Das Wichtigste in Kürze

Am 18. Mai 2026 hat in Biberach das Restaurant „Die Villa“ am Bismarckring 42 eröffnet. Betreiber Maximilian Lerch und sein Team haben das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1915 in rund sechs Monaten saniert – mit 60 Innensitzplätzen, Gartenterrasse und drei Veranstaltungsräumen.

Die Adresse ist nicht neu, das Konzept schon: Die Villa am Bismarckring 42 in Biberach hat nach sechs Monaten Bauzeit als Restaurant geöffnet. Dahinter stecken die Lerch Genusswelten mit Geschäftsführer Maximilian Lerch. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1915 und steht unter Denkmalschutz – eine Ausgangslage, die das Projekt technisch und logistisch herausfordernd gemacht hat.

Was steckt hinter dem Konzept?

Internationale Küche mit regionalen Rohstoffen – so lässt sich der kulinarische Ansatz zusammenfassen. Konkrete Menüpunkte hat das Haus zur Eröffnung kommuniziert: frischer Fisch und Fleisch aus der Region. Der Gastraum fasst rund 60 Personen, dazu kommt eine großzügige Gartenterrasse. Wer das Haus für Events buchen will, findet drei separate Räume für bis zu jeweils 60 Personen – ausgestattet mit moderner Veranstaltungstechnik, nutzbar für Hochzeiten, Seminare, Meetings und Familienfeiern.

Gestalterisch setzt die Villa auf einen Kontrast, der ins Auge fällt: Von der Decke hängen Glasblätter und filigrane Kettenvorhänge, die den offenen Gastraum strukturieren und ihm gleichzeitig Leichtigkeit geben. Die historische Substanz bleibt dabei sichtbar – das war Pflicht, nicht Kür.

ZAHLEN & FAKTEN Die Villa Biberach auf einen Blick
1915
Baujahr
Denkmalgeschütztes Gebäude am Bismarckring 42 in Biberach an der Riß.
~60
Innensitzplätze
Plus Gartenterrasse und drei Veranstaltungsräume für je bis zu 60 Personen.
18. Mai 2026
Eröffnungsdatum
Baustart Ende November 2025, Fertigstellung nach rund sechs Monaten.
15–20
Handwerksbetriebe
Regionale Betriebe aus Elektro, Sanitär, Parkett, Schreinerei, Fliesen und Gartengestaltung.
Quelle: Angaben laut Pressemitteilung, Lerch Genusswelten / tophotel.de, Mai 2026

Denkmalschutz als Arbeitsrahmen

Wer ein Gebäude aus dem Jahr 1915 umbaut, spielt nicht nach normalen Regeln. Das Landesamt für Denkmalpflege Tübingen war von Anfang an eingebunden – jede technische Maßnahme musste abgestimmt werden. Die ausführende Baufirma Schmid Bau aus Baltringen arbeitete eng mit dem Architekturbüro Humm Zalenga Velic Part zusammen.

Das Ergebnis: Von der ursprünglichen Bausubstanz sei laut den Verantwortlichen nahezu alles erhalten geblieben. Parallel dazu wurde das Haus vollständig technisch modernisiert – Elektro, Sanitär, Trockenbau, Parkettböden, Malerarbeiten. Sechs Fachplanungsbüros koordinierten die einzelnen Gewerke.

Wer steckt hinter dem Projekt?
  • Betreiber: Maximilian Lerch, Lerch Genusswelten
  • Architektur: Architekturbüro Humm Zalenga Velic Part
  • Bau: Schmid Bau, Baltringen
  • Abstimmung Denkmalschutz: Landesamt für Denkmalpflege Tübingen
  • Gewerke: 15–20 regionale Handwerksbetriebe, 6 Fachplanungsbüros
  • Bauzeit: Ende November 2025 bis ca. Mai 2026

Denkmalrestaurierung und Gastronomie – wie passt das zusammen?

Das Biberacher Projekt steht für ein Konzept, das in mittelgroßen Städten funktioniert: historische Bausubstanz, die zu viel Charakter hat, um leer zu stehen, wird durch ein Gastrokonzept reaktiviert. Der Denkmalschutz zwingt dabei zu einem Umgang mit dem Gebäude, der letztlich dem Ambiente zugutekommt – man bekommt keinen Neubau-Glanz, sondern echte Geschichte.

60 Innensitzplätze sind für ein Restaurant in einer denkmalgeschützten Villa keine schlechte Auslastungsbasis – vorausgesetzt, das Veranstaltungsgeschäft läuft. Genau da liegt das wirtschaftliche Potenzial solcher Häuser: Die drei Tagungsräume können Wochentags-Auslastung generieren, wenn das À-la-carte-Geschäft ruhiger ist.
Redaktionell einordnen: Für Biberach mit rund 33.000 Einwohnern ist das eine Neueröffnung mit echtem Stellenwert. Ob das Konzept trägt, zeigt sich erfahrungsgemäß nach dem ersten vollen Sommer.

Was bedeutet das für die Branche?

Denkmalimmobilien als Gastronomiestandorte sind kein Einzelfall – aber sie bleiben aufwendig. Die Kombination aus Denkmalpflege-Abstimmung, innerstädtischer Logistik und moderner Technikanforderung treibt Kosten und Bauzeit. Dass das Biberacher Projekt in sechs Monaten fertiggestellt wurde, ist realistisch betrachtet ein straffer Zeitplan für diese Gebäudekategorie.

  • Denkmalschutz-Abstimmung früh einplanen – je später, desto teurer
  • Regionale Handwerksbetriebe frühzeitig binden – Kapazitäten sind knapp
  • Veranstaltungsräume als zweites Standbein für Wochentag-Auslastung nutzen
  • Historische Details als Marketing-Asset verstehen, nicht als Einschränkung
  • Technische Komplexität (Elektro, Lüftung, Brandschutz) im Kostenpuffer berücksichtigen

Für Gastronomen, die ähnliche Projekte planen: Die enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Landesamt ist kein bürokratischer Umweg, sondern Voraussetzung. In Biberach hat das funktioniert – das Haus steht, die Substanz ist erhalten, und der Betrieb läuft.

HÄUFIGE FRAGEN

Wann hat das Restaurant Die Villa in Biberach eröffnet?

Die Villa am Bismarckring 42 in Biberach hat am 18. Mai 2026 eröffnet. Die Bauarbeiten begannen Ende November 2025 und dauerten rund sechs Monate.

Wer betreibt das Restaurant Die Villa in Biberach?

Betreiber ist Maximilian Lerch mit den Lerch Genusswelten. Das Architekturbüro Humm Zalenga Velic Part und die Baufirma Schmid Bau aus Baltringen haben das Projekt umgesetzt.

Was bietet die Villa Biberach neben dem Restaurant?

Neben dem Restaurant mit rund 60 Innensitzplätzen und einer Gartenterrasse gibt es drei Veranstaltungsräume für bis zu 60 Personen – nutzbar für Hochzeiten, Seminare, Meetings und Familienfeiern.

Welche Küche serviert die Villa in Biberach?

Das Konzept setzt auf internationale Einflüsse mit regionalen Akzenten – darunter frischer Fisch und Fleisch aus der Region.

Wie wurde der Denkmalschutz bei der Sanierung berücksichtigt?

Das Landesamt für Denkmalpflege Tübingen war von Anfang an eingebunden. Laut den Verantwortlichen blieb nahezu die gesamte ursprüngliche Bausubstanz erhalten, während das Gebäude technisch modernisiert wurde.
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