Der Hotelmarkt in Manhattan hat sich laut HVS weiter erholt. Für 2025 liegt die ADR rund 34 % über dem Niveau von 2019, der RevPAR etwa 31 % darüber. Die volle Rückkehr über alle Kennzahlen erwartet HVS erst für 2027/28.
Bremsen kommen aus zwei Richtungen: weniger internationale Nachfrage und politische Unsicherheit in den USA. Gleichzeitig drücken Safe-Hotels-Regeln, Tarifeffekte und schwankende Reiseströme auf die kurzfristige Planung.
Was in Manhattan gerade passiert
Manhattan läuft weiter über den Preis. Die Auslastung bewegt sich 2025 laut HVS im mittleren 80er-Bereich, also nahe am historischen Hoch, aber nicht darüber. Der eigentliche Treiber ist die Rate: Die ADR liegt in diesem Jahr rund 34 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Daraus ergibt sich ein RevPAR von etwa 31 % über 2019.
Das ist stark, aber nicht gleichbedeutend mit kompletter Erholung. HVS sagt klar: Die Rückkehr auf das alte Niveau braucht wieder mehr internationales Geschäft, mehr Meetings und Gruppen sowie eine robustere Unternehmensnachfrage. Genau dort hakt es noch.
- ADR 2025: rund 34 % über 2019
- RevPAR 2025: rund 31 % über 2019
- Volle Markterholung: laut HVS erst 2027/28
Warum die Nachfrage nicht gleichmäßig zurückkommt
HVS verweist auf geopolitische Faktoren und auf Änderungen in der US-Politik. Beides hat 2025 laut Report spürbar auf internationale Room Nights gedrückt. Das trifft Manhattan härter als viele andere Märkte. Denn hier hängt viel an Fernmärkten, MICE und Corporate Travel.
Domestische Reisen federn das teilweise ab. Dazu kommt ein Effekt, den Hotels nicht lieben, aber gern mitnehmen: Höhere Preise können einen Teil der schwächeren Auslastung kompensieren. Genau das sieht man in Manhattan. Die Zahlen bleiben gut, obwohl nicht alle Segmente schon wieder auf Vor-Corona-Niveau laufen.
Was 2026 zusätzlich antreiben könnte
New York City Tourism + Conventions erwartet für 2026 rund 66,3 Millionen Besucher. Als Treiber nennt die Organisation die FIFA-WM 2026 im Großraum New York, das Finale, die America-250-Events und mehr internationale Freizeitnachfrage. Für Hotels ist das kein Automatismus, aber ein klarer Rückenwind.
Wichtig ist dabei der Mix. Wenn mehr Leisure-Gäste kommen, hilft das den Raten. Wenn gleichzeitig Group- und Corporate-Business anzieht, bekommt der Markt auch wieder mehr Volumen. Genau diese Kombination braucht Manhattan für eine saubere Rückkehr auf das alte Level.
Was Manhattan stützt — und was bremst
Dafür spricht
- Starke ADR-Entwicklung
- Hohe Sichtbarkeit durch Großevents 2026
- Solide Inlandsnachfrage
Dagegen spricht
- Schwächere internationale Nachfrage
- Unsicherheit durch Zölle und Politik
- Group- und Corporate-Business nicht voll zurück
Was die Safe-Hotels-Regel für Betreiber bedeutet
Der Report verweist auch auf den Safe Hotels Act in New York City. Das Gesetz trat am 3. Mai 2025 in Kraft. Es verlangt unter anderem eine Hotel-Lizenz mit zweijähriger Laufzeit und durchgehende Front-Desk-Besetzung während der Betriebszeiten. Für Häuser mit 100 oder mehr Zimmern kommen weitere Anforderungen dazu, die im Originalreport aber nur angerissen werden.
Für Betreiber heißt das: mehr Struktur, mehr Personalbindung, mehr Dokumentation. Viele Häuser dürften Teile davon bereits leben, aber die Lizenzpflicht macht den Betrieb formeller. Das kann ein Standortvorteil sein, wenn andere Märkte uneinheitlicher laufen. Es kostet aber auch Zeit und Geld.
- Lizenzpflicht für Hotels in New York City
- Renewal alle zwei Jahre
- 24/7-Front-Desk-Besetzung während der Betriebszeiten
Was Hotelteams daraus mitnehmen sollten
Manhattan zeigt gerade ziemlich klar, wie ein Markt sich nach der Pandemie erholt: erst über Preis, dann über Nachfrage. Wer dort plant, sollte nicht nur auf Auslastung schauen, sondern auf den Mix aus Leisure, Corporate und Group. Die Preisstrategie trägt aktuell viel, aber sie ersetzt kein stabiles Volumen.
Für andere Städtemärkte ist das eine brauchbare Lektion. Wenn internationale Nachfrage schwankt, hilft ein breiteres Business-Base-Portfolio. Und wenn Regulierung strenger wird, braucht es saubere Prozesse an Front Office und Operations. Klingt trocken. Ist aber genau der Punkt, an dem Umsatz hängen bleibt.
Einordnung für dich
Wenn du in der Stadthotellerie arbeitest, ist Manhattan gerade ein Lehrstück. Gute Märkte erholen sich nicht nur über Belegung. Sie holen Umsatz oft über Rate zurück. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf ADR, Segmentmix und internationale Nachfrage mehr als der reine Occupancy-Check.
HÄUFIGE FRAGEN
Wann erreicht Manhattan wieder das Vorkrisenniveau?
Warum wächst der Markt trotz schwächerer Belegung?
Welche Faktoren bremsen den Markt?
Was könnte 2026 helfen?
Was ändert der Safe Hotels Act für Hotels?
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