Expedia Group hat neue weltweite Forschung vorgestellt. Laut Expedia Group und einer Harris-Poll-Umfrage unter 2.500 Reisenden in 10 Märkten wollen 77 Prozent mehrere Reisebausteine auf einer Plattform buchen. Dazu zählen Flug, Unterkunft, Mietwagen, Aktivitäten und Reiseschutz.
Das ist relevant für jede Reiseplattform. Denn Expedia schiebt mit Rapid API mehr Bausteine in sein System und will genau diesen Bedarf besser abgreifen.
Was die Studie zeigt
Die Umfrage nennt vor allem drei Punkte: Reisende wollen sparen, sie wollen weniger Reibung beim Buchen, und sie hängen Zusatzleistungen lieber direkt an eine bestehende Buchung. Laut der veröffentlichten Einordnung geht es dabei um Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Aktivitäten und Reiseschutz.
Die Zahl 77 Prozent ist der Kern der Meldung. Sie zeigt nicht nur Interesse an einer Plattform, sondern an einem durchgängigen Buchungsweg. Erst suchen, dann buchen, dann ergänzen. Kein Plattform-Hopping. Kein neuer Login. Klingt simpel? Ist es auch.
- 2.500 befragte Reisende
- 10 Märkte weltweit
- 77 Prozent wollen mehrere Reisebausteine auf einer Plattform buchen
- Genannt werden Flug, Hotel, Mietwagen, Aktivitäten und Reiseschutz
Warum Expedia darauf setzt
Expedia Group verknüpft die Forschung mit dem Ausbau der Rapid API. Dahinter steckt ein klares Ziel: Partner sollen mehr Reisebestandteile direkt in ihre eigenen Angebote einbauen können. Das betrifft vor allem Marken, die nicht nur eine einzelne Hotelnacht oder einen Flug verkaufen wollen, sondern die komplette Reise.
Was das für den Markt heißt
Wer Buchungsketten bündelt, hält den Kontakt zum Gast länger. Das stärkt nicht nur den Warenkorb, sondern auch die Chance auf Folgebuchungen. Für Travel Brands heißt das: Wer nur den ersten Klick gewinnt, verliert schnell an Wert. Wer die gesamte Reise abbildet, bleibt näher dran.
- mehr Zusatzumsatz über Mietwagen, Tickets und Schutzpakete
- mehr Daten über das Verhalten im Buchungsprozess
- mehr Bindung, wenn alles auf einer Plattform bleibt
- mehr Druck auf Anbieter ohne saubere Add-on-Strategie
Was Reisende offenbar wollen
Die Meldung nennt vor allem Komfort und Kombi-Angebote. Die Logik dahinter ist einfach: Wenn ein Nutzer schon über ein Hotel nachdenkt, ist der Mietwagen nicht weit. Gleiches gilt für Aktivitäten vor Ort oder eine Versicherung für den Fall der Fälle. Genau dort will Expedia ansetzen.
Mehr als nur der erste Klick
Die Forschung deutet darauf hin, dass Reiseplanung heute nicht mehr am Buchungsbutton endet. Wer die Reise wirklich verkaufen will, muss im Verlauf der Planung sichtbar bleiben. Nicht nur vorne im Funnel, sondern auch danach.
Einordnung für Hotellerie und Reisevertrieb
Für Hotels, OTA-Partner und Reisevertriebe ist das keine Randnotiz. Wenn Plattformen mehr Bestandteile bündeln, verschiebt sich die Aufmerksamkeit weg von einzelnen Leistungen hin zum Gesamtpaket. Hotels müssen dann stärker zeigen, warum ihr Angebot im Kombi-Checkout gut funktioniert: Lage, Storno, Zimmerkategorie, Extras vor Ort.
Das betrifft auch den Vertrieb. Wer in solchen Ökosystemen sichtbar bleiben will, braucht saubere Daten, klare Preislogik und gute Schnittstellen. Genau da trennt sich schnell der Mitläufer vom Anbieter mit Zugriff auf den Buchungsflow.
Die Expedia-Meldung ist damit weniger eine PR-Notiz als ein Markt-Signal. Reisende wollen weniger Schritte, mehr Auswahl auf einen Blick und Zusatzangebote direkt im Prozess. Für Plattformen ist das eine Chance. Für alle anderen ein Warnhinweis.

