In der Woche vom 19. bis 25. April 2026 legte der US-amerikanische Hotelmarkt beim RevPAR um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. New Orleans war mit einem Plus von 34,3 Prozent der stärkste Einzelmarkt. 21 der 25 größten US-Märkte verbuchten Zuwächse – ein klares Signal für eine breite Erholung.
Der US-Hotelmarkt zeigt sich Anfang des zweiten Quartals 2026 in robuster Verfassung. Laut den aktuellen Daten von CoStar, einem der führenden Anbieter für Immobilienanalysen und Hoteldaten weltweit, meldete die Branche für die Woche vom 19. bis 25. April 2026 durchgehend positive Jahresvergleiche.
Die Zahlen der Woche
Der RevPAR – also der Umsatz pro verfügbarem Zimmer – gilt als eine der zentralen Kennzahlen im Hotelmanagement, weil er Auslastung und Preisentwicklung in einer Zahl zusammenfasst. Ein Plus von 8,5 Prozent ist für einen reifen Markt wie die USA ein solider Wert – kein Boom, aber ein klares Wachstumssignal.
New Orleans dominiert das Wochenranking
Mit einem RevPAR-Wachstum von 34,3 Prozent liegt New Orleans weit vor allen anderen Top-25-Märkten. Der starke Ausreißer dürfte ereignisgetrieben sein: Die Stadt am Mississippi ist bekannt für große Konferenzen, Festivals und Sportevents, die jeweils erhebliche Nachfragespitzen erzeugen.
Oster-Effekt als Vergleichsbasis
Ein Teil des soliden Wachstums erklärt sich durch den Kalender. In der Vorwoche (12.–18. April) hatte der US-Markt laut CoStar bereits ein RevPAR-Wachstum von 14,6 Prozent verbucht – befeuert durch den Oster-Kalenderversatz: Die Vergleichswoche 2025 hatte schwach abgeschnitten, weil Ostern damals früher lag und die Nachfrage in andere Wochen verlagert hatte.
- Auslastung: 66,5 % (+8,4 % YoY)
- ADR: 167,00 USD (+5,7 % YoY)
- RevPAR: 111,14 USD (+14,6 % YoY)
- Vergleichswoche 2025 schwach wegen Oster-Versatz
Quelle: CoStar, Woche 12.–18. April 2026
Die aktuelle Woche zeigt, dass das Wachstum – auch ohne den starken Kalendereffekt – stabil bleibt. 8,5 Prozent RevPAR-Plus ohne Oster-Rückenwind sprechen für eine echte Nachfragestärke.
Breites Wachstum statt Einzelausreißer
Besonders bemerkenswert: 21 von 25 der größten US-Märkte meldeten positive Jahresvergleiche. Das deutet darauf hin, dass die Erholung nicht auf einzelne Metropolen beschränkt ist, sondern breit aufgestellt bleibt. Vier Märkte zeigten hingegen negative oder stagnierende Entwicklungen – welche das konkret sind, weist CoStar in der Pressemitteilung nicht aus.
- RevPAR-Wachstum über alle Segmente positiv
- New Orleans als klarer Wochen-Spitzenreiter (+34,3 %)
- 21 von 25 Top-Märkten im Plus
- Oster-Basiseffekt erklärt Teile des Wachstums – aber nicht alles
- Vergleichbare Vorwoche ebenfalls stark (+14,6 % RevPAR)
Was das für die Branche bedeutet
Für Hoteliers mit US-Engagements oder international ausgerichtetes Revenue Management liefern die CoStar-Daten eine wichtige Orientierung: Der nordamerikanische Markt – oft Frühindikator für globale Trends – zeigt sich im Frühjahr 2026 stabil. Die Kombination aus belastbarer Freizeitnachfrage, anziehenden Business-Travel-Zahlen und einem aktiven Eventkalender stützt die Auslastung in den meisten Großstädten.
Für europäische Hotelkonzerne mit US-Portfolio ist das ein positives Signal. Für Revenue Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt: Die Benchmarks aus dem US-Markt liefern Argumente für interne Budgetgespräche – auch wenn die Marktstruktur nicht 1:1 übertragbar ist.
