Hapi und Actabl starten gemeinsam eine globale Branchenumfrage, deren Ergebnisse 2026 als Future of Hotel Data Report erscheinen sollen. Die Studie fragt nach Daten-Zugangsproblemen, KI-Bereitschaft und operativen Hürden in einzelnen Hotelbereichen. Grundlage ist der 2025er-Report von Hapi und Revinate — der zeigte: 49 Prozent der Hoteliers haben täglich Probleme, an die Daten zu kommen, die sie brauchen.
Warum jetzt eine neue Umfrage?
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. 2025 hat Hapi gemeinsam mit Revinate bereits einen ersten Future of Hotel Data Report veröffentlicht — und die Ergebnisse waren ernüchternd. Hotels wollen Gäste personalisiert ansprechen und Umsatz über Direktbuchungen steigern, aber die Systeme spielen nicht mit. Fragmentierte PMS-Landschaften, ungenaue Daten, fehlende Schnittstellen: Das sind keine Randprobleme, sondern Alltag in weiten Teilen der Branche.
Fast die Hälfte aller befragten Hotelprofis — konkret 49 Prozent — kämpft täglich damit, relevante Daten überhaupt zugänglich zu machen. Für den 2026er-Report soll die Datenbasis breiter werden. Actabl, bekannt als Betreiber der Hotel-Intelligence-Plattform mit Tools wie ProfitSword und Aptech, steigt als Co-Partner ein.
- 49 % der Hotelprofis haben täglich Schwierigkeiten beim Datenzugriff
- Fragmentierte Systeme gelten als Haupthindernis für personalisierte Gästeerlebnisse
- Ungenaue Daten bremsen Revenue- und Direktbuchungs-Strategien
- Herausgeber: Hapi (Konnektivitätsplattform) + Revinate (CRM/Direct Booking)
- Quelle: hapi.io, veröffentlicht August 2025
Was der neue Report untersucht
Der 2026er-Report soll tiefer gehen als sein Vorgänger. Drei Schwerpunkte stehen im Fokus:
KI-Bereitschaft
Viele Hotels reden über KI, aber wie viele sind operativ wirklich darauf vorbereitet? Die Umfrage will messen, ob die Dateninfrastruktur überhaupt trägt, was KI-Anwendungen voraussetzen: saubere, einheitliche, zugängliche Datenpools.
Echtzeit-Daten im Betrieb
Revenue Management, Housekeeping-Steuerung, F&B-Planung — all das läuft heute noch zu häufig auf Basis von Daten, die Stunden oder Tage alt sind. Der Report soll zeigen, wo Echtzeitfähigkeit schon existiert und wo die Lücken klaffen.
Operative Hürden nach Abteilung
Statt eines pauschalen Hotel-Blicks fragt die Studie gezielt nach Abteilungen: Was bremst die Front Desk, was bremst Revenue, was bremst F&B? Das macht die Ergebnisse praxisnäher und konkreter für Führungskräfte, die Budgets für spezifische Systeme rechtfertigen müssen.
Wer hinter den Partnern steckt
Hapi positioniert sich als Konnektivitäts-Layer für die Hotellerie: Die Plattform verbindet PMS, CRM, Channel Manager und andere Systeme über eine einheitliche API-Schicht. Hotels nutzen Hapi, um Daten aus Oracle Opera, Mews, Apaleo oder anderen Systemen in Echtzeit an Marketing- und Revenue-Tools weiterzugeben.
Actabl ist vor allem im Bereich Hotel-Performance-Analytics aktiv. Das Unternehmen bündelt Tools für Budgetierung, Forecasting und operative Kennzahlen — mit einem klaren Fokus auf GMs und Finanzteams.
Dass beide zusammen eine Studie herausgeben, macht strategisch Sinn: Hapi schaut auf den Datenfluss zwischen Systemen, Actabl schaut auf das, was am Ende mit den Daten passiert. Zusammen decken sie fast die gesamte Datenwertschöpfungskette in einem Hotel ab.
Was das für die Branche bedeutet
Studien wie diese haben in der Vergangenheit messbar etwas bewegt. Der 2023er-Report von Skift und Oracle zum Thema Cloud-Migration hat laut Skift dazu beigetragen, dass Legacy-PMS-Anbieter ihre Roadmaps öffentlich anpassen mussten — der Druck durch Benchmark-Daten ist real.
Für Hoteliers, die gerade über Tech-Investitionen nachdenken, liefert ein solcher Report Argumente: Wer zeigen kann, dass 49 Prozent der Branche am selben Problem hängen, hat leichteres Spiel beim nächsten Budget-Meeting.
- An der Umfrage teilnehmen, solange sie offen ist — Ergebnisse kommen zurück
- Eigene Daten-Infrastruktur vorab ehrlich bewerten: Wo fehlen Schnittstellen?
- 2025er-Report bereits herunterladen und mit dem eigenen Tech-Stack abgleichen
- KI-Projekte erst planen, wenn Datenqualität und -zugänglichkeit stehen
- Abteilungsleiter einbeziehen: Revenue, Ops und F&B haben unterschiedliche Datenprobleme
Wie es weitergeht
Die Umfrage richtet sich an Hotelmarken, Managementgesellschaften und Einzelhotels weltweit. Ergebnisse sollen 2026 als vollständiger Report erscheinen. Wer teilnimmt, bekommt — üblich bei solchen Initiativen — frühen Zugang zu den Ergebnissen.
Interessant wird vor allem, ob der 2026er-Report zeigt, dass sich gegenüber 2025 etwas verbessert hat. Oder ob die 49-Prozent-Zahl einfach bestehen bleibt — was für die Anbieter von Konnektivitätslösungen ein starkes Verkaufsargument wäre, für die Branche aber kein gutes Zeugnis.

