriott Berlin nach Hamburg und übernimmt als Cluster General Manager gleichzeitig das Hamburg Marriott Hotel und das Renaissance Hamburg Hotel. Sein Vorgänger Peter van Rossen geht nach 17 Jahren in den Ruhestand. Klehn ist seit 1998 bei Marriott International, hat 20 Jahre GM-Erfahrung und will die MICE-Positionierung beider Häuser weiterentwickeln.
250 Meter liegen künftig zwischen seinen beiden Häusern. Arne Klehn, bisher General Manager des JW Marriott Berlin, übernimmt die Doppelverantwortung für zwei der bekanntesten Hoteladressen der Hansestadt. Der Wechsel war absehbar: Peter van Rossen, der beide Häuser seit 2008 führte, geht in den Ruhestand.
Zwei Häuser, ein Chef
Das Hamburg Marriott Hotel und das Renaissance Hamburg Hotel liegen keine fünf Gehminuten voneinander entfernt – trotzdem könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Das Hamburg Marriott Hotel hat innerhalb des Konzerns historische Bedeutung: Als es 1988 eröffnete, war es das erste Haus der Marke Marriott Hotels in Deutschland. Heute zählt es 278 renovierte Zimmer und Suiten, eine Executive Lounge mit Blick auf die umliegenden Einkaufsstraßen, einen Ballsaal sowie das im vergangenen Jahr wiedereröffnete Restaurant „Cast Iron Grill“ mit Sommerterrasse.
Das Renaissance Hamburg Hotel hat eine andere DNA. Untergebracht im ehemaligen Broschek-Haus aus den 1920er-Jahren und 1980 eröffnet, setzt es auf 205 Zimmer und Suiten, die „Bricks Bar“ im Industrial-Stil und acht Meetingräume mit zusammen 418 Quadratmetern. Boutique-Charakter statt Kongressvolumen.
Fast drei Jahrzehnte Marriott
Klehn ist gebürtiger Kieler und startete 1998 im Front Office bei Marriott – nach einer klassischen Ausbildung zum Hotelkaufmann. Seinen ersten GM-Posten übernahm er 2006 im Courtyard by Marriott Regensburg. Danach folgten die Eröffnung des Courtyard by Marriott Paris Arcueil, die Leitung des Paris Marriott Charles de Gaulle Airport Hotel und von 2015 bis 2018 das Istanbul Marriott Hotel Şişli.
In Budapest verantwortete er als Multi-Property General Manager das Budapest Marriott Hotel zusammen mit den Millennium Court – Marriott Executive Apartments. Seit Anfang 2024 leitete er das JW Marriott Hotel Berlin: 505 Zimmer und Suiten, 19 Veranstaltungsräume auf 6.293 Quadratmetern, acht gastronomische Outlets – eines der größten Tagungshotels der Hauptstadt.
MICE bleibt das Thema
In Berlin lag Klehns Schwerpunkt auf dem Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft. Das wird sich in Hamburg fortsetzen. „Hamburg ist eine Stadt mit großer Strahlkraft – wirtschaftlich, kulturell und touristisch“, sagt Klehn laut Unternehmensangaben. Sein erklärtes Ziel: die Identität beider Häuser schärfen und das Angebot für Geschäfts- und Veranstaltungsgäste weiterentwickeln.
Damit kommt jemand nach Hamburg, der Eröffnungen (Paris Arcueil), Umstrukturierungen (Budapest) und die Positionierung großer Tagungshotels aus eigener Erfahrung kennt. Ob und wie sich das auf die Ausrichtung des Hamburg Marriott – traditionell stark im MICE-Segment – und das kleinteiligere Renaissance niederschlägt, wird sich zeigen.
Van Rossen führte das Hamburg Marriott Hotel und das Renaissance Hamburg Hotel seit 2008 als Cluster General Manager. Damit gehört seine Amtszeit zu den längsten in dieser Funktion im deutschen Marriott-Portfolio. Über seine weiteren Pläne nach dem Ruhestand ist nichts bekannt.


