Kleiner Gruss aus der Küche vor dem ersten offiziellen Gang eines Menus. Kostenloser Ein-bis-Zwei-Bissen-Happen, mit dem die Küche den Gast einstimmt und ihre Handschrift zeigt. Aus dem Franzoesischen amuser la bouche (den Mund erfreuen).

Einordnung

Im Fine-Dining fast Pflichtelement, im Upscale-Segment uebliche Geste. Typisch 2 bis 4 Komponenten auf einem Loeffel oder in einer kleinen Schaeletasse. Der Amuse wechselt in manchen Haeusern saisonal, in anderen haeufiger — ist ein Gradmesser der Kreativitaet der Küche. In Spitzenrestaurants werden oft mehrere Amuses in Serie serviert (Amuse-Parade).

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Amuse-Bouche Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Amuse-Bouche als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

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