Aus dem Lateinischen aperire (oeffnen): das appetitanregende Getraenk vor dem Essen. Klassisch trocken, bitter oder leicht sauer ausgerichtet, um die Speichelproduktion zu stimulieren und das Menu vorzubereiten. Typische Vertreter: Champagner brut, trockener Sherry (Fino, Manzanilla), Wermut auf Eis, Campari Soda, Aperol Spritz, Kir Royal.

Service

Serviertemperatur unter 10 Grad, Glasgroesse klein (12 bis 15 cl bei Wermut, 6 bis 8 cl bei Spirituosen-Aperitifs). Begleitet von leichten Snacks — Oliven, Salzmandeln, Parmigiano-Splitter, kalte Canapes. Die Menu-Zeit vor dem eigentlichen ersten Gang, in der der Gast ankommen und umschalten soll.

Praxis

In der professionellen Gastronomie ist Aperitif Teil des Service- oder Küche-Handwerks und wird in der Ausbildung zum Restaurantfachmann oder Koch detailliert vermittelt. In der Haute Cuisine gelten exakte Ausfuehrungsstandards, die Menuwuensche und Service-Rhythmus beeinflussen. Für den Gast sichtbar wird Aperitif als Teil des gehobenen Service-Rituals, im Background gehoert es zur taeglichen Mise-en-Place-Routine.

Weiterfuehrend: Court of Master Sommeliers